Angewandte Informatik – nur was für echte Nerds?

Angewandte Informatik? Was ist das eigentlich?

Sebastian Arndt_bearbeitetAls Student wird man ja immer mal wieder gefragt, was man denn eigentlich studiert. Wenn man dann mit (Angewandter) Informatik antwortet, bleibt eine Reaktion der Gegenseite meist aus. Doch warum eigentlich? Eine sehr gute Frage.

Informatik verbinden offenbar viele Leute mit einem Bild eines Nerds, der den ganzen Tag nichts Anderes als Computer im Kopf und vor sich hat sowie gerne mit Gleichgesinnten Fachchinesisch rückwärts spricht. Doch das ist ziemlich selten der Fall. Natürlich muss man etwas auf dem Kasten haben und sich mit der Materie auskennen, aber komplett antisoziale Wesen sind Informatiker nun bei Weitem nicht.

Die Informatik beschäftigt sich generell eigentlich mit allem, was sich um Rechner dreht. Und das ist in der heutigen Zeit so gut wie alles. In fast jedem Gegenstand der heutigen Zeit steckt irgendwo eine Recheneinheit, die ihre Aufgabe hat. Wenn man nun aber denkt, dass alles in der Informatik ein Einheitsbrei ist, so liegt man weit daneben. Die Informatik bietet ein breites Spektrum an Bereichen, die alle irgendwo einen spannenden Punkt haben. Und diesen Punkt entdeckt man während des Studiums. Ich bin z.B. zur Angewandten Informatik gekommen, da mir der Informatikunterricht in der Schule immer schon total viel Spaß gemacht hat und ich mich bei den Aufgaben (gerade in den letzten beiden Schuljahren) meist gelangweilt habe. Und als das Abi dann durch war, kam natürlich die Frage: Was machst du nun? Also habe ich mich ein wenig kundig gemacht (z.B. beim Tag der offenen Hochschultür u.a.) und mich dann dafür entschieden, den Weg meines Interesses weiter zu verfolgen. So verging der Sommer und Anfang Oktober ging dann ein neues Kapitel im Leben los – Studi sein!

Was erwartet dich während der Semester?

Am Anfang stehen natürlich Grundlagen. D.h. du bekommst eine Programmiersprache vorgestellt (C/C++), lernst einiges über die Arbeit mit Nullen und Einsen, hast nebenbei Mathe und einige andere Fächer und trotzdem immer genug Zeit, um Chemnitz zu erkunden. Doch mit der Zeit wird dieser gemeinsame Teil der Richtungen immer weniger. Die Vertiefungen treten in den Vordergrund, was aber nicht bedeutet, dass man die Anderen gar nicht mehr sieht oder gar den Kontakt verliert. Manche werden zwar feststellen, dass die Informatik nicht das Richtige für sie ist und deshalb gehen, aber für die, die bleiben wird der Kreis immer familiärer. Mit der Zeit kennt man eben immer mehr Leute der Fakultät und trotz der verschiedenen eingeschlagenen Wege trifft man sich immer wieder – sei es in einer Lehrveranstaltung oder in der Mensa beim Mittagessen. 😀

Und was kann ich letztendlich damit anfangen?

Nun, diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn es gibt sehr viele Möglichkeiten, die du als Informatiker wahrnehmen kannst. Je nachdem, was dir am meisten Spaß macht, kannst du dich als Webentwickler, Datenbänker, Softwareentwickler für eingebettete Systeme, Supercomputer-Experte, Medieninformatiker oder viele weitere Richtungen entscheiden. Oder du bleibst einfach weiterhin der Uni treu und forschst in einem bestimmten Gebiet. Die Informatik ist ein riesiges Feld, das es zu erkunden gibt. Also warum nicht damit anfangen?

Bei Fragen zum Studiengang oder zum Studium allgemein, schreib mich doch einfach an. Einen erholsamen Restsommer wünscht dir Basti.

 

Eintrag von Sebastian, Bachelorstudium Angewandte Informatik, 04.09.2015

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