Studenten und Start-Ups? – Zu Gast bei der „Start-Up Night“

Start-Up-Ideen in Chemnitz? Und dann noch von Studenten?
Das wollte ich mir dann doch mal selbst anschauen und besuchte deshalb letzten Mittwoch die diesjährige „Start-Up Night“, der Juniorprofessur für Entrepreneurship in Gründung und Nachfolge.

Jun.-Prof. Mario Geißler moderierte die diesjährige „Start-Up Night“. (Foto: Joseph Heß)

Veranstaltungsort ist der Q-Hub Chemnitz. Und schon dieser zeugt von Gründergeist. In einer ehemaligen Textilfabrik, neben dem alten Eisenbahnviadukt und direkt an der Chemnitz kann in Coworking Spaces und Workshopräumen am eigenen Start-Up gearbeitet werden. Auch die Einrichtung ist stilecht: Möbel aus Europaletten, Whiteboards und jede Menge bunte Klebezettel schmücken die Räume.
Die Atmosphäre stimmt ebenfalls, man ist per du, das Publikum bunt gemischt und alle sind gespannt was der Abend so bringt.
Zu Beginn gibt der Gastgeber, Jun.-Prof. Mario Geißler, eine kleine Einführung zur Idee des Gründens und der Start-Up Szene in Chemnitz. Dabei erfahre ich, dass sich gründen tatsächlich lohnt, vor allem in Chemnitz, vor allem als Naturwissenschaftler oder Ingenieur.
Anschließend erklärt ein Referent der IAV GmbH, weshalb Innovation und unternehmerische Fähigkeiten auch in solch großen Konzernen benötigt werden.
Es folgt der Höhepunkt des Abends:
Studenten der TU Chemnitz stellen ihrer Geschäftsideen vor. Diese haben sie im Rahmen der ImpactChallenge erarbeitet, unterstützt von erfahrenen Mentoren und Unternehmen aus der Region. Die dazu nötigen Denkweisen und Methoden haben sie in Workshops gelernt.
Die Themen sind vielfältig. Von einer App, welche Studenten die Finanzierung des Studiums erleichtert, geht es über eine Vermittlerbörse für Pflegebedürftige, hin zu Müllsensoren, welche das Bewusstsein für Umweltschutz stärken sollen. Zuletzt wird eine Plattform vorgestellt, die junge und alte Chemnitzer zusammenbringt.

Das Publikum bei der „Start-Up Night“. (Foto: Joseph Heß)

Die Vorstellungen sind kurz, prägnant und optisch ansprechend. Also nicht das, was man sonst von der Uni so gewohnt ist.
Danach folgt ein Interview mit einer Gründungsberaterin. Sie erklärt, weshalb das Studium die perfekte Zeit zum Gründen ist und inwiefern Gründernetzwerke wie SAXEED dabei helfen können.
Abschließend können die Gäste die vorgestellten Ideen mit den Teams diskutieren. Natürlich in Start-Up Manier bei Pizza, Bier und Bionade. Dabei erfahre ich nicht nur mehr über die Ideen, sondern auch über deren Entstehungsprozesse. Neben Kreativität ist nämlich vor allem eins gefragt: Disziplin. So wird mir berichtet, dass es genau wie im Studium auch Abbrecher der Challenge gab. Für die Teilnehmer, die bis zum Ende mitgemacht haben, hat es sich jedoch gelohnt. Sie haben viele neue Denkweisen und Methoden gelernt.
Am Ende der Veranstaltung nehme ich neben neuen Eindrücken und ein paar Telefonnummern vor allem eins mit: Das gute Gefühl, dass es in Chemnitz tatsächlich so etwas wie Gründergeist gibt.
Übrigens: Nächstes Semester startet bereits die 4. ImpactChallenge.
Informationen dazu gibt es hier: http://www.impactchallenge.de

 

Eintrag von Tom, Bachelorstudium Physik, 30.01.2019

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.