Mein Sprachentandem mit Markéta

Gegenseitiges Lehren der tschechischen und deutschen Sprache unter Freundinnen auf dem Campus der TU Chemnitz (Fotografin: Markéta Škaldová)

Darf ich vorstellen, das ist Markéta (genannt Marky), meine Sprachentandempartnerin. Wir haben uns über die Sprachentandem-Börse des Patenprogramms (am Internationalen Universitätszentrum) gefunden und bilden fortan ein Tandem, um uns gegenseitig unsere Muttersprache näher zu bringen, in unserem Fall Deutsch und Tschechisch.

Nach anfänglichem E-Mailverkehr haben wir uns zu einem ersten Treffen in den Semesterferien im März entschlossen. Dabei haben wir uns erst etwas auf Deutsch unterhalten und dann hat Marky wissen wollen, wie weit meine Tschechisch-Kenntnisse reichen. Ich lerne seit nunmehr zwei Jahren am Sprachenzentrum der TU Chemnitz Tschechisch und wollte meine Sprachkenntnisse gerne anwenden als auch ausbauen, weshalb ich eine Tandempartnerin gesucht habe, die mir dabei behilflich ist. Seitdem treffen wir uns einmal wöchentlich und sprechen zusammen auf Deutsch und Tschechisch. Letztens waren wir sogar zusammen bei einem Treffen der erst gegründeten deutsch-tschechischen Initiative „Czech in Chemnitz“, wo sich zukünftig deutsche und tschechische ChemnitzerInnen treffen können, die ihr Tschechisch und tschechische Traditionen pflegen wollen.

Markéta (Bachelorstudium Germanistik, 4. Fachsemester) schreibt:

Während meines Aufenthalts als Austauschstudentin in Chemnitz kam ab und zu Heimweh bei mir auf. Also ein Tandem mit jemandem, der von der tschechischen Sprache auch so begeistert ist? Dreimal ja – ich muss diese interessante Person unbedingt kennenlernen!
Die Vorstellungen waren verschieden und, was schließlich geschehen ist, hätte ich nie gedacht. Aber von Anfang an unsere Geschichte. Geschlossene Mensa, die Wolken voll mit Regen und zwei aufgeregte Gesichter. Aber die allerbesten Stories fangen immer mit solchen Umständen an! „Hallo, ich bin Naty!“ „Ahoj, jmenuji se Marky!“
Die Arbeit als Neulehrerinnen haben wir ganz gut gemeistert. Nach zwei Sitzungen waren die Fortschritte bei Natalies Ausdrücken im Tschechischen schon bemerkbar. Aber was machten wir noch schönes, das nichts mit dem Tandem zu tun hatte? Wir brachten uns beiderseitig während des Lehrens und Lernens aber doch was anderes bei. Die Freundschaft, weil die besten Geschichten ohne einen Freund doch keine echten Geschichten sind.
Meine Erfahrungen wollte ich in anderer Art und Weise mitteilen. Das Leben ist in der Tat auch nie trocken, wenn man keine Angst hat, die Schritte ins Fremde zu machen.

 

Solch ein Sprachentandem ist wirklich die perfekte Vorbereitung auf einen Studienaufenthalt oder für ein Praktikum im Ausland und dabei lernt man auch noch Freunde fürs Leben kennen. 😉

 

Eintrag von Natalie, Bachelorstudium Soziologie, 26.06.2019

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