Vocatium Chemnitz 2017

Beratung auf der Vocatium Chemnitz (Foto: Alexander Konau)

Am 11. und 12. Mai 2017 fand im Luxor, wo sich sonst ab und an tanzbegeisterte Chemnitzer die Nacht um die Ohren schlagen, die Vocatium Chemnitz – eine Fachmesse für Ausbildung und Studium – statt. In meiner Rolle als studentische Hilfskraft bei TU4U und Psychologin mit Herz habe ich hier beraten für den Studiengang Psychologie an der TU Chemnitz (TUC). Manchmal frage ich mich ja schon, wo neben den ganzen anderen Aktivitäten und Arbeiten eigentlich mein Studium bleibt, aber irgendwie schafft man es ja dann doch immer alles unter einen Hut zu kriegen. 😉

Aber zurück zur Messe: In den zwei Tagen stellten sich insgesamt 54 regionale und überregionale Aussteller vor (dazu gehörten Unternehmen, Hochschulen, Beratungsinstitutionen und Berufsfachschulen), bei welchen sich insgesamt mehr als 2.000 Oberschüler/-innen und Gymnasiast/-innen über ihre  Berufs- und Studienmöglichkeiten in und um Chemnitz informieren konnten. Die TU Chemnitz war hier als eine von sieben angemeldeten Hochschulen vertreten (→ siehe Link). Für jede/-n Schüler/-in standen individuelle Beratungstermine (maximal vier am Tag) zur Verfügung. Und einen dieser Termine konnten die Schüler/-innen zum Beispiel bei mir haben, als Beraterin für den Studiengang Psychologie bzw. das Studium an der TUC generell.

Verschiedene Studierende und Mitarbeiter der Fakultäten sowie des Zentrums für Lehrerbildung der TU Chemnitz waren als Berater vor Ort (Foto: Alexander Konau)

Da ich schon letztes Jahr an der Vocatium als Beraterin mitgewirkt habe und es eine interessante Erfahrung und Arbeit war, habe ich mich auch dieses Jahr gerne wieder dafür zur Verfügung gestellt! Ich empfinde das ganze Angebot der Messe bzw. spezifisch die individuellen Beratungstermine (mit einem Schüler bis zu drei oder vier Schülern) als sinnvoll. Besonders gut finde ich, dass einige Studierende der TUC die Beratungsgespräche führen und den Schüler/-innen somit realistische Informationen und Erfahrungen aus erster Hand bieten können. Ich hoffe und denke, dass die Personen, mit denen ich in den zwei Tagen im Gespräch war, im Endeffekt einen ganz guten Eindruck vom Psychologiestudium an der TUC erhalten haben.

Aber was waren denn nun konkrete bzw. häufige Fragen, welche die Schüler/-innen einem gestellt haben und was waren meine Antworten?

1. Als erstes kam meist die Frage nach dem NC für die Zulassung in den Bachelor Psychologie (mit insgesamt 60 Plätzen).

Dieser lag im letzten Wintersemester (16/17) bei einer Abinote von 1,4. Über die reine Abinote werden 20% der Plätze verteilt, 60% über die verrechnete Abinote mit der Mathe-Note in der Oberstufe, welche für das letzte Jahr bei ca. 1,6 lag. Die restlichen 20% der Plätze wurden über Wartesemester vergeben.

2. Eine Frage, die dieses Jahr auch sehr häufig kam und an die ich mich als solche aus dem letzten Jahr nicht erinnern konnte, war die nach Persönlichkeitseigenschaften oder Kompetenzen, die für ein Psychologiestudium hilfreich bzw. notwendig wären.

Hierauf gibt es natürlich nicht DIE eindeutig richtige Antwort, denn sowas findet sich nicht im Bewerbungsverfahren für das Psychologiestudium festgeschrieben. Darum musste ich hier auf Basis meiner eigenen Erfahrung und Meinung antworten. Eigenschaften, die ich für hilfreich bzw. eventuell sogar notwendig halte, sind: Interesse am Menschen, Empathie, Ehrgeiz, emotionale Stabilität, gutes Zeitmanagement sowie Organisation (gilt für das Studium allgemeint) und gute Englischkenntnisse. Aber das nur als Auswahl, was mir im Gespräch mit den Schüler/-innen eben spontan eingefallen ist.

3. Oft fragten die Schüler/-innen nach den Berufsmöglichkeiten mit einem Abschluss im Fach Psychologie.

Zunächst musste ich hier erstmal zugeben, dass der Bachelor Psychologie leider für die meisten Arbeitsfelder eines/-r Psychologen/-in nicht ausreicht und es dringlich empfohlen wird, einen Master anzuschließen. Da sich viele Leute unter dem „typischen Psychologen“ eigentlich den Psychologischen Psychotherapeuten vorstellen, habe ich hier erstmal die Fronten geklärt und klargestellt, dass man für die Arbeit als solcher nach seinem Masterstudium noch eine mehrjährige und recht kostspielige Ausbildung anschließen muss. Anschließend habe ich dann je nach verfügbarer Zeit noch das ein oder andere der sehr vielfältigen möglichen Berufsfelder von Psychologen bzw. Psychologinnen vorgestellt. Für eine Auswahl könnt ihr zum Beispiel hier nachlesen. Mein Lieblingssatz dazu war: „Ich denke es ist definitiv ein Studium mit Perspektive.“ Der Grund dafür ist, weil ich das erstens wirklich denke und zweitens die Kids doch sowas gerne hören wollen. 😉

4. Auch, wenn nicht spezifisch danach gefragt wurde, bin ich meist auch noch auf den Unterschied zwischen Schule und Uni eingegangen − also hauptsächlich, dass man hier viel eigenverantwortlicher arbeiten muss. Außerdem habe ich kurz beschrieben, dass und warum ich das Psychologiestudium an der TUC angenehm und inhaltlich sinnvoll finde und wie so ein Leben als Studierender ingesamt ist − nämlich meiner Meinung nach eigentlich ganz schön gut!

Mir selbst hat die Arbeit auf der Vocatium viel Spaß gemacht; die Schüler waren meist super lieb und interessiert. 🙂 Aber nach drei mal 20 Minuten Beratungsgespräch hat man dann erst einmal eine Pause gebraucht − so viel reden ist doch tatsächlich anstrengender als man denkt.
Falls es sich ergibt, bin ich nächstes Jahr gerne wieder mit dabei, denn als Teil dieser großen Messe mitzuwirken ist schon auch ein echt gutes Gefühl!

 

Eintrag von Elisabeth, Masterstudium Psychologie, 15.05.2017

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