Hochspannend: Der Masterstudiengang Regenerative Energietechnik

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Schaukasten Energie- und Hochspannungstechnik im Weinhold-Bau der TU Chemnitz

Wenngleich Hochspannungstechnik nur einen Teil des Studiums ausmacht, ist hier der Name Programm. Viele interessante Themen, welche sich mit der nachhaltigen und umweltgerechten Energieversorgung beschäftigen, warten in diesem Studiengang auf euch. Den Studiengang Regenerative Energietechnik kann man an der Technischen Universität in Chemnitz sowohl als Bachelor als auch als Master absolvieren. Ich selbst habe mich im Bachelor für den allgemein gehaltenen Studiengang Elektrotechnik entschieden. Prinzipiell gibt es aber zwischen den Bachelorstudiengängen Elektrotechnik und Regenerative Energietechnik wenig Unterschiede, da in den ersten Semestern erst einmal die ingenieurtechnischen Grundlagen in den Fächern Mathematik, Physik, Informatik und Elektrotechnik gelegt werden. Spezielle Inhalte folgen erst in den höheren Semestern.

Der Masterstudiengang „Regenerative Energietechnik“ war für mich der attraktivste unter den zahlreichen Möglichkeiten, welche die Technische Universität in Chemnitz im Bereich Elektrotechnik bietet. Dies lag u. a. daran, dass ich mich an der Professur „Energie- und Hochspannungstechnik“ wohl fühle und die Mitarbeiter sehr freundlich sind. Mittlerweile kenne ich einen Großteil der Mitarbeiter sogar persönlich. Der wohl wichtigste Punkt ist natürlich die fachliche Ausrichtung. Bereits am Ende des Bachelorstudiums wurde mein Interesse hinsichtlich folgender Schwerpunkte geweckt:

– Erneuerbare Energiequellen

– Energiemanagement und Energieübertragung

– Sicherheits- und Schutztechnik

Genau diese Punkte deckt der Studiengang Regenerative Energietechnik ab, deshalb habe ich mich auch für diesen entschieden.

Zuletzt möchte ich noch auf einen weiteren netten Aspekt des Studiengangs eingehen: Die zahlreichen Wahlmöglichkeiten, was die Module betrifft. Im gesamten Masterstudiengang gibt es lediglich vier Pflichtfächer, welche es zu belegen gilt. Diese Fächer entsprechen einem Wert von 24 Leistungspunkten. Im Laufe des Masterstudiums müssen 120 Leistungspunkte gesammelt werden, wobei man 30 für die Masterarbeit bekommt. Hinsichtlich der restlichen 66 Punkte kann man dann frei entscheiden, welche Module man besucht. In diesem Zusammenhang besteht außerdem die Möglichkeit, für 30 Punkte ein 20-wöchiges Praktikum im Inland oder Ausland zu absolvieren, anstatt Prüfungen zu schreiben. Diese Option möchte ich selbst auch nutzen, um so weitere Arbeitserfahrung zu sammeln. Bisher konnte ich über dieses Praktikum nur positives Feedback aufnehmen. Wie man nun die verbleibenden Leistungspunkte sammelt, ist jedem selbst überlassen. Man kann zwischen Fächern im Bereich Energietechnik, Modellierung/Regelung/Steuerung, Sensorik/Informationstechnik/Zuverlässigkeit oder sogar nichttechnischen Ergänzungsmodulen wählen. Natürlich gibt es diesbezüglich ein paar Bestimmungen, auf welche man achten sollte. Welche das sind, lest ihr am besten in der entsprechenden Studienordnung nach:

https://www.tu-chemnitz.de/studentenservice/sopo/88/AC1.php

Diese Ordnungen sind gerade für Studienanfänger sehr schwer zu durchblicken. Falls ihr Fragen habt, wendet euch bitte an mich oder fragt im Fachschaftsrat ETIT oder bei dem zuständigen Fachstudienberater nach.

Wenn es letztendlich darum geht, später in den Arbeitsalltag einzusteigen, dann bieten sich für einen Absolventen der Renenerativen Energietechnik verschiedene Möglichkeiten. Nachfolgend möchte ich eine Auswahl an Bereichen aufzählen, welche für den reinen Energietechniker interessant sein könnten:

– Energieversorgungsunternehmen, z. B. eins, RWE, enviaM, ENSO oder Stadtwerke

– Hochspannungstechnik bzw. Prüftechnik, z. B. Highvolt, ABB oder TÜV

– zahlreiche Automobilhersteller hinsichtlich Elektromobilität

– zahlreiche Ingenieurbüros

Natürlich ergeben sich auch noch andere Möglichkeiten, wenn man sich in den Bereichen Modellierung/Regelung/Steuerung oder Sensorik/Informationstechnik/Zuverlässigkeit vertieft.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg bei der Studiengangwahl und vielleicht kann ich bald den einen oder anderen von euch in Chemnitz an der Uni begrüßen. 🙂

 

Eintrag von Philipp, Masterstudium Regenerative Energietechnik, 29.07.2016

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