Die RoboSchool – praktischer Unterricht in den Ferien

Wir Studenten fangen jetzt gerade mit unseren „Ferien“ an, da dürfen die Schüler in Sachsen wieder damit aufhören und brav zur Schule gehen. Doch einige Schüler haben eine Woche ihrer Ferien auch an der Uni verbracht (18.02.-22.02.2019). Und zwar mit praktischem Unterricht in Form der RoboSchool. Die RoboSchool ist ein Angebot von TU4U, dass sich an interessierte Schüler in den Bereichen Informatik und Elektrotechnik wendet. Dabei geht es darum innerhalb einer Woche etwas Praxisluft außerhalb der Schule zu schnuppern und einen kleinen Fahrroboter selbst aus einem Bausatz aufzubauen und diesen im Anschluss zu programmieren. Da wohl die wenigsten Schüler so etwas schon mal in ihrer Freizeit getan haben, bekommen die Schüler ausführliche Anleitungen und Hilfestellung durch ein paar HiWis (wissenschaftliche Hilfskräfte), die in allen Arbeitsschritten gerne behilflich sind. Es soll ja schließlich Spaß machen und die Motivation nicht verlorengehen.

(Fotografin: Susann Kappler)

(Fotografin: Maria Worf)

Die erste Winterferienwoche begann also mit einem Tag Kennenlernen untereinander, der Uni und der Stadt (, da auch Schüler von -teilweise ziemlich weit- außerhalb mit dabei waren). Am Dienstag startete dann das eigentliche Projekt in Form des Aufbaus des Roboters. Dafür bekam jede Gruppe (es waren insgesamt elf) einen Bausatz bestehend aus Motoren, Zahnrädern und Rädern, Kontakten, Plastikrahmenteilen und einem Arduino, der das Gehirn des Roboters ist. Diese galt es nun nach einem Bauplan, und mit einiger Theorievermittlung dazu, miteinander in die richtige Formation zu bringen, zu verschrauben, verlöten und zusammenzustecken. Das war soweit die Beschäftigung am Dienstag.
Der Mittwoch startete dann, wie die anderen Tage auch, wieder um 9 Uhr in der StraNa (Universitätsteil Straße der Nationen). Der Vormittag stand nochmals etwas im Zeichen des Aufbaus, während es dann ab Mittag um die Programmierung gehen sollte. Da Arduinos in der Programmiersprache C programmiert werden, musste logischerweise auch hier mit der Theorie angefangen werden. Denn Programmiererfahrung kann man von Schülern schließlich nicht erwarten. Also hieß es: Etwas Theorie, gefolgt von der Umsetzung in die Praxis; das nächste Häppchen Theorie und das nächste Umsetzen und Ausprobieren. So lernten die Roboter durch die Schüler immer ein kleines bisschen mehr sich zu bewegen, bis der Tag auch schon wieder vorüber war und der Tag noch etwas Freizeit versprach.

(Fotografin: Susann Kappler)

Der Donnerstag stand dann voll im Zeichen der Programmierung und folgte dem Muster des Vortages. Etwas Theorie, ausprobieren, Theorie, ausprobieren, … Und so erreichten alle Gruppen am Nachmittag das Level, an dem die Roboter ihrer angedachten Aufgabe nachgehen konnten: einen Linienparcours mit Hindernissen zu bewältigen. Dazu braucht es die Sensoren des Roboters, etwas Logik und daraus resultierend geschickte Steuerungsbefehle, die auf den Parcours abgestimmt sein sollten. Gegen Ende des Nachmittags stand dann ein kleiner Wettkampf mit zwei Runden an, den alle Roboter mehr oder weniger erfolgreich bestanden. Das war an sich schon eine witzige Sache und ganz schön zu sehen, was auch Schüler in kurzer Zeit mit etwas Hilfe programmieren können. So schwer kann das also gar nicht sein. 😉
Der Freitag war dann leider nur noch ein kurzer Tag. Genauer gesagt bloß noch der Vormittag. Hier zeigten wir den Schülern noch andere Roboter, die an der Uni zu Demozwecken (oder vielleicht auch zur Forschung?) existieren. So z. B. einen Nao. Dieser humanoide Roboter ist schon ein ganz cooles Teil, welches sogar in Turnieren gegen andere Naos z. B. beim Fußballspielen antritt. Auch diese Wettkämpfe sind eine ziemlich interessante Sache, zeigen sie doch, was technisch nicht erst seit gestern alles möglich ist. Auch den Schülern zeigten wir diesen weiteren Horizont, um die hoffentlich erlangte Motivation für das Gebiet der Robotik möglichst lange zu erhalten. Dann gab es im Anschluss noch etwas Studieninformation, was eher auf ein verhaltenes Interesse stieß. Und im Anschluss ging es zum Abschluss ins Vapiano zum Mittagessen und Verabschieden.

Alles in allem eine ziemlich angenehme Woche, da man mit wirklich interessierten Schülern zu tun hat, die die RoboSchool freiwillig in ihren Ferien mitgemacht haben. Wenn es doch nur immer so wäre…

Basti

 

Eintrag von Sebastian, Bachelorstudium Angewandte Informatik, 04.03.2019

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