Einmal rund herum und das in 16 Tagen

Das ist das Motto der Lauf-KulTour und somit der Slogan, der mich über zwei Wochen motiviert hat.

In diesem Jahr löste ich mein Versprechen an meinen ehemaligen Chef sowie Organisator der Lauf-KulTour Eric ein und nahm am (nach eigenen Angaben) größten Staffellauf der Welt teil. In 16 Tagen machte es sich unser Team aus 12 Läufern, 6 Radbegleitern und einem Kameramann zur Aufgabe Deutschland zu umrunden.

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Das Team 2015 zum Start am 21.08.

Für mich als Läufer bedeutete dies, dass ich täglich in zwei Schichten zu je einer Stunde ein Bein vor das andere setzen musste/sollte/durfte. Möglichst mit einer Frequenz, die eine Endgeschwindigkeit von ca. 10,5 km/h zulässt.

Jedes Läuferteam bestand aus jeweils 4 Personen und bewegte sich mit den Läufern, die nicht auf Strecke waren, in einem Wohnmobil von einer Geokoordinate zur nächsten fort.

Für die Radbegleiter gab es einmal täglich eine knackige Schicht von 4 Stunden und deckte somit meist genau ein Läuferteam ab.

Unser Kameramann beglückte die verschiedenen Teams in unterschiedlichen Abständen mit seiner persönlichen Anwesenheit und mit allerlei medientechnischem Equipment. Seine Aufgabe: Möglichst viel authentisches Material sammeln, um im Nachhinein ein Video und einen Bildband zu kreieren, welche vielleicht sogar einen Award bei einem renommierten Wettbewerb abräumen könnten.

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Kinoreifer Sonnenuntergang am Ostseestrand in Usedom

Neben den sportlichen Gesichtspunkten spielte aber auch der wohltätige Charakter bei diesem Lauf eine entscheidende Rolle. In diesem Jahr liefen wir für die Stiftung Benni & Co. − einem Verbund, der sich um die Behandlung der Duchene-Muskelkrankheit bemüht. Durch unseren Einsatz als öffentlichkeitswirksame Sportler wollen wir nicht nur auf diese Erkrankung aufmerksam machen, sondern auch Spenden für die Stiftung eintreiben. Dies gelang uns in diesem Jahr durch zahlreiche engagierte Läufer, Mitläufer und Interessenten entlang der Strecke sehr gut.

Die Lauf-KulTour war für mich eine besondere Herausforderung, da ich mich eigentlich nicht als Läufer einschätze. Ich wollte es mir dennoch beweisen, dass ich als Kraftsportler und Wasserballer eine solch enorme Ausdauerleistung erbringen kann.

Es stellte sich allerdings heraus, dass die Belastung während der Tour nicht nur von dem täglichen Halbmarathon ausgeht. Vielmehr strapazieren Schlafentzug und soziale Dysbalance die Nerven und letztlich die sportliche Leistungsfähigkeit. Glücklicherweise gab es in diesem Jahr kaum Ausfälle oder größere Wehwehchen, weshalb wir die Tour über 6 Stunden vor dem Zeitplan beenden konnten.

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Läufer in Rot und Radbegleiterin in Gelb vor dem Panorama am Walchensee

In diesen 16 Tagen bzw. bei meinen ca. 340 km Laufstrecke habe ich Unmengen von tollen Erinnerungen für die Ewigkeit eingefangen. Ich habe zahlreiche bekannte Orte und Landschaften rund um Deutschland bereisen und genießen dürfen. Auch schloss ich innerhalb unseres großen Teams viele Freundschaften, welche auch lange nach der KulTour währen werden.

Ob ich noch einmal teilnehmen würde? Vielleicht als Radbegleiter, um auch einmal die andere Seite des Teams am eigenen Leib zu erfahren. 🙂

Wer Interesse an diesem Event bekommen hat oder die ausführlichen Tagesberichte lesen möchte, dem würde ich den Besuch unserer Webseite wärmstens ans Herz legen: www.lauf-kultour.de

Viel Spaß beim Stöbern und bei künftig eigenen Jogging-Trips. =]

 

Eintrag von Christian, Masterstudium Regenerative Energietechnik, 30.09.2015

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