Was Mathe-Studenten so tun, wenn der Tag lang ist

Es heißt ja immer, dass Studenten so faule Kreaturen seien, die den Tag mit faulenzen und feiern verbringen. Gerade bei uns Mathe-Studenten fragt man sich auch oft, was wir überhaupt lernen. Also Rechnen jedenfalls nicht. Wirklich schlechte Idee, einen Mathematiker rechnen zu lassen. Um mit ein paar Mythen aufzuräumen und klar zu machen, dass wir sehr wohl was lernen, habe ich einen meiner Alltagstage mal mit dokumentiert. Alles abgehoben Fachliche ausgelassen, nicht dass ich mich hier noch blamiere bzw. am Ende jemand wegen Kopfschmerzen Klage einreicht 😉

Montag, 13.07.2015

7:30 – Der Wecker klingelt – Frechheit….

8:00 – Vielleicht sollte man sich doch so langsam mal aus dem Bett bewegen und frühstücken.

9:00 – Auf zum Weinhold-Bau!

9:15 – Heute ist die letzte Unterrichtsstunde vor meiner Spanisch-Anfänger-Klausur und mir wird langsam klar, dass es gar keine schlechte Idee gewesen wäre, früher mit dem Lernen anzufangen. Die Klausur ist am Mittwoch – also übermorgen! Naja, wird schon schief gehen.

11:00 – Mit dem Bus zur Straße der Nationen (Abkürzung StraNa). Ich habe jetzt eine Freistunde und verbringe sie gemütlich im Büro meines Freundes mit Spanisch lernen und Mittagspause machen. Er ist Übungsleiter und zeigt Studenten in der allwöchentlichen Übung, wie man den Stoff aus der Vorlesung anwenden kann. Wenn viele Studenten kommen und mitarbeiten freut er sich immer wie ein Keks.

13:15 – Heute machen wir uns gemeinsam zu meiner Differentialgeometrie-Vorlesung auf, er als mein privater Photograph. 🙂

 

Differentialgeometrie Vorlesung

Vorlesung Differentialgeometrie

13:30 – Die Differentialgeometrie-Vorlesung beginnt. Professor Meyer erklärt uns heute, warum wir uns eigentlich mit dem Stoff der letzten Vorlesungen beschäftigt haben. Man merkt richtig, wie begeistert er von dem Fach ist und das färbt ganz natürlich ab.

15:30 – Meine nächste Vorlesung – Effiziente Algorithmen – steht auf dem Plan. Mit vereinten Kräften, inklusive Hilfe aus dem studentischen Publikum, schaffen wir es einen schönen und ordentlichen Beweis zu führen. In dieser Vorlesung geht es darum wie man Algorithmen – z.B. mittels raffinierter Datenstrukturen – besonders effizient umsetzen kann. Die Vorlesung ist inhaltlich sehr spannend und Professor Goerdt ist genauso wie ich mir früher einen Professor vorgestellt habe − ein wenig zerstreut. 😉

17:00 – Normalerweise würde jetzt die Representation Theory im Turmbau (wieder in der Reichenhainer Straße – Gott sei Dank gibt es den Bus.) anstehen. Der Stoff der Vorlesung ist jedoch letzte Woche schon beendet worden, also habe ich heute früh Schluss! Yay. 🙂 In der gewonnenen Zeit gehen wir einkaufen, suchen an der Zenti unsere Haltestelle, machen Essen und probieren die Küche in einen benutzbaren Zustand zu verwandeln.

19:00 – Ich schreibe meinen ersten TUschler-Blog-Beitrag und befürchte mich ziemlich dämlich anzustellen, aber auch hier gilt mal wieder: Wird schon schief gehen! Erst mal in die Tasten hauen.

Der Rest des Abends wird voraussichtlich mit Haushalt, Abendessen, Spanisch lernen, aber auch angenehmem Ausspannen gefüllt werden und morgen geht es dann wieder frisch zur Uni!

 

Eintrag von Antonia, Masterstudium Mathematik, 15.07.2015

1 Response

  1. Conny 21. Juli 2015 / 10:45

    Wenn man den ganzen Inhalt weglässt, klingt dein Studium wie das von jedem anderen 😀 Schönes Foto!

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