Das Deutschlandstipendium – eine Chance, die man wahrnehmen sollte!

Hallo liebe Leser,

Die neue Campus TUschlerin (Fotografin: Cindy Stenzel)

ich bin neu bei den Campus TUschlern. Aus diesem Grund stelle ich mich erst einmal kurz vor, damit ihr euch ein Bild von mir machen könnt. Außerdem würde ich euch gern vom Deutschlandstipendium erzählen – ein Stipendium zwischen vielen anderen, die ihr an der TU Chemnitz ergattern könnt.

Mein Name ist Cindy. Ich bin 20 Jahre alt und studiere im dritten Semester Lehramt an Grundschulen. Mein gewähltes Hauptfach ist Ethik/Philosophieren mit Kindern, was wahrscheinlich schon ein paar Dinge über mich verrät.
Ich bin vor etwas mehr als einem Jahr nach Chemnitz gezogen und bewohne seitdem eine  kleine Wohnung in der Nähe des Zentrums. In meiner Freizeit hänge ich viel an Büchern. Ich verschlinge einen Fantasy-Roman nach dem nächsten. Aber auch das eigene Schreiben von solchen macht mir viel Spaß. Außerhalb der eigenen vier Wände gehe ich gern mit Freunden ins Kino, Essen oder auch neuerdings zum Fußball!

So viel zu mir. Jetzt zu einem spannenderen Thema: Stipendien! Mit dem Begriff weiß sicher jeder etwas anzufangen, aber wisst ihr auch wirklich was es ist? Für mein Verständnis war ein Stipendium immer etwas Unerreichbares, etwas was man eh nicht bekommt, weil sich nur „die Elite“ mit solchen Auszeichnungen rühmen kann.

Ich sage euch und glaubt mir: Es ist nicht so. Zumindest nicht so ganz.
Es gibt wirklich viele Stipendien, sodass für jeden etwas dabei ist. Nicht für jedes von ihnen braucht man die besten Noten in Schule und Studium. Die meisten interessieren sich für dich und deinen Charakter. Hilfsbereitschaft, ehrenamtliches Engagement oder ein besonderes musikalisches oder künstlerisches Talent… Viele Dinge werden durch die einzelnen Stipendien gewürdigt.

Das, welches ich euch vorstellen möchte, ist das Deutschlandstipendium.

Diejenigen von euch, die es bereits kennen, denken sich jetzt vielleicht: Na toll, sie spricht davon, dass es keine super Noten für Stipendien braucht und stellt dann das Deutschlandstipendium vor…
Den Einwand kann ich verstehen, aber entkräften. Tatsächlich wird es angepriesen, als eine Förderung für begabte und leistungsstarke Studierende. Eure Noten sind also nicht irrelevant, aber auch nicht alleinig ausschlaggebend. Das Besondere am Deutschlandstipendium ist, dass auch euer gesellschaftliches Engagement und persönliche Leistungen gewertet werden.

Was braucht ihr also, um Deutschlandstipendiat_in zu werden?

Einen Abiturschnitt und Noten im Studium im Einser- oder Zweierbereich wären schon mal super.

Wenn ihr euch darüber hinaus noch ehrenamtlich, sozial oder gesellschaftlich engagiert, also beispielsweise mit Kindern arbeitet in Form von Nachhilfeunterricht oder Tagesbetreuung, habt ihr einen weiteren Pluspunkt ergattert. Auch politische und hochschulpolitische Arbeit wird belohnt. In den verschiedenen Gremien der TU Chemnitz werden immer ambitionierte Leute gesucht. Wenn ihr also etwas Zeit dafür erübrigen könnt, dann bietet einfach eure Unterstützung an! Somit hättet ihr einen weiteren Pluspunkt für euch.

Auch relevant sind gute Arbeits- und Praktikumszeugnisse und Mitwirkungen in Vereinen und Verbänden.

Sie fragen euch auch nach euren familiären und persönlichen Umständen, wie Krankheiten oder Behinderungen, die Betreuung eigener Kinder oder pflegebedürftiger Angehöriger.

Jetzt wisst ihr also, dass es nicht nur auf die guten Noten ankommt. Es werden Menschen gefördert, die bereit dazu sind, selbst aktiv zu werden.

Du bist ehrgeizig genug und hast den Drang dazu, etwas zu leisten? Dann bewerbe dich! Wie das geht?

Im Sommersemester schickt die TU Chemnitz eine Rundmail herum mit dem Hinweis, dass man sich wieder für das Deutschlandstipendium bewerben kann. Der erste Schritt entspricht dabei einer Online-Bewerbung, bei der ein Antrag ausgefüllt werden muss. Hier werden nur ganz allgemeine Informationen zu deiner Person abgefragt und die Frage gestellt, warum du dich als Stipendiat eignen würdest.

Schritt zwei ist etwas umfangreicher. Man bittet dich um ein Motivationsschreiben, einen Lebenslauf, dein Abiturzeugnis etc. und etliche Bescheinigungen deiner Referenzen (ehrenamtliches, politisches Engagement, Vereinstätigkeit,…). Danach wird entschieden, ob du dich als Stipendiat eignest oder nicht und du wirst kontaktiert.

Zum Schluss bleibt noch die Frage zu klären: Warum das Ganze?
Erstmal ist ein Stipendium eine tolle Auszeichnung, die jeden Lebenslauf aufwertet. Natürlich ist das aber noch nicht alles. Das Deutschlandstipendium umfasst eine Förderung von insgesamt 3.600€ (300€ pro Monat ein ganzes Jahr lang), die du bekommst, um dein Studium zu finanzieren. Du musst also nicht mehr unbedingt neben dem Studium jobben. Außerdem ist hier besonders, dass die Hälfte der Stipendienförderung durch den Bund geleistet wird und die andere Hälfte von privaten Förderern, also Unternehmen oder Privatpersonen. Man hat also die Chance, mit seinem eigenen Förderer in Verbindung zu treten. Ein Beispiel: Du studierst Maschinenbau und eine große industrielle Firma ist dein Förderer? Perfekt! Wie könnte man neben dem Studium besser Praxisluft schnuppern als auf diese Weise?

So, das waren jetzt wahrscheinlich ziemlich viele Informationen. Solltet ihr noch Fragen haben, könnt ihr mich sehr gern kontaktieren.

Mein Abschlusswort wäre: Bewerbt euch! Was kann schon schief gehen? Entweder ihr werdet angenommen oder eben nicht. Und, wenn ihr ausgewählt werdet, eröffnen sich euch neue Möglichkeiten! Ihr könnt nur gewinnen, also versucht es einfach!

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche und bis zum nächsten Mal!
eure Cindy

 

Eintrag von Cindy, Studiengang Lehramt an Grundschulen, 08.12.2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.