Zwischen Stundenplanung und Spielplatzbesuchen

Studieren mit Kind ist gut machbar, mit ein wenig Organisationsgeschick

kind1Gespannt sitzt man vorm PC und versucht alle Möglichkeiten der Stundenplanung für das beginnende Semester durchzuspielen. Die Entwürfe sind gekennzeichnet vom Versuch der Balance zwischen den Ansprüchen an das eigene Studium, den verschiedenen zusätzlichen (Lern-)Angeboten und dem Familienleben mit Kind.

So passiert es nicht selten, dass zwei, drei Pläne im „Rohbau“ stehen und diese aber zuerst mit Partner sowie Oma und Opa terminlich besprochen werden müssen. Wer kann die Abholung des Kindes aus der Kita an längeren Studientagen gewährleisten? Wer übernimmt die Nachmittagsbetreuung?

Wir Pädagogik-Studenten können uns nicht beklagen. Wer gut plant, muss nicht von Montag früh bis Freitagnachmittag mit Anwesenheit auf dem Campus glänzen. Viele Seminare sind sinnvoll auf wenige Tage der Woche zu legen. Somit gibt es genügend Zeit für Recherchen,  Lerngruppen und soziales Engagement im Uni-Alltag.

kind4Bedeutend hierbei sind Prioritäten zu setzen. „Was ist mein großes Ziel, was sind Teilziele, wie erreiche ich diese?“ Diese Fragen muss man sich stellen und auch beantworten können. Ich selbst entscheide mich mittlerweile häufiger dafür, sinnvolle Ablenkungen und nötige Pausen zuzulassen und diese nicht als Verzögerungen anzusehen. Denn zwischen Gruppenarbeit, Literaturrecherche und Protokollerstellung ist meiner Meinung nach auch das Miteinander entscheidend. In der Gemeinschaft lässt sich nicht nur der Uni-Alltag effektiver bewältigen, man bekommt auch verschiedene Sichtweise auf Herausforderungen des “normalen“ Alltags. So bin ich dankbar Kommilitoninnen an meiner Seite zu haben, die genau diese Balance zwischen Studium und Kind kind3kennen und mich mit wertvollen Tipps und verständnisvollen Worten unterstützen. Diese Verbundenheit stärkt ungemein. Der Alltag mit Kind(ern) ist wenig geradlinig und berechenbar. Es gibt einige Momente, die beschwerlich sind. Wenn beispielsweise das Kind plötzlich erkrankt und am nächsten Tag ein Referat ansteht. Dann ist es hilfreich tief durchzuatmen, sich zu sammeln und gezielt nach Lösungen zu suchen. Die Erkenntnis, dass ich nicht allen Anforderungen  gerecht werden und nicht alle Dinge mit Perfektion bewältigen kann half mir, gelassener zu werden. Ich musste lernen meine Energie zweckmäßig einzusetzen. Mein Sohn und meine restliche Familie unterstützen mich täglichen dabei diese Herausforderungen zu meistern. Dafür bin ich sehr dankbar.

 

Eintrag von Denise, Bachelorstudium Pädagogik, 07.12.2016

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