Vielmehr als nur leckere Brötchen – hinter den Kulissen eines FSRs (6)

Wie ihr erfahren habt, kann die „Gremienwelt“ uns sehr nützen und sie ist dadurch auf ihre Art sehr reizvoll. Leider kommt das oft nicht richtig an. Die Arbeit unserer FSRe, anderer Gremien und auch der Fachgruppen kann leicht relativ unbemerkt bleiben. Sie hat jedoch großen Einfluss auf unser Studium; selbst, wenn wir ihr Wirken im Alltag nicht unbedingt auf dem Schirm haben.

Einen wichtigen Unterschied verstehen

Dieser Einfluss – auch der FSRe – steht im Zusammenhang mit einem wichtigen Unterschied, der manchen sehr klar und anderen völlig unbewusst zu sein scheint: Vor dem Studium sind die meisten von uns den größten Teil ihres Lebens unter 18 gewesen. Wir hatten relativ wenig Mitspracherecht, wurden nicht immer so ernst genommen wie Erwachsene und (zumindest manche) durften nicht immer ungestraft hinterfragen oder kritisch sein. Es gab auch weniger Möglichkeiten, uns für eine gute Sache zu engagieren.

Als Studierende sieht das für uns ganz anders aus: Wir haben über Gremien, in denen wie im FSR Studis sitzen, die unschätzbare Möglichkeit, Dinge positiv zu verändern. Wir können uns für unsere Interessen und Rechte wirksam einsetzen. Das geschieht nicht durch einen „Kampf“ oder gar „Krieg“ mit der anderen Seite, denn konstruktive Gremienarbeit entsteht durch lösungsorientiertes und offenes Miteinander zwischen Studis und MitarbeiterInnen. Würden wir aber unsere Macht und Freiheit an dieser Stelle ignorieren, ihr Potenzial für positive Veränderungen verschenken, dann wäre das unselbständig, viel zu fügsam und geringschätzig.

Nachdem die Illusionen vom Tisch sind

Im FSR mitzuwirken bringt Arbeit mit sich, kann aber auch große Motivation erzeugen. Man gewinnt neue und spannende Einblicke, sammelt über die verschiedenen Tätigkeiten und Themen viele neue Erfahrungen. Vor allem aber bewirkt man etwas, kann Einfluss nehmen und mitgestalten. Es hilft sicher, viele wertvolle Soft Skills weiterzuentwickeln und es macht sich sehr gut im Lebenslauf.

Studientechnisch kann man sich als gewähltes Mitglied für zwei Semester im FSR – ebenso wie in anderen Gremien der Uni, des Studentenwerks oder der studentischen Selbstverwaltung – eines davon als sogenanntes Gremiensemester anrechnen lassen. D. h., dass nach den zwei Semestern als gewähltes Mitglied lediglich eines davon als Fachsemester gezählt wird. Innerhalb eines Studiengangs lässt sich das bei mehrjähriger Mitwirkung bis zu dreimal wiederholen.

Darüber hinaus können hier wertvolle Freundschaften entstehen und die wöchentlichen Treffen können neben konzentrierter Arbeit auch eine Menge Spaß machen.

„Hallo FSRlinge, darf ich einfach mal gucken kommen?“

Ich kann jedem nur empfehlen, einmal eine Sitzung beim eigenen FSR zu besuchen, zumindest, um mal die Leute kennenzulernen, die da so viel für das eigene Studium tun. Da das ein öffentliches Gremium ist, ist jede/r – mit oder ohne Anliegen – in den Sitzungen sehr herzlich willkommen! Über eine kleine Anmeldung per Mail vorher freuen sie sich.

Auch, falls ihr nur punktuell mitwirken möchtet, wenn ihr unentschlossen oder einfach nur neugierig seid, ist es sehr spannend da reinzuschauen und kann definitiv Lust auf mehr machen!

Probiert es mal aus, lernt die Leute kennen und genießt einen spannenden Einblick!

Herzliche Grüße,

Ricarda

(Gastbeitrag von Ricarda Wandelt, Bachelorstudentin Psychologie, 10.03.2016)

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