Alle Jahre wieder – der Chemnitzer Weihnachtsmarkt

Ich sitze gerade in meinem Zimmer und denke mir: Ich schreibe jetzt wirklich einen Artikel über den Weihnachtsmarkt? Bei strahlendem Sonnenschein? Als ich eben draußen war, kam es mir eher wie Frühling vor. Der Wetterbericht gibt mir mit knapp 14°C Recht. Aber gut, vielleicht kommt sie ja doch noch, die weiße Weihnacht. Ein bisschen Schnee gehört für mich schon zur Weihnachtszeit und auch der Weihnachtsmarkt macht mehr Spaß, wenn es nicht ganz so warm ist. Als ich letzte Woche mit zwei guten Feundinnen zum ersten Mal dieses Jahr dort war, war es auch nicht wirklich kalt, aber Spaß gemacht hat es trotzdem:

Natürlich gehört zum Weihnachtsmarktbesuch eine Tasse Glühwein – oder zwei. Ich hab mir dieses Mal auf dem mittelalterlichen Teil des Marktes einen mit Apfel-Zimt-Geschmack gegönnt, den ich nur empfehlen kann. Überhaupt mag ich den Mittelaltermarkt sehr gerne. Überall Gaukler und verkleidete Menschen, und selbst den Glühwein gibt es aus Tassen, die wie Tonkrüge aussehen. Manchmal finden dort auch Shows statt. Ich erinnere mich an Feuerschlucker, die letztes Jahr aufgetreten sind.

Nach dem ersten Glühwein brauchten wir dann erst einmal eine Stärkung. Langos und Bratwurst finde ich ja mittlerweile schon echt ausgelutscht, also hab ich mich nach etwas Anderem umgesehen − und die Hütte mit den griechischen Leckereien gefunden. Meine Freundin hatte sie mir empfohlen, also habe ich diesmal Hähnchenfleisch im Pita Brot probiert − mit ordentlich Zaziki versteht sich (eben griechisch!). Danach habe ich zwar vermutlich meilenweit nach Knoblauch geduftet, aber das war’s wert. Zur Nachspeise gab´s Nutella-Waffeln für alle. Hhhhmmmm. (Am nächsten Tag war ich erstmal beim Sport.)

Ein letzter Tipp noch von mir aus dem Bereich heiße Getränke: Probiert unbedingt mal Glühbier. Glühbier? Ja, richtig gehört. Aber stellt euch jetzt nicht einfach normales Bier vor, das heiß gemacht wird. Es schmeckt etwas würziger und winterlicher. Ich trinke immer das belgische Glühbier, das mit Kirschsaft gemacht wird sowie sehr süß und nur wenig nach Bier schmeckt. Für die, die es etwas herber mögen, gibt es aber auch das Freiberger Glühbier. Das habe ich zwar noch nicht probiert, aber so wurde es mir von einem Freund, der gern herbes Bier trinkt, erklärt.

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Belgisches Glühbier: Sieht lecker aus, oder?

 

Nach diesem Genuss haben wir uns dann gut gelaunt weiter durch den Weihnachtsmarkt gedrängelt. Ich war nämlich noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für meinen Opa, und neben den ganzen Fressbuden gibt es ja auch einige Buden mit Selbstgemachtem, Dekoration und Ähnlichem. Natürlich bin ich fündig geworden. Mein Opa darf sich über eine Honig-Handcreme und Seife einer einheimischen Imkerei freuen.

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Von Holzkunst über Kerzen: Es ist Einiges geboten

 

Ich würde sagen, der Chemnitzer Weihnachtsmarkt bietet für Jedermann etwas. Von Musik über Feuerschlucker über erzgebirgische Holzkunst. Ich gehe sehr gerne hin und werde wohl auch nächstes Jahr wieder dabei sein − eben alle Jahre wieder.

 

Eintrag von Viktoria, Bachelorstudium Medienkommunikation, 10.12.2015

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