Meine Lieblingslehrveranstaltung im Studium

„American Popular Fiction from the Late 18th Century to the Early 20th Century” bei Dr. Stefan Meier

(Fotografin: Sabine Nötzel)

Persönlich finde ich es mühsam, auf eine 90-minütige Lektion konzentriert zu bleiben, wenn diese nicht Lernhilfen wie Bilder, Videos oder Klassendiskussion einbezieht. Ich finde diese Verstärkungen nicht nur hilfreich, sondern notwendig, um Informationen beizubehalten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass ein Seminar, welches während des Sommersemesters 2017 angeboten wurde, eines der besten ist, das ich bisher besucht habe. „American Popular Fiction from the late 18th Century to the Early 20th Century” wurde von Dr. Stefan Meier unterrichtet und umfasste Themen wie ‚chapbooks’, ‚blackface’, ‚seriality’ und ‚pulp fiction’ in einer Weise, die nicht nur interessant war, sondern auch die aktive Teilnahme von Studierendenen erforderte.

Zusammen mit dem Zuteilen von Lesungen verwendete Dr. Meier Videos und PowerPoint-Präsentationen, um verständlicher zu machen, wie sich verschiedene Arten der „popular fiction“ auf die amerikanische Gesellschaft und Kultur ausgewirkt haben. Zum Beispiel integrierte er ein Video in die Lektion über ‚blackface‘, um wichtige Punkte des Textes, den wir lesen sollten, zu unterstützen. Ich glaube, dass diese Methode der Wiederholung von Informationen durch visuelle und auditive Ressourcen mir hilft, den Unterricht besser zu merken. Während einer anderen Unterrichtsstunde nutzte Dr. Meier eine PowerPoint-Präsentation, um der Klasse Cartoon-Strips von „The Yellow Kid“ zu zeigen, welche wir dann mit einem moderneren Helden, „Superman“, verglichen haben. Mein Verständnis über die Bedeutung und Ursachen hinter der Hauptfigur in „The Yellow Kid“ wurde auf jeden Fall durch diesen wirkungsvollen Vergleich verstärkt. Neben dem Einbinden von optischen Hilfsmitteln hat Dr. Meier auch sichergestellt, dass Klassendiskussionen ein erheblicher Aspekt jeder Unterrichtsstunde waren. Statt einfach Informationen widerzugeben, die wir notieren oder uns merken sollten, hat er die aktive Teilnahme der Klasse zu jeder Zeit gefördert. Für mich war dieser Prozess, Informationen durch Konversationen abzuleiten, schon immer eine positive Verstärkung gewesen, weil ich in eine aktive Rolle gesetzt werde und aufmerksam sein muss, um effektive Argumente zur Diskussion beizutragen. Die Fragen und Textauszüge, welche die Klasse in Gruppen diskutieren sollte, waren auf ähnliche Weise hilfreich, um Informationen aus den zugewiesenen Texten zu verstehen. Zudem hat Dr. Meier eine Gruppenarbeit als Prüfungsvorleistung festgelegt. Diese beinhaltete, dass Gruppen aus 4-5 Personen eine komplette Unterrichtsstunde übernehmen sollten, welche aus einer Präsentation, Einbeziehung sekundärer Texte und einer Gruppenarbeit bestand. Obwohl diese Aufgabe herausfordernd war, diente sie auch als ein erfrischender Weg, die Geschichte und Signifikanz der ‚pulp fiction‘ Magazine zu erkunden. Weil die Gruppenarbeit vertiefte Recherche verlangte, werde ich die wichtigsten Punkte des Themas nicht so leicht vergessen. Für mich war diese Aufgabe auch hilfreich in dem Aspekt, dass ich erkennen konnte, an welchen Präsentationsfähigkeiten ich noch arbeiten musste.

Insgesamt verbleibt das Seminar von Dr. Meier als eines der besten, was ich bis jetzt während meiner Studienzeit besucht habe, weil die Mischung aus Lernhilfen dazu beigetragen hat, dass die Unterrichtsstunden nicht eintönig waren und die Klasse trotzdem effektiv informiert wurde, wie ‚popular fiction‘ sich in Amerika entwickelt hat. Die Einbeziehung sämtlicher Videos, Bilder, Diskussionen und Gruppenarbeiten haben sehr zu meiner Entwicklung als Studentin der Anglistik/Amerikanistik beigetragen. Deswegen würde ich dieses Seminar anderen Studierendenen empfehlen, um mehr über ‚popular fiction‘ in Amerika zu lernen. Das Seminar ist zudem auch eine gute Möglichkeit die Effizienz ihrer Präsentationsfähigkeiten und Forschungsmethoden zu entwickeln.

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Eintrag von Rebekka, Studiengang Anglistik/Amerikanistik, 18.05.2018

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