Abenteuer Auslandssemester

Im Verlauf des Studiums stellt sich der Eine oder Andere irgendwann einmal die Frage:

Soll ich ein Auslandssemester machen?

Mir wurde diese Entscheidung abgenommen, denn in meinem Studiengang, Interkulturelle Kommunikation, ist ein Auslandssemester integriert. Da ich sowieso eine Zeit lang im Ausland studieren wollte, kam mir dies gerade recht. Die Frage, ob ich ein Auslandssemester machen wollte, war somit geklärt. Doch wo sollte es hingehen? Dabei half eine Recherche auf der Homepage der TU Chemnitz. Das Internationale Universitätszentrum bietet nämlich eine Übersicht der Partneruniversitäten, nicht nur in Europa, sondern weltweit. Darüber hinaus findet man Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten, Anerkennung der Studienleistungen, Notenumrechnung, Bewerbungsfristen etc. Ich entschied mich dazu über das Erasmus+ Programm ins Ausland zu gehen. Mich führte es schließlich nach Zaragoza, Spanien.

Basílica del Pilar (Fotografin: Anna Reinhardt)

Und aus welchem Grund?

Da ich vor meiner Ausreise erst zwei Semester lang Spanisch gelernt hatte, sah ich mich nicht dazu in der Lage auf Spanisch zu studieren. An der Universidad de Zaragoza hatte ich die Möglichkeit auf Englisch zu studieren und parallel im Alltag mein Spanisch zu verbessern.

Wie erging es mir damit, täglich mit zwei Sprachen konfrontiert zu sein?

Ausgesprochen gut! Zu Beginn meines Aufenthaltes war mein Spanisch katastrophal. Ich stotterte nur so vor mich hin und war umso glücklicher darüber, dass ich mich mit den meisten Leuten auch auf Englisch verständigen konnte. Der ersten großen Herausforderung musste ich mich beim Einzug in meine neue Wohnung stellen. Ich zog in eine WG zusammen mit einer Spanierin und einer Italienerin. Von der Vermieterin, einer alten Dame, erhielt ich meine Schlüssel und Informationen zur Wohnung. Ich verstand fast nichts. Der zweiten großen Herausforderung musste ich mich dann im International Office der Universtität stellen: Aufnahme der Erasmus-Studierenden. Das Problem: Das Personal sprach nur Spanisch. Dementsprechend schwierig gestaltete sich die Prozedur. Aber es ging. 🙂 Dann die ersten Tage an der Universität: Begrüßung der neuen Erasmus-Studierenden (auf Spanisch) und Überblick über den Stoff des Semesters in den einzelnen Kursen (auch auf Spanisch, obwohl ich English Studies studierte). Dies zeigt, die ersten Wochen in Zaragoza stellten sich als eine richtige Challenge heraus, die ich aber gemeistert habe. 🙂

Würde ich ein Auslandssemester empfehlen?

Ruta de Tapas (Fotografin: Anna Reinhardt)

Definitiv! Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte unbedingt mindestens ein Semester lang ins Ausland gehen. Trotz anfänglicher sprachlicher Schwierigkeiten bringt ein Auslandssemester viele Vorteile mit sich: Verbesserung der Sprachkenntnisse, Förderung der Eigenständigkeit und Selbstorganisation in einer fremden Umgebung, Kontakt zu Menschen aus aller Welt, Erweiterung des eigenen Horizontes… Die Liste ist lang. Habe den Mut für eine Zeit lang deine Komfortzone zu verlassen und dich in das Abenteuer Auslandssemester zu stürzen. Du wirst mit vielen neuen Eindrücken und Sichtweisen zurückkehren. 🙂

 

Eintrag von Anna, Bachelorstudium Interkulturelle Kommunikation, 25.07.2018

 

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