Die alte Aktienspinnerei verwandelt sich zur neuen Universitätsbibliothek

Die Chemnitzer Aktienspinnerei am Ende des 19. Jahrhunderts (Quelle: Stadtarchiv Chemnitz)

Der Gedanke, die alte Aktienspinnerei zur neuen Universitätsbibliothek umzubauen, entstand bereits 2010. Damals bewarb sich die Stadt Chemnitz um den Titel „Stadt der Wissenschaft“ und brachte die Idee als Bestandteil des Themas „Denken im Zentrum“ in den Wettbewerb ein. Nachdem der Gedanke erst einmal auf dem Tisch war, dauerte es nicht lange bis man mit der Umsetzung begann. 2011 kaufte der Freistaat Sachsen die alte Aktienspinnerei, 2012 begann mit einer europaweiten Ausschreibung die Ideenfindung für den geplanten Umbau. Nach den umfassenden Bewerbungs-, Auswahl- und Entwurfsphasen konnte die Jury im Januar 2013 den Siegerentwurf bekannt geben. Damit waren alle Voraussetzungen für die Bauphase sichergestellt und nach einer gründlichen Entkernung des Bestandsgebäudes konnte 2015 mit dem Ausbau der alten Aktienspinnerei begonnen werden. Dabei wurde, wie im Entwurf festgelegt, der ehemalige Grundaufbau beibehalten und auch die neuen Fassaden wurden den historischen Fassaden nachempfunden.

Im Inneren des Gebäudes werden sich mit dessen Fertigstellung historische Details und moderne Architektur zu einem interessanten Gesamtkonzept ergänzen. 

Die Instandsetzung der gusseisernen Tragkonstruktionen sollen den ursprünglichen industriellen Charme des Gebäudes transportieren und der Bibliothek einen einzigartigen Charakter verleihen! Dieser soll außerdem durch einen dreigeschossigen Lesesaal mit Glasdach, einen Lesegarten, Gruppenarbeitsräume und Einzelarbeitsplätze, sowie einen variablen Lese- und Kommunikationsbereich ergänzt werden. Bei der neuen Bibliothek soll es sich demnach auf der einen Seite um ein Zentrum des Wissenserwerbs und des konstruktiven Arbeitens handeln und auf der anderen Seite soll die Bibliothek als öffentlicher Raum eine Anlaufstelle für die Chemnitzer, aber auch alle anderen Interessenten sein – und das rund um die Uhr. Denn, was die neue Bibliothek noch auszeichnet ist die Tatsache, dass sie 24 Stunden am Tag geöffnet haben soll. Wer beim Pauken also die Zeit vergisst, muss sich keine Sorgen machen, irgendwann herausgeschmissen zu werden! 

Am Tag der Architektur gab es erstmals die Möglichkeit, an Führungen durch die neuen Räumlichkeiten teilzunehmen. Die neue Bibliothek stieß bei den Besuchern an diesem Tag auf große Begeisterung.

Zeitensprung – die neue Universitätsbibliothek (Fotograf: Alexander Krauß)

Der Umbau liegt in den letzten Zügen, die Eröffnung ist für 2020 angesetzt. Dann soll das Gebäude an die TU Chemnitz übergeben werden und als Zentralbibliothek alle Werke der Teilbibliotheken der TU in sich aufnehmen. Bis dahin heißt es warten – aber ich denke, dass sich das lange Warten auszahlen wird.

Aber macht euch gerne selber ein Bild! 

Eure Nora 

 

Quelle:

Malz, A. (2019, März 13). Erst Spinnerei, dann Universitätsbibliothek. Abgerufen 28. August 2019, von https://b-u-b.de/alte-aktienspinnerei/#!prettyPhoto

 

Eintrag von Nora, Bachelorstudium Regenerative Energietechnik, 11.09.2019

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