Eine neue Zeit bricht an

Am 28. Januar war es soweit: Die Verteidigung der Masterarbeit als allerletzte Prüfungsleistung meines Studiums stand an. Ende Februar dann konnte ich mein Abschlusszeugnis in der Hand halten. Somit geht für mich ein wundervoller Lebensabschnitt zu Ende und der Ernst des Berufslebens geht los.

Doch bevor wir weiter nach vorn blicken, sei mein letzter Blog-Beitrag als Student dem gewidmet, was im Masterstudium so vor sich ging. Meine studentischen Aktivitäten außerhalb des Lehrplanes haben sich seit dem Bachelor nicht groß geändert. Dafür war das Masterstudium nach dem Bachelor-Abschluss eine ganz neue Welt. Neue Fächer; neue Studienordnung (die nun schon über zehn Jahre alt ist); neues Glück. Wie mein Masterstudium strukturiert ist, habe ich an anderer Stelle schon einmal beschrieben. Man hat tatsächlich die Qual der Wahl.

Der Bereich der Angewandten Informatik hat grob aufgeteilt Fächer aus der Computergrafik, der künstlichen Intelligenz und der Medieninformatik. Nicht so ganz meine Gebiete. Das Fach Sprachverstehen hätte mich interessiert, hatte in dieser alten Studienordnung allerdings nur drei Leistungspunkte – und wird auch gar nicht mehr angeboten. Also wurde es Grundlagen der Computergeometrie. Meine einzige 4,0 im Master. 😛

Die Praktische Informatik hingegen war mit Fächern aus dem parallelen Rechnen (Nutzung mehrerer Prozessoren/Rechner in einem Programm) genau meine Welt. Nicht ganz für meine Masterarbeit relevant, aber am interessantesten fand ich dabei Paralleles Wissenschaftliches Rechnen. Dabei ging es um Verfahren zur Lösung von linearen Gleichungssystemen. Das einfachste funktioniert genau so, wie wir es aus der Schule kennen. Effizientere Verfahren hingegen sind etwas kniffliger.

In der Technischen Informatik sah die Auswahl ebenfalls ganz gut aus. Beispielsweise ging es in Hardware/Software Codesign II darum, ein Programm zur Ansteuerung eines Roboterarms zu entwerfen. Als beste Fächerwahl allerdings hat sich Entwurf Verteilter Systeme herausgestellt. Dabei wurde in verschiedene Hilfsmittel zur Web-Entwicklung wie JavaScript, JQuery oder CSS eingeführt. Eigentlich wollte ich damit nur Leistungspunkte sammeln. Nun jedoch entwickle ich mit diesen Dingen hauptberuflich. 🙂

Bleibt noch die Theoretische Informatik. Eine ganz eigene Gedankenwelt, die tief in der Mathematik drinsteckt. Als das kleinste Übel hat sich das Fach Theorie der Programmiersprachen erwiesen. Ein bisschen Aussagenlogik hier, ein bisschen Prädikatenlogik dort… – aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte:
Prädikatenlogische Formel
Sieht doch nach einer Menge Spaß aus. 😀

Zu meinem Nebenfach Physik habe ich ebenfalls einen Beitrag geschrieben. Nun, da ich nach der Masterarbeit wieder Freizeit habe, werde ich mich vielleicht auch künftig etwas näher damit auseinandersetzen.

Am Ende kamen schließlich ein Seminar, ein Praktikum und die Masterarbeit. Letztere verlief eigentlich ähnlich wie die Bachelorarbeit, nur ohne all die Panik, denn inzwischen konnte man viel hinzulernen. Genau genommen war ich vor der Verteidigung noch nicht einmal groß aufgeregt, sondern habe mich im Gegenteil darauf gefreut. Immerhin war es das dann.

Ich bin der Meinung, dass ich vieles, auch berufsrelevantes, aus dem Masterstudium mitgenommen habe. Von daher hat es sich definitiv gelohnt. Es wird mir nicht leicht fallen, mich von der Uni, ihrem Alltag und den Leuten dort zu trennen. Doch das Leben geht nun einmal weiter. Und da ich in Chemnitz bleibe, wird man mich sicherlich auch einmal im Universitätsteil Straße der Nationen als Besucher antreffen, solange es dort noch mir bekannte Gesichter gibt.

Also dann: Man sieht sich, und viel Erfolg noch. 🙂

 

Eintrag von Michael, Masterstudium Informatik, 22.03.2019

2 Responses

  1. Lisa 27. März 2019 / 11:00

    Na dann herzlichen Glückwunsch! 🙂

    • Michael Dietrich 28. März 2019 / 0:25

      Hallo Lisa. Schön, wieder von dir zu hören; vielen Dank. 🙂

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