Richtig bewerben – Hab ich an alle Unterlagen gedacht?

Im folgenden Artikel möchte ich euch zur Vorbereitung eurer Bewerbung eine Hilfestellung geben. Es gibt drei wichtige Dinge, die ihr so früh wie möglich vorbereiten solltet, um den anschließenden eigentlichen Bewerbungsvorgang so schnell wie möglich abwickeln zu können. Im Wesentlichen handelt es sich also um die Vorbereitung des Rohmaterials, welches später in Bezug auf die einzelnen Unternehmen verfeinert wird.

  1. Das Bewerbungsfoto:

Fakt ist, ein professionelles Bewerbungsfoto ist in jedem Fall Pflicht. Überall liest man, dass Bewerbungen mit Bild einfach positiver vom Personaler aufgenommen werden und somit die Chancen auf eine Rückmeldung erhöhen. Dabei muss man keine dreistelligen Beträge auf den Tisch legen, bei einigen Fotografen gibt es schon einfache und solide Angebote für 20 bis 40€. Entscheidend sind hierbei die digitalen Fotos, das Drucken bzw. Bestellen zu vieler Fotos geht nur unnötig ins Geld. Bei Bedarf könnt ihr die Fotos meist später nachbestellen. Falls ihr in den nächsten Monaten plant, euch ernsthaft für ein Praktikum, eine Abschlussarbeit oder eine Festanstellung zu bewerben, dann solltet ihr schon frühzeitig Bewerbungsbilder knipsen lassen. Wenn ihr nämlich auf eine Stelle aufmerksam werdet, die nur noch wenige Tage verfügbar ist, dann erspart ihr euch nur unnötigen Stress.

  1. Anschreiben und Lebenslauf:

Oft werden bei Online-Bewerbungen für Anschreiben und Lebenslauf einzelne Dokumente verlangt, deswegen haltet lieber zwei einzelne PDF-Dokumente bereit. Was in ein ordentliches Anschreiben und in den Lebenslauf hineingehört, das möchte ich in diesem Artikel nicht weiter ausführen. Dazu holt man sich am besten im Internet, von Freunden oder anderen Ratgebern Tipps. Was mir dabei am meisten geholfen hat, war die kostenlose Beratung des „Career Service“ im Pegasus-Center. Nach vorheriger Terminabsprache helfen euch die Mitarbeiter gern weiter und stellen euch die neuesten Trends in Sachen Bewerbungen vor – ja auch in Sachen Bewerbung gibt es von Zeit zu Zeit eine Trendwende!

  1. Zeugnisse und Zertifikate:

Ergänzend zu Anschreiben und Lebenslauf solltet ihr eure Zeugnisse und Zertifikate in geeigneter Form bereithalten. Doch was heißt geeignete Form? Alle Zeugnisse und Zertifikate in ausgedruckter Form aus euren Aktenordnern sollten unbedingt digitalisiert werden, da man heutzutage fast ausschließlich Online-Bewerbungen macht oder die Unterlagen zumindest per E-Mail verschickt. Am besten scannt ihr eure Dokumente so ein, dass ein Zertifikat jeweils einem PDF-Dokument in digitaler Form entspricht und legt einen Extra Ordner mit Zertifikaten an. Eine Beispielliste derartiger Dokumente könnte wie folgt aussehen:

  • Notenübersicht Master (noch ohne Abschluss)
  • Bachelorzeugnis mit Notenübersicht Bachelor
  • Abiturzeugnis
  • Modul X mit Note Y (zusätzlich belegt)
  • Englisch Kurs B2 Niveau
  • Softskill-Fach Z
  • Software A Basiskurs
  • Software B Kurs Stufe 2

Achtet auf jeden Fall darauf, nicht zu viele Zertifikate anzuhängen. Je nach Unternehmen sind manchmal eher fachliche Dinge und manchmal eher Softskills im Anhang sinnvoll. Das Abiturzeugnis kann man meist auch weglassen. Weiterhin ist es wichtig, dass die Zeugnisse aktuell sind und ihr im Vorstellungsgespräch etwas über eure Noten, die Module oder Workshops berichten könnt. Falls die Veranstaltung schon viele Jahre in der Vergangenheit liegt und ihr selbst kaum noch wisst wofür ihr das Zertifikat erhalten habt, dann verzichtet bei eurer Bewerbung lieber auf solche Dokumente.

Feinschliff:

Sobald ihr euch für ein paar interessante Unternehmen entschieden habt, solltet ihr eure Bewerbung noch entsprechend auf das Unternehmen zuschneiden. Inwiefern die Bewerbung auf das Unternehmen zugeschnitten werden soll, steht im Rest dieses Absatzes. Fügt den Namen des Ansprechpartners sowie die Firmenadresse hinzu und geht im Text am besten auf einige Schlagworte aus der Stellenausschreibung ein. Nehmt euch ruhig dafür Zeit und kontrolliert, dass ihr keine Freistellen vergessen habt (z. B. rot markierte Schrift, Pünktchen oder sogar die Daten einer anderen Firma)! Zum Schluss fügt ihr eure Dokumente noch zu einer gesamten Bewerbung zusammen. Dabei richtet ihr euch bitte nach den Wünschen des Unternehmens bzw. nach den Hinweisen auf der Homepage, ob die Dokumente Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse getrennt, als eine Datei oder ganz anders gewünscht werden. Entweder nutzt ihr zum Zusammenfügen von PDF-Dateien eine entsprechende Software oder diverse kostenlose Internet Services. So könnt ihr zum Beispiel alle eure relevanten Zertifikate zu einer „Max_Mustermann_Zeugnisse_Zertifikate“-Datei zusammenfügen. Beachtet dabei, eher die wichtigsten und auch für die jeweilige Stelle passenden Zertifikate anzuhängen, sodass ihr eure Bewerbung nicht überfüllt. Orientiert euch dazu am besten an der Stellenausschreibung, ob Fremdsprachenkenntnisse, Softwarefähigkeiten oder soziale Kompetenzen gewünscht werden.  Bitte behaltet und speichert aber auch die Zertifikate, die ihr nicht verwendet habt, in eurem digitalen Ordner. Wer weiß, für was man sie später noch gebrauchen könnte. Nun wisst ihr, dass eine Bewerbung gut vorbereitet sein sollte und es jede Menge kleine Dinge zu tun gibt, die man auch schon im Vorfeld erledigen kann.

Falls ihr erfahren wollt, was in ein gutes Anschreiben und in den Lebenslauf hineingehört, dann schreibt es doch in die Kommentare. Vielleicht verfasse ich dann noch einen Artikel zu diesen Themen. Bis dahin, ich verabschiede mich und wünsche euch viel Spaß beim Studieren und Bewerben.

 

Eintrag von Philipp, Master Regenerative Energietechnik, 20.09.2017

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