Beitragsreihe: Präsentier um dein Leben! – Teil 4

Jeder wird für sich selbst mitbekommen, welcher Teil am schwierigsten und vielleicht auch am prägendsten in Bezug auf die Abschlussarbeit, bei mir die Bachelorarbeit, ist. Das kann die Recherche sein. Hier musste ich eben aus wenig Material möglichst viel Intelligentes erzeugen. Es kann auch das Schreiben sein − solange der zeitliche Aufwand nicht unterschätzt wird, geht das aber auch. Definitiv entscheidend war in meinem Fall die Verteidigung. Sie war für mich der größte Unsicherheitsfaktor und doch würde ich im Nachhinein nicht darauf verzichtet haben wollen.
Ich erinnere mich noch an meine Präsentation im Hauptseminar. Genau wie jetzt betrug die Redezeit 30 Minuten, die es auch möglichst exakt einzuhalten galt. Am Ende dauerte es nicht einmal 20 Minuten − das Publikum war sicher dankbar! 😉 Doof ist jetzt, dass es nicht mehr um irgendeine Erzählstunde geht, wo sowieso jeder seine Zwei kriegt, sondern mit dem Abschluss etwas mehr daran hängt. Bei uns ist zwar noch keiner durch die Verteidigung gefallen, aber es gibt ja für alles ein erstes Mal. 🙂

Die Vorbereitungen der Präsentation

Zuerst muss man sich überlegen, was genau erzählt werden soll. 60 Seiten auf 30 Minuten zu reduzieren erfordert sehr viel herauszustreichen. Schnell jedoch hatte ich meine Präsentationsfolien fertig. So um die zwei, besser drei Minuten Redezeit gelten bei einem guten Stil einer Folie, hier also höchstens 15 Folien insgesamt. Ich natürlich kam bei meinem „Betreuer“ mit 32 Folien an. Was in diesem Moment in ihm vorging, kann man nur erahnen oder besser nicht. Gnädigerweise lag der Fokus bei der Beratung auf inhaltlichen Aspekten und hat erneut sehr weitergeholfen. Der Umfang ließ sich sogar auf 26 Folien reduzieren. Allerdings waren auch hier wieder viele Bilder dabei − das heißt wir können es herunterrechnen.
Mir wurde eindringlich geraten, vorher zu proben. In der Vergangenheit ließ sich dieser Ratschlag wunderbar ignorieren, doch wäre das wie gesagt jetzt fehl am Platze. Vorbildlich fange ich einen Abend vor dem großen Tag an, leihe einen Beamer aus, gehe in einen leeren Seminarraum und werfe die Titelfolie an die Wand. Der zuvor erwähnte Mitarbeiter riet mir dazu, die Folienübergänge und insbesondere die ersten drei Sätze des Vortrages auswendig zu lernen − bei diesen hört definitiv noch jeder zu. Ich fange also mit ersten spontanen Ideen dafür an und… naja, besser jetzt als im Ernstfall herumprobiert. 😉 Wenigstens schon einmal eine Vorstellung vom Gesagten zu haben gilt ebenfalls für den Rest der Präsentation. Schließlich war meine Verteidigung erstmals probeweise erfolgreich durchgesprochen − nach vier Stunden. Einmal mehr habe ich knapp die Redezeit nicht eingehalten, jedoch waren ja auch unter anderem zwischenzeitliche Überlegungen und Reflexionen dabei. Trotz ein paar Folien zu viel ist die Einhaltung der halben Stunde im Ernstfall durchaus möglich, allein schon weil dann die obligatorische Kaffeepause nach jeder Folie entfällt. Ein paar Proben später − im Unigebäude wie auch daheim − hat es sich allerdings auf 45 Minuten eingependelt. Das ist ebenfalls nicht sehr gut, weil bei einer derartigen Überschreitung einfach abgebrochen würde, was nicht so schön ankäme. Da der Tag sein Ende fand und ein wenig Schlaf hilfreich sein kann, wurde der Rest auf zwei Stunden vor der Verteidigung vertagt.

Nächste Woche geht´s weiter mit dem 5. Teil der Beitragsreihe.

→ Zum 3. Teil der „Beitragsreihe: Präsentier um dein Leben!“ gelangt ihr hier

 

Eintrag von Michael, Masterstudium Informatik, 12.08.2015

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