Stresspraktikum OCF

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Stoffherstellung im Labor

Alle Jahre wieder im 5. Fachsemester des Bachelorstudiengangs Chemie findet das organisch-chemische Fortgeschrittenenpraktikum (OCF) statt. Bereits im vorherigen Semester erlernte man Grundlagen und Fertigkeiten zur Synthese von Stoffen im Rahmen des organisch-chemischen Grundpraktikums.

Dieses Jahr galt es auch für mich, diese Hürde auf meinem Weg zum Bachelorabschluss zu bewältigen. Über einen Zeitraum von sieben Wochen musste ich an zwei Tagen in der Woche im Labor 8 Stoffe herstellen und eine Analyse durchführen. Generell ist der Arbeitsauftrag auch im gegebenen Zeitraum durchaus zu schaffen, doch leider verlief bei meinen Synthesen nicht alles glatt.

Bereits mein erster Versuch zur Darstellung eines Stoffes ging vollkommen in die Hose. Ich brauchte noch 3 weitere Anläufe, um den gewünschten Stoff endlich zu synthetisieren. Da solche Synthesen oftmals viel Zeit in Anspruch nehmen, konnte ich erst nach der Hälfte der zur Verfügung stehenden Zeit mit anderen Synthesen fortfahren. Dadurch wurde es schwierig für mich, alle meine Arbeitsaufträge zu schaffen.

Obwohl ich an fast jedem Labortag von morgens bis abends arbeitete, kam ich nicht voran. Zu viel Zeit wurde allein damit zugebracht, Lösungsmittel zu suchen oder Glasgeräte zu bekommen. Denn es waren circa 25 Studierende im Labor, die oftmals die gleichen Utensilien benötigten wie ich. Egal wie gut ich mich organisierte, es war oft nicht möglich zügig zu arbeiten.

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Am Ende eines jeden Tages war ich einerseits froh nach Hause zu kommen und die Füße hoch zu legen, andererseits hätte ich gern noch weiter im Labor gearbeitet, um mein Soll zu erfüllen.

RG-1In den letzten 2 Wochen des Praktikums verliefen meine Synthesen zum Glück besser. Es gelang mir, mehrere Apparaturen gleichzeitig zu verwenden und ich konnte so parallel an mehreren Versuchen arbeiten. Außerdem hat meine Kommilitonin mir so gut es ging unter die Arme gegriffen.

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Auch nach dem letzten Arbeitstag hörte der Stress noch nicht auf. Denn dann mussten noch Protokolle zu den durchgeführten Versuchen geschrieben werden, welche mit benotet wurden. Das Protokoll sollte spätestens 7 Tage nach Abgabe des zugehörigen Präparates beim Betreuer abgegeben werden. Da ich alle meine Substanzen erst am letzten Tag zur Abgabe bringen konnte, musste ich 4 Protokolle am gleichen Tag einreichen. Das Schreiben gestaltete sich etwas zäh. Ich schaffte es aber, alles rechtzeitig zu bewältigen.

Letztlich bleibt mir nur zu sagen, dass es mir trotz des Stresses Spaß gemacht hat, am Praktikum OCF teilzunehmen. Vor allem durch meine Freunde konnte ich mich immer wieder motivieren weiter zu machen, auch als ich glaubte, nicht alles rechtzeitig zu schaffen. Alle Kommilitonen untereinander bilden einen festen Zusammenhalt, man berät sich gegenseitig und hilft, wo man kann. Dies zeigte mir wieder einmal, dass das Institut für Chemie an der TU Chemnitz eine kleine Familie darstellt, wo niemand einen anderen hängen lässt.

 

Eintrag von Melissa, Bachelorstudium Chemie, 28.12.2015

1 Response

  1. Paulina Zakrzewska 30. Dezember 2015 / 1:40

    Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Praktikum! Unter uns – von Chemikerin zu Chemikerin in spe – ist das nicht ein schönes Gefühl, wenn nach dem „Kochen“ auch alle Protokolle ENDLICH FERTIG sind? 😉

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