Fachgruppe, StuKo, FSR, StuRa – bloßer Wortsalat oder doch mehr?

Hallo liebe Leser!

Als ich mein Studium vor zwei Jahren begonnen hatte, wurde ich erstmals in der O-Phase mit diesen Begriffen konfrontiert. Diese wurde nämlich ausgerichtet vom FSR. Was das genau war, wusste ich damals noch nicht. Am Donnerstag dann zur Immatrikulationsfeier hielten Vertreter des StuRa eine kurze Rede. StuRa? Keine Ahnung, was das war? Als das Studium dann so richtig losging, kamen die nächsten Begriffe: Uns Erstis stellte sich in der ersten Woche unsere Fachgruppe vor. Es waren zwei Vertreterinnen da, die meinten, dass wir gern auf sie zukommen könnten, wenn wir irgendwelche Probleme im Studium haben sollten. Als dann ein paar Wochen später auch noch die StuKo meines Studiengangs neue Mitglieder suchte, war für mich der Punkt erreicht, an dem ich beschloss, herauszufinden, was das denn alles für Organe sind, die sich mir da vorgestellt hatten.

Ich dachte mir, das klügste wäre: Learning by doing. Also schloss ich mich den sympathischen Leuten an, die sich uns als Fachgruppe vorgestellt hatten.

Aber was ist eine Fachgruppe?

In den meisten Studiengängen an der TU Chemnitz existiert eine Fachgruppe, aber nicht in allen. Sie besteht aus engagierten Studierenden, die in erster Linie bei möglichen Problemen von Studierenden die erste Anlaufstelle sind. Da sie selbst das Gleiche studieren wie man selbst, ist es naheliegend, sich zuerst an sie zu wenden, da sie meist die eigenen Probleme selbst schon durchlebt haben.

Man muss dazu sagen, es handelt sich um ein inoffizielles Gremium, d.h. an sich haben sie keinen Einfluss an der TU Chemnitz, bekommen auch keine finanzielle Unterstützung von der Uni oder eigene Räume. Es sind Studierende, die ehrenamtlich helfen, das Studium zu verbessern und zu erleichtern. Dabei gibt es aktivere und weniger aktive Fachgruppen. Die Fachgruppe Lehramt zum Beispiel, engagiert sich auch politisch viel, indem sie u. a. mit verschiedenen Unistandorten in Sachsen kooperiert oder zu Gesprächen mit Politikern eingeladen wird.

Regulärer ist aber, dass man die Fachgruppen durch verschiedene Partys oder Veranstaltungen kennt, die sie organisieren oder durch ihre Mithilfe an der Durchführung der O-Phase.

Ein offizielles Gremium dagegen ist die StuKo. Augenscheinlich noch mehr Wortsalat, doch eines der wichtigsten Organe überhaupt. Die Studienkommission (kurz StuKo) ist das Gremium, das sich mit unseren Studiendokumenten befasst. Jeder Studiengang hat eine eigene. Sie besteht zur Hälfte aus Mitarbeitern der Uni, also Professoren, Dozenten, wissenschaftlichen Mitarbeitern etc. und zur Hälfte aus Studierenden. Und genau das ist das Besondere: Die Studienkommission ist das einzige Gremium, welches gleichberechtigt besetzt ist. Die Studierenden haben hier also genauso viel Stimmrecht wie ihre Professoren etc. und können so wirklich Einfluss auf die Studienorganisation nehmen.

Sie arbeiten an der Studienordnung – können also Entscheidungen treffen darüber, wann welches Modul verankert wird, mit welchen Inhalten, mit wie vielen Arbeitsstunden und auch mit welcher Prüfungsvorleistung und Prüfungsleistung das Modul abgeschlossen wird.

Das klingt doch gar nicht schlecht, oder?

Ein Gremium, dessen Arbeit über den eigenen Studiengang hinausgeht, ist der Fachschaftsrat (kurz FSR). Jede Fakultät, die eine gewisse Anzahl an Studiengängen umfasst, hat einen eigenen. „Der Fachschaftsrat ist die studentische Vertretung der Fakultät gegenüber dem Student_innenrat, den Dozierenden und der Universität.“ (Quelle:  https://www.tu-chemnitz.de/phil/fakultaet/gremien.php#fachschaftsrat) Na, wenn das mal nicht wichtig klingt!

An sich, ist es ein gewähltes Gremium, d.h. die Studierenden, die darin sitzen, wurden bei offiziellen Wahlen zu Mitgliedern ernannt. Zur Wahl aufstellen lassen kann sich jeder Studierende der TU Chemnitz, die Amtsdauer beträgt ein Jahr. Des Weiteren erhält der FSR finanzielle Mittel und eigene Räume durch die Uni.

Man sollte allerdings bedenken, dass die Aufgabendichte, die da auf einen zukommt, sehr hoch ist. Man steht für Beratungsgespräche bei Problemen Studierender zur Verfügung, wirkt mit an der Besetzung der Studienkommissionen, arbeitet mit verschiedenen universitären Gremien zusammen, unterstützt kulturelle, soziale und (hochschul-)politische Veranstaltungen sowohl finanziell, als auch personell – um hier nur ein paar Dinge zu nennen.

Außerdem ist auch zu betonen, dass es sich um ehrenamtliche Arbeit der Studierenden handelt.

Das letzte Gremium, das ich euch vorstellen möchte, ist der Student_innenrat (kurz StuRa). Er stellt die studentische Vertretung der gesamten Studierendenschaft dar. Daher kümmert er sich um alle Belange der Studierenden, seien es nun Probleme im und um das Studium herum, bei denen sie einem mit Rat und Tat zur Seite stehen; die Aushandlung des Jahrestickets für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des Kulturtickets; die Mitwirkung an Evaluations- und Bewertungsverfahren und und und. Der StuRa vertritt uns und unsere Interessen in der Uni, aber auch über deren Grenzen hinaus.

Auch hierbei handelt es sich um ein gewähltes Gremium. Zur Wahl aufstellen lassen kann sich prinzipiell jeder Studierende der TU Chemnitz, die Wahl erfolgt durch die Fachschaftsräte.

Soweit zu ein paar wichtigen studentischen Gremien der TU Chemnitz. Sollte ich jetzt euer Interesse an einer Mitwirkung geweckt haben, kann ich euch nur dazu raten, es zu tun. Mir persönlich gibt die Arbeit in den Gremien sehr viel. Man lernt viel über Verantwortung, das richtige Auftreten, gute Kommunikation, Konfliktmanagement und so weiter. Ich kann es euch wirklich nur empfehlen!

Eure Cindy

 

Eintrag von Cindy, Studiengang Lehramt an Grundschulen, 07.08.2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.