Schneller lesen – So einfach geht’s!

Ob Artikel, Fachbücher, E-Mails, Zeitschriften, E-Books oder Blogbeiträge, einen Großteil des Studiums verbringen wir mit dem Lesen. Wie wäre es da, wenn ihr auf einmal doppelt so schnell lesen könntet? Wenn ihr anstatt vier nur noch zwei Stunden für ein Buch bräuchtet. Was könntet ihr mit der restlichen Zeit anfangen? Auf letzteres kann ich leider keine Antwort geben, aber ich kann euch zeigen wie es geht. Ihr müsst nur die drei großen Lesefehler vermeiden.

Der erste Lesefehler heißt Regression und ist euch bestimmt schon bekannt. Während die Augen den Text abtasten schweifen die Gedanken ab und am Ende des Satzes fragt ihr euch, was ihr da eigentlich gerade gelesen habt. Da hilft nur erneutes Lesen, weshalb eure Augen zum Satzanfang „zurückspringen“ müssen.
Die Hauptursachen für Regression sind fehlende Motivation, Unkonzentriertheit oder aber auch zu langsames Lesen. Deshalb empfiehlt es sich den Text zunächst kurz zu überfliegen, eventuelles Vorwissen zu aktivieren und Fragen an den Text zu stellen. Dies lenkt euren Fokus auf den Text, motiviert und hilft euch außerdem noch die Informationen einzuordnen.
Aber Regression findet auch statt, wenn ihr ein Wort doppelt lest und die Augen deshalb „zurückspringen“ müssen. Diese schlechte Gewohnheit passiert leider so oft, dass ihr euch dessen nicht mehr bewusst seid. Hier hilft ein Stift, den ihr gleichmäßig über den Text führt. Eure Augen folgen dann dem Stift und das ständige Zurückspringen wird abgewöhnt. Habt ihr gerade keinen zur Hand, könnt ihr natürlich auch den Zeigefinger als Lesehilfe über den Text führen.

Außerdem werden wir durch das geistige Mitsprechen der Wörter, das sogenannte Subvokalisieren verlangsamt. Unsere Augen nehmen Wörter nämlich viel schneller wahr, als wir sie im Geist „aussprechen“ können. Wenn ihr also bewusst nur die Schlüsselwörter des Textes subvokalisiert, verbessert ihr euer Textverständnis und euere Lesegeschwindigkeit.

Der dritte Fehler ist das Wort-für-Wort-Lesen. Anstatt jedes Wort einzeln zu lesen ist es wichtig Sinngruppen zu erfassen, also 3-4 Wörter mit einem Blick aufzunehmen. Auch hier wird nicht nur das Lesetempo gesteigert, sondern zusätzlich euer Textverständnis verbessert.
Zum Trainieren nutzt ihr wieder eine Lesehilfe. Diese führt ihr 10 Minuten lang so schnell über den Text, dass ihr den Inhalt gerade nicht mehr verstehen könnt. Nach und nach gewöhnt sich euer Gehirn an das neue Tempo, erfasst die Wörter in Sinngruppen und ihr beginnt den Text zu verstehen. Wenn ihr dann wieder normal lest, nehmt ihr automatisch ganze Sinngruppen auf. Und jetzt das Beste: Mit dieser Übung gewöhnt ihr euch auch die beiden anderen Lesefehler ab! Außerdem stärkt ihr eure Augenmuskulatur, sodass ihr beim Lesen langsamer ermüdet. Am besten ihr führt die Übung dreimal täglich durch, dann werdet ihr schon nach wenigen Tagen eine deutliche Verbesserung merken.

Wenn euch diese drei Fehler jetzt bekannt vorkamen, habt ihr auf jeden Fall noch sehr viel Potential um eure Lesegeschwindigkeit zu steigern. Also probiert die Übung gleich mal aus. Und überlegt euch am besten auch schon mal, was ihr mit der gewonnenen Zeit anfangen könnt. 😉

 

Eintrag von Tom, Bachelorstudium Physik, 27.03.2017

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