Vielmehr als nur leckere Brötchen – hinter den Kulissen eines FSRs (4)

Erinnert ihr euch noch an die Bilder in den Köpfen, wie ich sie in Teil 1 beschrieb? Was für ein Bild habt ihr von den Mitgliedern und den Sitzungen eures FSRs? – Wir sind ja eine TECHNISCHE UNI, also bin ich sicher, dass einigen von euch sehr coole Wege einfallen würden, das herauszufinden. …Vielleicht den FSR-Raum verwanzen? 😉 Alternativ erfahrt ihr im Folgenden, wie FSRlerInnen sein können und wie ihr dabei sein sowie noch viel mehr erfahren könnt.

Verrückte Nerds, penible Paragraphenreiter, Streithähne? 😉

Als ich bei „meinem“ FSR, dem FSR HSW (Human- und Sozialwissenschaften), im November 2015 zur Schnuppersitzung war, traf ich auf eine 9-köpfige, geschlechtergemischte Runde sehr lieber und humorvoller Menschen. Für ihre Gäste hatten sie leckere Brötchen und Getränke vorbereitet und arbeiteten sich Punkt für Punkt mit viel Engagement durch ihre Tagesordnungspunkte. Es war eine sehr gute Mischung aus konzentrierter Arbeit und Gemütlichkeit.

Im FSR HSW geht es sehr angenehm zu. Die Diskussion kann kontrovers sein, aber sie wird nicht in unangemessener Weise persönlich oder gar verletzend. Im Gegenteil, das scheint mir zudem mehr als „nur“ eine Arbeitsgruppe zu sein. Die Freundschaften, die dort entstehen, scheinen sehr eng zu sein. In diesem Jahr fahren sie sogar gemeinsam für ein Wochenende ins Grüne.

Sind da manche so ‚Nase in den Wind, und immer schön Abstand halten zum gewöhnlichen, unwissenden Nicht-Gremien-Studi‘?

Wie ich die FSRlerInnen bisher kenne, würden sie auf diese Frage mit einem kleinen, milden Lächeln antworten, dass sie doch selbst mal blutige AnfängerInnen in Gremien waren und selbstverständlich ihre Gesprächspartner nicht nach Gremien-Wissen selektieren oder beurteilen.

Allerdings höre ich schon den Widerspruch mancher FSRlerInnen. Denn einige würden da vielleicht anders reagieren. Sie würden ein sehr ernstes Gesicht machen und in etwa sagen: „Ja, genau, wer nicht mindestens seine Studienordnung im Schlaf rückwärts aufsagen kann, den würdige ich nicht eines Blickes!“ Und dann käme sicher kein kleines Lächeln, sondern ein lautes Lachen hinterher und die vielsagende Frage: „Spaß beiseite – Was meinst du, wie wenig ich wusste, als ich hier mal anfing?! …Nein, das willst du nicht wissen. 😀 “

Gegenüber jedem Dialog mit völlig Ahnungslosen sind sie sehr aufgeschlossen. (Was meint ihr, wie es kommt, dass ich das hier alles weiß? 😉 )

Sie schotten sich also nicht ab?

Nein, keineswegs. Sie sind ja auch sehr stark nach außen vernetzt mit vielen anderen Gremien, beraten andere Studis, treffen auf viele in der O-Phase (Orientierungsphase am Anfang des Studiums) – und in ihrem eigenen Studi-Alltag. Denn sie sind selbst ja auch „normale“ Studis, die sich aber eben für Studis einsetzen. Die Mitglieder verschiedener FSRe, die ich erlebt habe, scheinen mir allgemein eher viel über den Tellerrand zu gucken, wirken neugierig und offen. Und sie freuen sich über jedes neue Gesicht, über Interessierte und neue Mitglieder.

Und zu Letzterem bald mehr…

Ricarda

(Gastbeitrag von Ricarda Wandelt, Bachelorstudentin Psychologie, 24.02.2016)

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