Was ihr während eurer Semesterferien unternehmen könnt – Übernachten auf Biwakplätzen

So langsam geht die Prüfungsphase ihrem Ende entgegen. Grund genug, sich darüber Gedanken zu machen, was man alles in der vorlesungsfreien Zeit unternehmen kann. Im Oktober 2017 habe ich schon mal einen Tipp für einen Tagesausflug nach Kromlau gegeben, nun werde ich euch das Outdoorübernachten, namens Biwak, vorstellen.

Der Taubenteich nahe Cunnersdorf (Fotografin: Natalie Rödel)

Biwak bedeutet ursprünglich Nachtlager im Freien, vor allem von Bergsteigern genutzt. In der Sächsischen Schweiz wurden vor einigen Jahren vom Sächsischen Forst in Zusammenarbeit mit der TU Dresden an verschiedenen Plätzen Holzhütten und -Boxen aufgestellt. Bei den Boxen, passen gerade so drei Schlafsäcke nebeneinander rein, es wurde sich um Feuerholz und Tische für die Verpflegung gekümmert, zumindest an dem Biwakplatz am Taubenteich.

Zwei gegenüberliegende Boxen mit den Klappen als Dach und ausziehbarem Tisch sowie Sitzbänken. (Fotografin: Natalie Rödel)

Generell kostet der Eintritt für Biwakboxen pro Person 5 €, dazu sollte man vorher im Globetrotter oder bei anderen teilnehmenden Verkäufern Tickets kaufen, die dann vor Ort auf dem Biwakplatz in einen Briefkasten gesteckt werden. Als ich kürzlich dort Campen war, waren alle Tickets ausverkauft und wir haben einen Zettel mit Personenanzahl und Adresse darauf geschrieben, später kam dann eine Rechnung. Die Übernachtung in den Biwak- beziehungsweise Trekkinghütten ist etwas preisintensiver (10 €).

Es gibt selbstverständlich einen Verhaltenskodex beim Übernachten im Wald, was nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt ist. Dieser Kodex ist unbedingt einzuhalten, damit diese Plätze noch von nachfolgenden Besuchern genutzt werden können.

Des Weiteren ist wichtig, dass nur von April bis Oktober auf den Biwakplätzen übernachtet werden kann und dann auch immer nur für höchstens zwei zusammenhängende Nächte. Und die Plätze können nicht reserviert werden, man geht also immer auf gut Glück dahin, in der Hoffnung, dass man alleine ist (ähnlich wie beim Boofen). Aber auch, wenn da schon andere Leute sind, lässt sich doch meist miteinander reden, sodass der Biwakplatz von mehreren Parteien genutzt werden kann.

Wer also schon immer mal gerne eine Hüttentour im Elbsandsteingebirge unternehmen wollte, kann die Sächsische Schweiz einfach und kostenlos mit dem Semesterticket und der S-Bahn 1 oder 2 ab Dresden Hauptbahnhof erreichen. Weitere Informationen zu den Biwakplätzen könnt ihr hier finden.

 

Ich wünsche euch demnächst schöne Semesterferien!

 

Eintrag von Natalie, Bachelorstudium Soziologie, 29.07.2019

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