Das perfekte Erasmussemester

Erasmus = Feiern. Betrinken. Neue Leute. – Das sind die Gedanken, die jedem in den Kopf kommen, wenn sie das Wort Erasmus hören. Doch ist das wirklich der Fall?

An unserer Universität gibt es eine enorme Auswahl an Kooperationen mit anderen Universitäten. Das Internationale Universitätszentrum (IUZ) hat auf seiner Internetseite eine Europakarte/ Weltkarte, in der alle Kooperationen der Universität aufgezeichnet sind. Je nach Interesse klickt man auf das gewünschte Land und wird mit einem Link zu der Universität im Ausland weitergeleitet, wo man genauere Informationen abrufen kann. Die Kooperationen sind unterteilt in Fakultäten, wie bei unserer Universität. Hat man sich für eine Universität entschieden, sollte man sich an der Fakultät und im IUZ im vorgegebenen Zeitraum bewerben.

Ein kleiner Geheimtipp ist, dass man sich nicht nur an der eigenen Fakultät bewerben sollte, sondern auch an anderen Fakultäten, solange die Gastuniversität anrechenbare Kurse anbietet. Man muss aber bedenken, dass man nur an seiner eigenen Fakultät prioritär behandelt wird.

Fotografin: Marie-Therese Schmidt

Wenn man den ganzen Papierkram erledigt hat, kann das Erasmussemester kommen :). Um dir einen kleinen Einblick zu geben wie das Erasmussemester sein kann, werde ich dir etwas über mein Semester in Rom (Italien) erzählen. Eine Wohnung sucht man sich in Rom am besten über Facebook-Gruppen und andere Online-Plattformen, da man keinen Platz im Studentenwohnheim angeboten bekommt. In der Einführungswoche an der Gastuniversität werden die Universität und die Organisationen vorgestellt. Dort knüpft man die ersten Kontakte mit weiteren Erasmusstudenten. Damit man sich in der ewigen Stadt auch nicht so alleine fühlt gibt es beispielsweise das Erasmus Student Network. Die Mitgliedschaft kostet 5 € und lohnt sich. Diese Organisation richtet Partys aus, veranstaltet kostengünstige Reisen durch ganz Italien und Rallyes durch Rom, aber auch Tandem-Abende. Dort besteht die optimale Gelegenheit nicht nur Erasmusstudenten kennenzulernen, sondern auch Italiener/-innen.

So schön es auch ist, sich in die Nächte Roms zu stürzen, so sollte man bedenken, dass die anfallenden Klausuren in Italien keineswegs denen hier in Deutschland ähneln. In meinem Fall waren alle Klausuren mündlich und auf Italienisch, nicht auf Englisch. Einzig bei einer Sprachprüfung gab es einen schriftlichen Teil. Um sich prüfen zu lassen, musste man einen ganzen Tag einplanen. Es ist keine Seltenheit, dass man 4 bis 5 Stunden auf seine Prüfung warten muss.

In Italien gibt es neben dem Vorlesungsstoff auch noch zusätzlich Pflichtlektüre, auf dieser die Klausuren aufbauen. In meinem Fall musste ich beispielsweise im Fach „Politikwissenschaften“ drei Bücher zusätzlich durcharbeiten. Aus diesen Büchern wird von den Prüfern in einer 15-minütigen mündlichen Prüfung Wissen abgefragt. Eine kostengünstige Möglichkeit diese zu erwerben ist, sich über Facebook-Gruppen gebrauchte Bücher zu besorgen. Die Methode alles am Ende in zwei Wochen vor der Prüfung zu lernen, klappt im Fall Italien absolut nicht.

Fotografin: Marie-Therese Schmidt

So ist mein Resümee: Erasmus ist nicht nur Spaß, sondern auch Arbeit. Es bleibt aber ein unvergessliches Abenteuer, das einen all den Papierkram und Stress vergessen lässt. Für mich sind wahre Freundschaften über ganz Europa hinweg entstanden.

WIR sind die Generation Erasmus!

 

Dank Erasmus besteht für uns die Möglichkeit, andere Menschen und ihre Kulturen kennenzulernen und gerade davon sollten wir auch regen Gebrauch machen.

Hier noch die wichtigsten Links für euch:

Die allgemeine Seite des IUZ:
https://www.tu-chemnitz.de/international/

Die Übersicht über die Partnerschaften der Universität:
https://www.tu-chemnitz.de/international/outgoing/erasmus/partnerschaften/index.html

Die Übersicht zur Anrrechenbarkeit der Studienleistungen:
https://www.tu-chemnitz.de/international/outgoing/erasmus/anerkennung.php

 

Eintrag von Marie-Therese, Bachelorstudium Europastudien, 19.05.2017

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