Weihnachten ohne Geschenke? Sowas macht man doch nicht!

Ich muss sagen in den vergangenen Jahren hatte ich immer echt viel Stress so kurz vor der Weihnachtszeit, was meist daran lag, dass ich mal wieder viel zu spät damit angefangen hatte Weihnachtsgeschenke für meine Freunde und Familie zu besorgen. Doch rückblickend würde ich sagen, dass selbst, wenn ich eher Geschenke gekauft hätte, ich trotzdem keine Ahnung gehabt hätte, was ich überhaupt schenken soll.

Geht es euch auf so? Jedes Jahr zieht man sich wieder was aus den Fingern und nach jedem Weihnachten grauts einem schon wieder vor dem nächsten Jahr, wenn man wieder Geschenke besorgen muss für Personen, die doch eh schon alles haben.

Ich bin jetzt mal kühn und schätze das geht uns in Deutschland fast allen so, oder?

Wir sind was Geschenke betrifft spätestens mit dem 18. Lebensjahr gesättigt und schenken von da an nur noch aus Gewohnheit oder um nicht unfreundlich zu wirken. Damit will ich auf keinen Fall sagen, dass die Vergabe von Geschenken was Schlechtes ist, sondern dass die Sache kontraproduktiv wird, wenn es uns oder den Beschenkten unglücklich macht. Irgendwann ist die Weihnachtszeit für uns so negativ konditioniert, dass wir es kaum noch abwarten können bis das ganze Last-Christmas-Gebimmel und der Stollengeruch endlich aus der Luft verschwunden sind.

Aber so muss das nicht sein, habe ich festgestellt. Meine Familie ist ziemlich groß und vor einigen Jahren haben wir dann die Reißleine gezogen und sind auf Wichteln umgestiegen, das war schon mal eine ziemliche Erleichterung und Weihnachten wurde wieder entspannter. Dieses Jahr sind wir richtig wild und schenken uns gar nichts. Ihr glaubt gar nicht wie entspannend das sein kann. Endlich kann ich die Adventswochenenden mit Plätzchen und Stollen essen statt mit Last-Minute-Stress-Schoppen verbringen. Auch sehr besinnlich kann ich sagen.

Ein Weihnachten ohne Geschenke, ist das wirklich eine gute Idee? (Foto: Annie Spratt/https://pixabay.com/de/)

Wenn das dann doch ein bisschen zu extrem für euch ist komplett auf Geschenke zu verzichten, dann habe ich da ein paar Ideen für euch was ihr schenken könnt ohne viel Stress zu haben.

Also mein erster Vorschlag ist es im Namen eurer Familie oder Freunde einen Geldbetrag eurer Wahl an eine wohltätige Organisation zu spenden. Darüber kann sich keiner beschweren, du tust was Gutes, wirst dankbarer für das, was du hast und von der Steuer kannst du es auch noch absetzen.

Mein zweiter Tipp ist es statt großen Gegenständen große Worte zu verschenken. Wie wäre es mal mit einer richtigen Weihnachtskarte. Also nicht eine bei der schon „Frohe Weihnachten“ draufsteht und ihr unterschreibt nur drunter. Was ich hier meine, ist eine Karte oder ein Brief, in dem ihr jemandem für das dankt, das er oder sie für euch getan haben, Eltern finden das meistens klasse. Anerkennung zu bekommen für das, was man geleistet hat, kann Menschen manchmal glücklicher machen als ein teures Geschenk von Amazon. Legt zur Sicherheit noch ein paar Kekse bei. Falls die Karte doch nicht so gut ankommt, dienen sie als Wiedergutmachung. Ein Rezept findet ihr am Ende des Texts. 😉

Mein letzter Ratschlag ist es, dass ihr euch auf eure Fähigkeiten besinnt und diese einsetzt, um ein individuelles Geschenk zu erstellen. Seht es als Praxisteil eures Studiums. Zum Beispiel: Wenn ihr Informatik studiert, dann könntet ihr eine App programmieren, die nix kann außer getrunkene Kaffees zu zählen. So bleibt der Nutzer immer im Bilde was seinen oder ihren Kaffeekonsum betrifft. Klingt sinnlos, ist es vielleicht auch, aber lustig und individuell ist es auf jeden Fall.

Ich werde dieses Jahr die Feiertage wohl mit Recherche für und schreiben von Hausarbeiten verbringen. Mein Plan ist es jedoch mich davon nicht unterkriegen zu lassen und das Ganze auf maximal zwei Stunden pro Tag zu beschränken. Danach fällt die Leistung so stark ab, dass ich auf dem Sofa liegen fast produktiver finde. Und immerhin ist es ja Weihnachten.

Wie das mit dem ganzen „Weihnachten ohne Geschenke“ bei meiner Familie dieses Jahr klappt kann ich dann leider erst im nächsten Jahr sagen. 😊

 

Die Uni-BotschafterInnen der TU Chemnitz wünschen euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2019!

 

Hier das versprochene Rezept:

Vegane Vanillekipferl

200g   gemahlene Mandeln

100g   Mehl

55g     Zucker

2 Pck. Vanillezucker

65g     Margarine oder vegane Butter

etwas Vegane Milch

Alle Zutaten der Reihenfolge nach zu einem „mürbeteigartigen“ Teig verkneten und soviel vegane Milch hinzufügen bis der Teig die gewünschte Konsistenz hat.

Kleine Halbmonde formen und ca. 8-10 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze) backen.

Mit etwas Puderzucker einstreuen, wenn ihr welchen habt und fertig!

 

Eintrag von Luise, Bachelorstudium Medienkommunikation, 21.12.2018

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