„Es war eine logische Entscheidung“ – Masterstudiengang Pädagogik in Chemnitz

Robinson Dörfel_Blog2So wie Mr. Spock´s Urteile oftmals auf der Folgerichtigkeit des Denkens fußen (hier im erstmals 1982 ausgestrahlten Film „Star Trek II: Der Zorn des Khan“), war es auch für mich eine schlüssige Wahl, mein Studium nach dem B.A.-Abschluss in Chemnitz fortzusetzen. Dies hatte im Wesentlichen zwei Gründe. Zum einen entsprang die Wahl meiner ganz persönlichen Affinität zu Chemnitz, mit all seinen liebenswerten als auch unbehaglichen Eigenheiten. Zum anderen und hier kommen wir zum logischen Teil der Entscheidung, weil der hier angebotene Masterstudiengang sowohl inhaltlich als auch in der methodischen Ausrichtung sehr gut an den Bachelorstudiengang Pädagogik anschließt. Übrigens, zum Thema Bachelor Pädagogik an der TU Chemnitz findet ihr einen interessanten Beitrag von meinem TUschler-Kollegen Christoph.

Doch keine Sorge, auch für B.A.-Absolventen jenseits Chemnitzer Stadtgrenzen, bietet der Masterstudiengang mit Schwerpunkt Lernkulturen allerlei Wissenswertes. Was aber nun beinhaltet dieser, zugegebenermaßen auf den ersten Blick etwas gewaltig wirkende Begriff der Lernkulturen? Lernen und Kultur sind nicht nur in unserer modernen, sich ständig wandelnden Gesellschaft wichtige Themenbereiche, sondern eben auch im hier angeregten Schwerpunkt zwei zentrale Begriffe. Gerade in den Grundlagen- und Aufbaumodulen der ersten beiden Semester beschäftigt ihr euch mit den grundsätzlichen theoretischen Konzepten hinter dem Begriff sowie mit unterschiedlichen Perspektiven im Kontext von Lernkulturen. Gerade zu Beginn heißt das, sich mit den unterschiedlichen Einflussfaktoren und Aspekten von Lernkultur auseinanderzusetzen. Diese reichen, um nur einige zu nennen, von Schule über Familie bis hin zu Medien, Freizeit und Subkulturen. Weitere wichtige Punkte in diesem Zusammenhang sind theoretische Grundlagen im Bereich Bildung, Wissen, Lernen sowie in der vergleichenden Kulturanalyse. Neben dieser theoretischen Auseinandersetzung habt ihr aber auch die Gelegenheit zur tatsächlichen Erforschung von Lehr-/Lernkulturen. Möglich sind hier Projekte im schulischen Kontext (z. B. Grundschule), aber auch in anderen Bereichen (z. B. Ehrenamt, soziale Arbeit). Über die bereits erwähnten Schwerpunktbereiche der Allgemeinen Erziehungswissenschaft und der Erwachsenenbildung/Weiterbildung hinaus, liefert die Professur für Interkulturelle Pädagogik einen weiteren spannenden Fachbereich. Der Fokus liegt dabei unter anderem auf aktuellen Themen wie Migration, Partizipation und Geschlechterverhältnissen sowie deren Dimensionen in gesellschaftlichen Strukturen. Allen diesen Bereichen gemein ist eine Anwendungsorientierung, was sich auch in einer vielfältigen Methodenausbildung widerspiegelt. Insbesondere für all diejenigen, die an Forschung in Echtzeit interessiert sind, bieten sich daher im Umfeld der Universität zahlreiche Möglichkeiten.

Aufbauend auf diesen Grundlagen folgt dann im Rahmen der Vertiefungsmodule eine erweiterte Auseinandersetzung und Erforschung von Lernkulturen anhand empirischer Daten. Dabei geht es um die praktische Anwendung von bereits erlernten Techniken und Methoden zur Analyse und Konstruktion spezifischer Lernkulturen. Die Einheiten werden dabei in Form von Forschungswerkstätten durchgeführt, die zu einer diskursiven Arbeitsweise einladen und es können bereits erworbene Erfahrungen im Bereich von Bildungsforschung ausgetauscht und erweitert werden. Neben dem, ebenfalls in diesem Zeitraum angesiedelten, 6-wöchigen Praktikum, können in diesem Zusammenhang auch bereits erste Ansätze und Ideen generiert werden, welche bei der abschließenden Masterarbeit einen leichteren Zugang zu einem Thema ermöglichen.

Für weiterführende Informationen zur Studien- und Prüfungsordung, zum Studienaufbau, oder zu zukünftigen beruflichen Möglichkeiten bzw. Handlungsfeldern könnt ihr diesem Link  folgen. Dort findet ihr auch entsprechende Ansprechpartner für individuelle Beratung. Für die Frage zwischendurch und Erfahrungsberichte aus erster Hand könnt ihr mich natürlich wie immer über den Campus TUschler-Blog anschreiben.

In diesem abschließenden Abschnitt wollte ich nun ursprünglich etwas über Möglichkeiten am Arbeitsmarkt und Berufsaussichten schreiben. Allerdings habe ich mich nun dafür entschlossen, dies nicht zu tun. Und das aus einem einfachen Grund, es gibt einfach zu viele Varianten und kein logisches System, um diese zu ordnen. Egal also, ob Soziales, Forschung, Weiterbildung oder Philosophie, geht raus und testet euch. Ihr werdet es erfahren und das Passende finden…

Ok, Spaß beiseite, natürlich habe ich ein paar Vorschläge für euch. Eine Option ist die Fortführung der akademischen Laufbahn, d.h. universitäre Forschung und Lehre im Bereich der Erziehungswissenschaften, ggf. auch mit Promotion. Darüber hinaus habt ihr auch die Möglichkeit in privaten Bildungseinrichtungen bzw. Unternehmen tätig zu werden, beispielsweise als Bildungsreferent oder im Bereich Personalentwicklung/Weiterbildung. Weitere Handlungsfelder sind beratende Tätigkeiten auf kommunaler bzw. administrativer Ebene. Dazu zählen Dinge wie Familienberatung aber auch Stellen im behördlichen Kontext (z. B. Sozialamt). Auch die Arbeit im Bereich der internationalen Bildungs- und Schulforschung sowie der Bildungspolitik kann eine Chance für euch sein. Dieser kleine Ausschnitt zeigt schon, dass ihr mit einem erfolgreichen Masterabschluss im Schwerpunkt Lernkulturen gut aufgestellt seid und euch eine Vielzahl an Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt offen stehen.

In diesem Sinne, auf ein baldiges Wiedersehen im Masterstudiengang Pädagogik hier an der TU Chemnitz … und wenn nicht, „Leben Sie lange und in Frieden“ (Zitat von Mr. Spock, „Star Trek II: Der Zorn des Khan“).

 

Eintrag von Robinson, Masterstudium Pädagogik mit Schwerpunkt Lernkulturen, 21.09.2015

1 Response

  1. Maria 21. September 2015 / 9:18

    Ich wünsche mir einen „Like-Button“ für deinen Beitrag. Vielen Dank für den tollen Einblick in das Pädagogik-Studium.

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