Wie bekomme ich ein Stipendium der Studienstiftung?

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Die Studienfinanzierung klappt meist ganz gut mit einem Nebenjob, zum Beispiel als Hiwi. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten, zum Beispiel ein Stipendium. Ich möchte heute die Studienstiftung vorstellen, bei der ich letztes Jahr aufgenommen wurde.

Die Studienstiftung des deutschen Volkes, Deutschlands größtes und ältestes Begabtenförderwerk, fördert aktuell etwa 14 000 Stipendiaten in Deutschland. Sie fördert besonders begabte Studenten und Doktoranden. Man muss aber keineswegs nur Einsen auf dem Zeugnis haben. Es zählen auch Initiative und Verantwortung im außeruniversitären Bereich.

Für eine Aufnahme gibt es verschiedene Wege. Zum einen kann man von der Schule vorgeschlagen werden, was aber oft schon wegfällt, wenn die eigene Schule leider nicht diese Chance wahrnimmt. Außerdem kann man durch Hochschullehrende vorgeschlagen werden und das Prüfungsamt darf mit Unterstützung eines Professors im zweiten Studienjahr Studenten vorschlagen. Letzteres ist der Weg, auf dem ich zur Studienstiftung gekommen bin. Als letzte Möglichkeit können sich Studierende des ersten und zweiten Semesters noch selbst dafür bewerben.

Mit einem Vorschlag wird man zu einem zweitägigen Auswahlseminar eingeladen. Falls ihr das hier gerade lest, weil ihr kurz vor dem Auswahlseminar steht, auch ich hatte keine Ahnung was genau auf mich zukommt, und wie ich mich am besten vorbereiten kann. Ich fuhr also nach Berlin und musste mich zwei Einzelgesprächen und Gruppendiskussionen stellen. Dabei muss jeder einen kurzen Vortrag über ein Thema seiner Wahl halten und anschließend wird mit vier bis fünf anderen Studenten darüber diskutiert. Es ist eben wichtig, dass man ein Thema wählt, bei dem jeder mitreden kann. Da die anderen Studierenden für mich fast alle sehr fachfremd waren, waren es auch teilweise sehr interessante Gespräche. Da es keine festen Aufnahmequoten gibt, und man nicht weiß, nach was genau beurteilt wird, bin auch ich mit eher gemischten Gefühlen zurückgefahren. Die Entscheidung kam dann erst später per Post.

Wie wird man gefördert? Sie Studienstiftung fördert ihre Stipendiaten sowohl finanziell als auch ideell. Die finanzielle Förderung beläuft sich auf eine Studienkostenpauschale von 300 Euro pro Monat sowie auf ein Grundstipendium, das sich etwa an den Sätzen des BAföG orientiert, jedoch nach dem Studium zurückzuzahlen ist. Zum ideellen Förderprogramm gehören Sommerakademien, wissenschaftliche Kollegs, Sprachkurse, sowie die Betreuung durch örtliche Vertrauensdozenten und die Möglichkeit, eigene Ideen von Veranstaltungen umzusetzen.

In unserer lokalen Gruppe sind wir im Vergleich zu anderen Unis unserer Größe in Chemnitz eher wenig Mitglieder. Deswegen möchte ich an dieser Stelle noch allen Mut machen, die sich überlegen, ob sie eine Selbstbewerbung machen oder ob sie zum Auswahlseminar fahren. Macht es, die Bewerbung ist zwar mit einiger Arbeit verbunden, aber es lohnt sich. Man lernt viele andere motivierte Studenten kennen und hat neben dem finanziellen Vorteil auch die Chance auf sehr tolle Akademien, Sprachkurse oder andere Veranstaltungen.

 

Eintrag von Laura, Masterstudium Mathematik, 06.01.2020

1 Response

  1. Sarah Brucker 20. Februar 2020 / 15:47

    Richtig guter Beitrag. Ich selbst habe gedacht es lohnt sich ja ohnehin nicht sich für die ganzen Stipendien zu bewerben da es ja Studenten gibt die viel besser sind aber ich kann nur jedem raten es einfach mal zu versuchen. Vor Allem private Stipendien von irgendwelchen Unternehmen und Organisationen sind, meiner Erfahrung nach wirklich Top und es bewerben sich meist nicht viele Leute darauf. Ich habe mich zum Beispiel auf ein ein kleines Stipendium beworben: https://www.online-fitness-coaching.com/stipendium/ und wurde genommen. Von solchen Stipendien gibt es sehr viele und man muss einfach ein bisschen suchen und sich die Mühe machen sich zu bewerben.

    Viele Grüße,
    Sarah

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