Studieren bis es Spaß macht

Das Chemiestudium kann manchmal echt hart sein. Vor allem das Bachelorstudium hat es in sich. Zwischen Vorlesungen und Praktika muss man Protokolle schreiben, Übungen machen und dann hat man ja auch noch ein Privatleben. Da kommt es schon mal vor, dass man sich die eine oder andere Nacht um die Ohren schlagen muss. Um nicht völlig gestresst da durchzukommen, ist ein gutes Zeitmanagement von großer Bedeutung.

Daher möchte ich euch drei einfache Tipps geben, mit denen ihr eure Zeit effektiver nutzen könnt, um entspannter zu studieren.

  1. Prioritäten setzen

Du hast einen ganzen Stapel Arbeit auf dem Tisch und weißt nicht mit was du beginnen sollst? Dann setze Prioritäten! Dabei kann dir die Eisenhower-Matrix helfen. Diese teilt deine Aufgaben in Wichtigkeit und Dringlichkeit ein.

(Grafik: Melissa Scharf)

  • Ist eine Aufgabe wichtig und dringend, solltest du sie sofort erledigen. Sie hat die höchste Priorität.
  • Wichtige Arbeiten, die nicht dringend sind, solltest du nach den am höchsten priorisierten Aufgaben erledigen. Dazu hilft es, einen verbindlichen Termin festzulegen.
  • Ist eine Aufgabe nicht wichtig, aber dringend, dann delegiere die Arbeit, wenn möglich, an andere Personen oder verlagere sie. Dabei solltest du dennoch die Deadline beachten.
  • Aufgaben, die weder wichtig noch dringend sind, solltest du einfach unter den Tisch fallen lassen. Sie behindern dich beim effektiven Arbeiten.

 

  1. Pläne machen

Manchmal kommt es vor, dass einem der Kopf trotz der Priorisierung der Aufgaben immer noch ganz schön schwirrt. Da kann es helfen, sich einen genauen Plan zu machen, wann man welche Aufgaben erledigt. Dadurch werden deine zukünftigen Aufgaben greifbar gemacht. Durch das Aufschreiben deines persönlichen Plans kannst du nichts mehr vergessen und arbeitest fokussiert an deinen Zielen. Mir persönlich hat ein Wochenplan wunderbar geholfen. Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass man sich für jede Aufgabe eine realistische Zeitspanne wählt (das erfordert manchmal etwas Übung) und, dass man sich immer genügend Puffer- und Pausenzeiten einplant.

Um nicht den Kopf zu verlieren und ein schlechtes Gefühl zu bekommen, habe ich alle meine geplanten Aktivitäten  in einen Wochenkalender geschrieben und mir die Aufgaben, die wichtig für das Studium sind rot markiert. Private Ausgleichsaktivitäten und Pausen habe ich grün markiert. Bei der Erstellung des Planes sollte dann darauf geachtet werden, dass der Kalender ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis von „roten“ und „grünen“ Aufgaben aufweist. So verhinderst du, dass dir dein Studium über den Kopf wächst und du visualisierst aktiv deine Pläne.

 

  1. Den inneren Schweinehund besiegen

(Foto: Melissa Scharf)

Du hast deine Aufgaben nach Priorität geordnet und einen Plan erstellt, um deine Ziele zu erreichen. Jetzt musst du nur noch anfangen. Wäre da nur nicht dieser innere Schweinehund!

Um ihn zu bezwingen, gibt es auch einen einfachen kleinen Trick: Zerlege eine Aufgabe in viele klitzekleine Teilaufgaben. Sie sollten so klein gewählt werden, dass es schon fast lächerlich erscheint, sie als Aufgabe zu betrachten. Ein Beispiel: Du musst ein Skript von 50 Seiten Umfang lesen. Nun zerlegst du diese Aufgabe in klitzekleine Stücke: In Kapitel, in Seiten und in Absätze. Einen Absatz zu lesen ist gar nicht so schwer. Das dauert keine 5 Minuten. Das schaffst du! Also beginnst du den ersten Absatz zu lesen. Du trickst dein Gehirn aus und denkst: „Ich muss nur einen Absatz lesen.“ Nach dem ersten Absatz liest du automatisch weiter und weiter. Aber du stehst nicht mehr vor der Mammut-Aufgabe „Skript lesen“, sondern vor der lächerlich kleinen Aufgabe „Absatz lesen“.  So überwindest du deinen inneren Schweinehund und fängst endlich an.

 

Mit diesen Tipps und Tricks kommst du entspannter durch das Bachelor-Studium und kannst diese Techniken auch für das Masterstudium anwenden. Also lass dich nicht unterkriegen und studiere bis es Spaß macht.

 

Eintrag von Melissa, Masterstudium Chemie, 01.09.2017

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