Jahresrückblick über mein Studium

Hallo ihr Lieben,

ich habe mich jetzt sehr lange nicht mehr bei euch gemeldet und schulde euch wohl einen kleinen Rückblick! Das erste Semester ging ja rum wie nichts und war auch noch ganz entspannt. Aber das zweite Semester hatte es in sich. Das Praktikum in der Anorganischen Chemie war das erste richtige Praktikum, indem man selbst Stoffe hergestellt hat. Im ersten Semester haben wir ja nur Analysen gemacht, um herauszufinden, welcher Stoff in welchen

Meine kleine Hausbibliothek (Fotograf: Danny Quint)

Grillfest bei mir (Fotograf: Danny Quint)

Mengen enthalten ist. Jetzt ging es also erstmals in die richtige Chemie! Und wie es sich gehört, haben wir ordentlich Bücher wälzen müssen. Mein Schreibtisch verwandelte sich über das Semester langsam in eine kleine Bibliothek! 😀 Oft hat man lange gesessen und viel lesen müssen, um das nächste Antestat zu bestehen, aber es war trotzdem sehr schön. Was in diesem Semester allerdings (bei mir) schwer zu tragen kam, war die soziale Komponente. Vorlesungen, Praktika, Vor- und Nachbereitung, Lernen. Mein soziales Leben beschränkte sich auf meine Kommilitonen, meine Freundin und meinen besten Freund, den Schreibtisch. Auch das zweite Semester verging wie im Fluge, so ging es mit großen Schritten auf die Prüfungsphase zu und damit zur gefürchtetsten Klausur, die es gibt: „Höhere Mathematik“. Mit wochenlangem Lernen habe ich es geschafft (sogar mit 2.0), aber leider haben viele aus meinem Kurs nicht die nötige Punktzahl erreicht und müssen eine Extrarunde drehen. Im Vergleich dazu waren die anderen Klausuren fast ein Klacks und so habe ich auch das zweite Semester beendet. In der langen Sommerpause haben wir als Kurs, um uns nicht ganz aus den Augen zu verlieren, eine „Semesterabschlussparty“ bei mir zuhause gefeiert. Wir waren baden, haben Tischtennis gespielt und gegrillt. Es war sehr schön und wir wollen es im Sommer 2019 auf jeden Fall wiederholen! 😊

Weihnachten im Labor (Fotograf: Danny Quint)

Das dritte Semester begann ziemlich entspannt. Fast jeder Tag beginnt erst um 9 Uhr, bzw. die Praktikumstage starten zwischen 8 und 9:30 Uhr. Das Praktikum in diesem Jahr ist das „Physikalisch-Chemische Grundpraktikum“, indem man mit den Messmethoden vertraut gemacht wird. An sich ist es ein eher entspanntes Praktikum, bei dem man selten nach um 15 Uhr noch in der Uni ist, also das krasse Gegenteil des letzten Semesters. Dafür dauert das Schreiben der Protokolle umso länger, was auch schon mal das ein oder andere Wochenende verzehrt. Auch neu in diesem Semester ist die Vorlesung „Organische Chemie“, ein absolutes Highlight für mich. Ich finde es sehr interessant, auf wie viele Arten man dieselben Bausteine (Atome) zu völlig unterschiedlichen Bauwerken (Molekülen) zusammensetzen kann. Auch schön ist das Wahlpflichtmodul in diesem Semester. Man konnte zwischen Englisch, Zeitmanagement und Arbeitsorganisation, BWL (, was leider mangels eines Dozenten weggefallen ist) und Elektrotechnischen Grundlagen entscheiden. Ich habe Elektrotechnik gewählt, weil ich mir gut vorstellen kann, dass ich später einmal eher mit Elektrotechnik als den anderen drei Modulen zu tun haben könnte. Aber das ist ja das Schöne, dass man sich an der Stelle individualisieren kann und frei wählt, was einem Spaß macht.

Soviel erstmal von mir, jetzt seid ihr wieder up to date!
Und was treibt ihr so? Macht euer Studium noch Spaß? Lasst doch mal einen Kommentar da! 😉

 

Eintrag von Danny, Bachelorstudium Chemie, 28.12.2018

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