Psychologie? Dann analysiere mich mal!

ElisabethIch studiere gerne Psychologie in Chemnitz, weil man hier als Student nicht in der Masse untergeht, stets exzellent betreut wird und die Atmosphäre an unserem Institut sehr angenehm ist!

 

Wie kommt man darauf?

In meinem Fall war es kein direkter Weg vom Abitur zum Psychologie-Studium, sondern ich habe zunächst 2 Semester Sensorik und kognitive Psychologie hier an der TUC studiert. Dies war also der ursprüngliche Grund für die Wahl des Standorts Chemnitz. Aufgrund meiner fehlenden mathematisch-physikalischen Fähigkeiten habe ich mich aber dann zu einem Wechsel zur Psychologie entschieden und bin nun sehr zufrieden – sowohl mit der Wahl des Studiengangs als auch des Standorts Chemnitz für mein Bachelor-Studium. Im aktuellen CHE Hochschulranking 2015/2016 der ZEIT steht die TU Chemnitz im Fach Psychologie neben vielen renommierten und größeren Unis wieder gut da und kann definitiv stolz auf ihren 12. Platz sein!

Worum geht’s da eigentlich und was kann man damit dann machen?

Die Psychologie beschäftigt sich (laut Definition) mit der Beschreibung, dem Erklären und der Vorhersage menschlichen Verhaltens. Also grob gesagt: Alles was zwischen und in uns Menschen abläuft, interessiert die Psychologen. Das klingt nach einem recht breiten Feld und das ist es auch!

Der Bachelorstudiengang Psychologie dient zunächst einmal als Grundlage für einen weiterbildenden und vertiefenden Masterstudiengang. Falls man die Arbeit als selbstständiger psychologischer Psychotherapeut anstrebt, ist es notwendig, nach dem abgeschlossenen Masterstudium noch eine psychotherapeutische Ausbildung zu absolvieren. Dieses System soll in den folgenden Jahren umstrukturiert werden, doch momentan gilt noch das Ablauf-Prozedere: 1. Bachelor – 2. Master – 3. Ausbildung. Mehr Informationen zur Ausbildung zum approbierten Psychotherapeuten findet ihr hier.
But first things first, denn es gibt ja nicht nur diesen einen (jedoch wahrscheinlich bekanntesten) Weg, den man mit einem Psychologie-Studium einschlagen kann. Der Bachelor Psychologie befähigt einen (bevorzugt in Kombination mit einem Master) zu beruflichen Tätigkeiten in verschiedensten Berufsfeldern. Dazu gehören sowohl diagnostische, beratende als auch psychotherapeutische Aufgaben in Wirtschaft und Industrie, Bildung und Ausbildung, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in psychologischer Forschung und Lehre. Wie schon erwähnt, können wir Psychologen mit unserer Mischung aus natur-, sozial- und geisteswissenschaftlichen Methoden in so vielen Bereichen eingesetzt werden und haben eine Vielzahl an Richtungen, die wir je nach spezifischen Interessen einschlagen können.

Wie genau läuft das Studium denn ab?

Der Bachelor Psychologie erstreckt sich in der Regelstudienzeit über 6 Semester, kann bei Bedarf jedoch auch als Teilzeitstudium absolviert werden. Das Studium ist in 4 große Module gegliedert:

A. Basismodule (das sind sozusagen alle regulären Psychologie-Veranstaltungen)

  1. Einführung, Methodik und Diagnostik:
    Hierzu gehört die allseits gefürchtete Statistik (die im Endeffekt meistens gar nicht so furchtbar ist) und die computergestützte Datenverarbeitung, welche die frühere, einzige Mathematik-Veranstaltung der Psychologen „ersetzt“ hat.
  2. Grundlagen:
    Die Grundlagenveranstaltungen stellen einen wichtigen Teil des Studiums dar, da auf ihnen in vielen folgenden Teildisziplinen aufgebaut wird. Hier finden sich zum Beispiel Fächer wie Kognition, Emotion, Biopsychologie, Persönlichkeitspsychologie und Sozialpsychologie.
    –> Die Teilmodule 1 und 2 empfiehlt es sich, nach den ersten 4 Semestern abzuschließen.
  3. Anwendung:
    Nachdem in den vorherigen Semestern die Verständnisbasis geschaffen wurde, werden in diesem Modul die anwendungsbezogenen Aspekte der Psychologie genauer thematisiert. Darin enthalten sind zum Beispiel  die Klinische Psychologie (Störungen und Interventionen), Arbeits- und Organisationspsychologie und Pädagogische Psychologie.
    –> Mit dem Teilmodul 3 sollte, wenn möglich, erst ab dem 3. Semester begonnen werden.

B. Nichtpsychologische Module (auch: Wahlpflichtmodule)

Durch den Besuch von Lehrveranstaltungen aus Nachbardisziplinen der Psychologie soll das allgemeine und umfassende Verständnis für die Psychologie und deren Bedeutung in unterschiedlichsten Bereichen gefördert werden.
Hierbei ist aus einem breiten Katalog (zum Beispiel: Germanistik, Angewandte Informatik, Sportwissenschaft, Medienkommunikation und –nutzung, BWL, …) mindestens ein Modul auszuwählen, wobei sich die jeweiligen Prüfungsleistungen teilweise sehr unterschiedlich gestalten.
–> Der Besuch einer Nebenfach-Veranstaltung ist ca. ab dem 5. Semester eingeplant.

C. Modul Praktikum

  1. Empirisch-Experimentelles Praktikum:
    Dabei geht es um die eigenständige Planung, Durchführung und Auswertung einer experimentellen Untersuchung in Zusammenarbeit mit anderen Psychologie- oder Seko-Studierenden. Dieses Modul erstreckt sich lediglich über 1 Semester, ist aber eine wichtige Vorbereitung auf die Bachelorarbeit.
  2. Forschungspraktikum:
    Dieses Teilmodul beinhaltet ein 9-wöchiges externes Praktikum, eine Exkursion sowie die Mitarbeit an einem Forschungsprojekt an einer der Professuren des Instituts.

D. Modul Bachelorarbeit

Den Abschluss des Studiums bildet die Bachelorarbeit, deren Bearbeitungszeit in der Regel ca. 18 Wochen beträgt und die im 6. Semester auf dem Plan steht.

Viele – aber nicht alle – Teilmodule setzen sich aus Klausur-, Seminar- und Übungs-Leistungen zusammen. Das bedeutet, dass Noten nicht nur durch schriftliche Prüfungen, sondern auch durch Referate oder Hausarbeiten zustande kommen.
Aber ACHTUNG: Wer sich selbst als absolute Niete im Auswendiglernen sieht, der sollte sich das mit dem Psychologie-Studium vielleicht doch noch dreimal und ganz genau überlegen, denn – bei aller Liebe – darum kommt man in diesem Studiengang einfach nicht herum! Nicht, dass es später heißt, euch hätte keiner gewarnt… 😉

 

Und was ist jetzt mit dem Analysieren?

Die folgenden 3 Fragen muss sich wahrscheinlich jeder Psychologie-Student während seines Studiums bis zum Geht-nicht-mehr anhören:

  1. „Du weißt schon, dass du dich dann nicht selber therapieren kannst?“
  2. „Oh Psychologie – na dann hast du mich doch bestimmt schon durchschaut! Erzähl mir mal, was ich so denke!“
  3. „Du analysierst jetzt bestimmt nur noch alle deine Freunde und Verwandten, oder?!“

IMG_9807Lieber potentieller Psychologie-Student an der TUC: Lass dich davon nicht abschrecken, da müssen wir alle durch – egal ob Berlin, München oder Chemnitz. 😉
Trotzdem lohnt es sich meiner Meinung nach definitiv das Psychologie-Studium zu wagen, wenn man Interesse für Menschen und ihre Verhaltensweisen sowie Denk- und Interaktionsmuster hat.
Der Bachelorstudiengang in Chemnitz liefert einem hierfür eine breite theoretische und praktische Basis, die einem den Einstieg in die vielfältige Arbeitswelt eines Psychologen ermöglicht!

 

Ich hoffe, ich konnte euch einen Ein- und Überblick für den Bachelor-Studiengang Psychologie an der TU Chemnitz geben!

Eure Elisabeth

 

Eintrag von Elisabeth, Bachelorstudiengang Psychologie, 25.05.2015

1 Response

  1. Pia 31. Oktober 2017 / 19:59

    Hallo liebe Elisabeth,

    Diese Nachricht bezieht sich jetzt eher auf deinen Studienfachwechsel und ich würde mich sehr über eine Mail/ Antwort freuen.
    Mein Name ist Pia und ich hab gerade angefangen Seko zu studieren. Doch mir ist leider direkt aufgefallen, dass mir Physik weniger liegt als erhofft. Mein Hauptgrund für die Wahl dieses Studienfachs war auch eher der psychologische Anteil.
    Bei mir hat das Psycholgiestudium wegen einer Reihe privater Grunde dieses Jahr nicht geklappt (nicht wegen dem NC, ich hatte eine Durchschnittsnote von 1,4), doch ich wollte unbedingt schon anfangen zu studieren. (Ich war schon mal 3 Monate im Ausland und habe dort gemerkt, dass ich keine von denen bin, die ihre Zeit nach dem Studium durch ein Jahr in Neuseeland überbrücken will). Also im Grunde bin ich der „Ich lerne lieber gerne direkt was mir Spaß machen könnte“-Typ.
    Nun bin ich jedoch ziemlich sicher, dass Seko mir doch nicht wirklich diesen Spaß bereitet. Natürlich ist mir bewusst, dass Studium nicht einfach so mit Spaß gleichzusetzen ist, nur hab ich gedacht ich könnte der Physik vielleicht mehr Interesse entgegen bringen. Leider ist das wirklich nicht der Fall. Ganz anders sieht es bei den psychologischen Vorlesungen aus. Diese sind unfassbar interessant und entsprechen auch mehr dem, was ich später gerne tun würde. Generell interessiere Ich mich mehr für den Umgang mit Menschen, Ihren Gefühlen und Problemen, als für Maschinen. Mein Vater würde jetzt wahrscheinlich den Kopf schütteln. Er fand den Studiengang toll, da er sehr zukunftsorientiert ist und aktuelle Probleme und fragen fokussiert. Ich würde aber unfassbar gerne in einer Schule, als Ansprechpartner und Vertraute bei privaten, seelischen oder schulischen (…) Problemen, arbeiten.
    Meine Frage ist jetzt im Grunde nur, ob du mir empfehlen würdest Seko jetzt noch das Semester durchzuziehen (bzw. 2 Semester, da ich mir nicht sicher bin, ob man schon im Sommersemester ein Studium beginnen kann) oder ob ich abbrechen sollte. Ich finde es halt noch ein wenig zu früh und ich habe immernoch die Hoffnung dass es mir mit der Zeit gefallen könnte.
    Meine zweite Frage wäre, ob du weist, wie das mit dem anrechnen lassen der Prüfungen läuft. In welchen Fächern muss ich eine Prüfung ablegen, damit mir die Note in meinem (evtl) zukünftigen Psychologie Studium etwas nützt?
    Und meine letzte Frage bezieht sich auf den Start des Studiums. Kann ich schon im Sommersemester mit dem Psychologie Studium in Chemnitz beginnen oder muss man (wie normal) zum Wintersemester starten?

    Ich würde mich riesig über eine Antwort freuen.
    Liebe Grüße
    Pia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.