Lauf-KulTour – 3 Botschafter auf großer Deutschlandtour

Nun schon vor mehr als einem Monat machten sich 12 Läufer mit ihren 8 Radbegleitern auf den Weg, um Deutschland zu umrunden. Dabei wurden 4000 km in 16 Tagen zurückgelegt. Jeder Läufer musste jeden Tag einen Halbmarathon (20 km) absolvieren, egal bei welchem Wetter.

Unter den Teilnehmern waren auch die Uni-Botschafter Sebastian und Philipp als Radbegleiter sowie ich als Läufer unterwegs. Die 20 Personen waren auf 5 Wohnmobile aufgeteilt, 3 Läufermobile und 2 Radmobile. Da wir in den 16 Tagen nonstop 24 Stunden gelaufen sind und immer nur ein Radbegleiter und ein Läufer auf der Strecke waren, gibt es verschiedene Schichten. Ich war im Team 3 mit drei anderen Leuten und unsere Schicht lief immer von 10-14 Uhr und 22-02 Uhr. In den Pausen konnten wir leider nicht die Ruhe genießen, da wir noch andere Aufgaben zu erledigen hatten. Dazu gehörten unteren anderem Essen kochen, Wohnmobil betanken, Einkaufen, Sponsoren treffen usw. Natürlich sind wir nach unserer Schicht zu den nächsten Wechselpunkten vorausgefahren, wo der Start der neuen Schicht beginnt.

Am Tag unseres Startes, des 15.09.2016, mussten noch einige Dinge erledigt werden, so stand unter anderen das Bekleben und Beladen der Wohnmobile an erster Stelle.

Der Start erfolgte pünktlich in Chemnitz am Roten Turm mit vielen Menschen, die uns persönlich verabschiedeten. Dann 17 Uhr fiel der Startschuss und der erste Läufer aus Team 1 begann seine Tour Richtung Grüna. Unsere erste Schicht startete erst 22 Uhr in der Nähe von Zwickau und unser erster Läufer konnte die ersten Kilometer auf wunderschönem Waldboden genießen. Gegen 1 Uhr hieß es auch für mich, ich kann das erste Mal auf die Strecke gehen. Der Lauf lief super, bis auf ein paar anstrengende Berge sah ich nach 12 km einige beleuchtete Wohnmobile stehen. Der große 2 Uhr-Wechsel stand an und es waren fast alle Wohnmobile vorhanden, da nicht nur der Läufer, sondern auch der Radbegleiter ausgetauscht wird. Nach einem kurzen Gespräch mit den anderen Teams ging es für uns auch schon weiter zu unserem ersten Nachtlager in der Nähe von Bad Berneck, wo wir an einem Sportplatz ein gemütliches Plätzchen zum Schlafen gefunden haben.

Nach nicht mal 5 bis 6 Stunden Schlaf klingelte mit einem herzlichen „Good morning“ der Wecker und wir quälten uns langsam aus dem Bett. Schnell Team 2 angerufen und uns die Wechselkoordinaten für unseren Start durchgeben lassen und siehe da unser Nachtlager war keine 3 km von unserem Startpunkt entfernt. 🙂

Da wir an diesem Tag unseren ersten Sponsorentermin in Nürnberg hatten und wir uns auf ein reichhaltiges Mittagessen einstellen konnten, freuten wir uns alle sehr darauf. 🙂 Frisch gestärkt konnte ich meinen nächsten Lauf antreten, jedoch war es nicht so gut mit vollem Magen zu laufen, sodass ich während des gesamten Laufes mit Seitenstechen zu kämpfen hatte. Da war ich froh den lang ersehnten Wechselpunkt in der Ferne zu erblicken.

So sah nun unser Zeitplan für die nächsten 15 Tage aus. Natürlich hatten wir auch einige Highlights, zum Beispiel fing es am zweiten Tag mit regnen an und hörte ganze zwei Tage nicht auf. Wir hatten von leichtem Niesel- bis Starkregen alles dabei. Somit war das Schwierigste seine Klamotten für den nächsten Einsatz trocken zu bekommen. Dies war natürlich nicht immer der Fall und so mussten wir uns in die nassen Klamotten zwingen und weiter ging es mit dem Lauf im Regen. :O

Außerdem war der Lauf natürlich nicht von Verletzungen verschont geblieben und so passierte es nach kurzer Zeit, dass die Verletzungen wie eine Grippe im Team 2 ausbrachen. Da es schon zwei Ausfälle gab und bei manch anderen auch nicht so gut aussah, mussten die anderen Teams die Laufzeiten ausgleichen. Darum wurde unser Schichtbeginn 40 Minuten nach vorne verlegt. Dies änderte sich während der Tour, sodass nur noch ein paar Minuten übernommen werden mussten und länger geschlafen werden konnte.

Da uns einige Läufer auf der Tour begleitet hatten, hatten wir immer eine gute Abwechslung und natürlich interessante Gespräche über Geschichten von der Stadt in der wir uns gerade befanden. Besonderes Highlight war für mich ein Mitläufer von unserem Sponsor Sebamed am Rheingebiet, welcher sich als Sebamedflasche verkleidet, uns begleitet hat.

Nicht nur der Schlaf, der uns während der Tour fehlte, auch das Duschen war zwecks Platzmangels nicht möglich und so hatte unser Team mehrere Duschmöglichkeiten auf der Tour organisiert. Daher war es nach 3 Tagen Abstinenz eine Wohltat eine warme Dusche zu bekommen. Danke nochmal an die vielen Freunde, Kollegen und Verwandten für die Möglichkeit.

Weitere und ausführliche Informationen findet ihr in unserem Tagebuch auf der Lauf-KulTour Seite. Dort sind auch die Eintragungen Tag für Tag mit Bildern hinterlegt. Zusätzlich seht ihr dort ein Livetracking von den 16 Tagen. 🙂

 

Eintrag von Florian, Masterstudium Maschinenbau, 04.11.2016

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.