Arbeiten während der Semesterferien

Sind alle Prüfungen und Hausarbeiten geschrieben und man hat kein Geld für einen Urlaub, so hat man oft das Gefühl von Langeweile und weiß nichts mit seiner vielen Freizeit anzufangen. Ich arbeite in der Zeit als wissenschaftliche Hilfskraft an meinem Institut. Die Uni als Arbeitgeber weist dabei einen ganz guten Stundenlohn und gute fachrelevante Einsatzmöglichkeiten auf.

Seit nunmehr zwei Jahren und drei Monaten arbeite ich am Institut für Soziologie als studentische (seit meinem Bachelorabschluss sogar als wissenschaftliche) Hilfskraft an der Professur für Gesundheitssoziologie. In dieser Zeit konnte ich stets gelernte Methoden in der sozialwissenschaftlichen Forschung bei den Studien meines Professors anwenden und Neues dazulernen. Viele denken, dass man als Hiwi nur stupide Arbeiten zugewiesen bekommt, die die angestellten Lehrkräfte nicht übernehmen wollen.

Mein Büro im Institut für Soziologie (Fotografin: Natalie Rödel)

Doch dies kann ich zumindest nicht unterschreiben, denn mein Aufgabenspektrum ist ziemlich breit gefächert und fasst nicht nur kopieren und scannen ein, sondern auch Literaturrecherchen, Lehrevaluationen sowie das Erstellen von Studien und Fragebögen. Um hierbei nur einen Teil zu nennen. Das Schöne dabei ist, dass ich dadurch vieles aus dem Studium direkt anwenden und gleich praktische Erfahrungen in der Forschung sammeln kann. Ein weiterer Vorteil ist der Arbeitsplatz, der einem oftmals in einem Hiwi-Büro zugeteilt wird. Den nutze ich nicht nur während der Arbeitszeit, sondern auch mal während einer Freistunde oder zum ruhigen Nacharbeiten und Lernen.

Ihr fragt euch sicher, wie man einen solchen Traumjob ergattern kann… Nun, ich hatte das Glück, dass in meinem dritten Bachelorsemester eine Ausschreibung per Mail über den Institutsverteiler versandt wurde. Daraufhin habe ich mich direkt beworben und ich wurde zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Es gibt aber auch Jobvergaben über Mundpropaganda, Ausschreibungen auf der TU-Website oder man fragt den oder die ProfessorIn oder die Dozierenden, ob es Arbeit zu verrichten gibt. Dies ist natürlich nicht immer möglich, da manche Professuren nicht genügend Mittel für Hilfskräfte übrig haben. Auch kam es schon vor, dass in einigen Fächern, die Studierenden mit einer 1,0 angesprochen worden, ob sie nicht in der betrefffenden Professur arbeiten wöllten. Alles schon erlebt! Teilweise gibt es auch extra während der Semsterferien Kurzzeitarbeitsverträge für spezielle Events, zum Beispiel ein Kongress oder eine Fachtagung, wo ebenfalls Hilfskräfte gesucht werden.

Wenn ihr also die Chance zu einem Hiwi-Job habt, ergreift sie und probiert es aus. Ich kann jedenfalls nur positives berichten!

 

Eintrag von Natalie, Masterstudium Public Health mit Schwerpunkt Prävention und Evaluation, 02.04.2020

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.