Was studierst du momentan? Wohin hat es dich verschlagen?

Momentan studiere ich Volkskunde/ Kulturgeschichte M.A. in Jena. Nach dem sehr interdisziplinären Studium der Europa-Studien in Chemnitz wollte ich mich gerne intensiver mit dem Bereich der Kulturgeschichte befassen und auch spezieller darauf orientieren, mit dem Ziel später im Bereich der Kulturvermittlung zu arbeiten.

Wie kamst du dazu, an der TU Chemnitz zu studieren?

Die Vielfältigkeit der Europa-Studien, der ostmitteleuropäische Schwerpunkt, die vielen Wahlmöglichkeiten und die Chance, Russisch lernen zu dürfen, haben mich damals überzeugt, nach Chemnitz zum Studieren zu gehen. Und ich wurde nicht enttäuscht…

Welchen Mehrwert gab dir das Studium an der TU Chemnitz?

….die Atmosphäre unter den Studierenden und in der Uni allgemein war sehr familiär und kollegial. Besonders in den ersten beiden Semestern habe ich sehr viel bezüglich der formalen Anforderungen (bspw. für Hausarbeiten etc.) gelernt, wovon ich bis heute profitieren kann. Auch die studienbezogenen Inhalte wurden immer gut vermittelt, wobei trotzdem immer versucht wurde auf den einzelnen Studenten einzugehen und individuell (soweit das eben an einer Uni geht) zu unterstützen.

Würdest du den gleichen Studiengang noch einmal studieren?

Im Bachelor auf jeden Fall. Im Master wollte ich mich dann aber doch spezifischer orientieren und eben einen Bereich – in meinem Falle den kulturwissenschaftlichen – intensiver studieren, anstatt „die ganze Bandbreite“ weniger intensiv und oberflächlicher zu betrachten. Im Bachelor wurden mir viele Wahlmöglichkeiten geboten, wodurch das Erstellen eines eigenen Profils möglich wurde. Das hilft sehr bei der persönlichen Weiterorientierung und bei der Wahl, mit welchem Studienfach man sich im Master und/oder im späteren Beruf genauer beschäftigen möchte. Es wurde eine super Grundlage erarbeitet und durch das Wissen, das man im Bachelor eben auch in den anderen Fachbereichen (bspw. Sozialwissenschaften, Recht, VWL…) erhält, wurde der persönliche Horizont sehr erweitert, was einem auch im Master immer wieder hilft, die Dinge auch von anderen Standpunkten aus zu betrachten und kritisch hinterfragen zu können.

Was war dein schönstes Studienerlebnis an der TU?

DAS schönste Studienerlebnis gibt es für mich glaube ich gar nicht. Es waren eher viele kleine Erlebnisse, die mir das Bachelorstudium in guter Erinnerung bleiben lassen. Zum Beispiel, dass uns der Dozent (Herr Niedobitek) nach der Recht und Politik-Vorlesung abends um acht immer eine Seite aus der „Häschenschule“ vorlas, als „Motivation, dass wir auch alle zur Vorlesung erscheinen und als Ausgleich nach der anstrengenden Vorlesung“ :-). Oder, dass es durchaus vorkommen konnte, mit einem der Dozenten in der Cafeteria gemeinsam Mittag zu essen oder, dass eine Dozentin (Frau Pinheiro) uns anbot, ein paar Studenten mit dem Auto von der Reichenhainer Straße mit in die StraNa zu nehmen, „weil doch die Busse immer so voll sind“. Ich glaube, solche „studentennahen“ Dozenten gibt es kein zweites Mal an irgendeiner Uni. 🙂

Abschließend: Dein Rat an die Bachelor von heute. Was sollten sie beachten?

Auch, wenn es schön ist, interdisziplinär zu studieren, würde ich immer im Hinterkopf behalten, dass es wichtig ist, zu schauen, was einen von den Veranstaltungen am meisten interessiert und womit man sich gerne intensiver beschäftigen möchte. Der Master (wenn man denn einen machen möchte) muss ja dann kein einschlägiger sein, aber in etwa die Richtung, in die es beruflich einmal gehen sollte, kann man im Bachelor ganz gut herausfinden. Ansonsten darf man sich aber auf keinen Fall zu viel Druck machen, es gibt kein richtig und kein falsch und kein „zu lange“ oder „zu kurz“ studieren. Ich habe meinen Bachelor beispielsweise in 5 Semestern gemacht. Die häufigste Reaktion: „Was?! Das ist ja viel zu schnell!“ Ähm, nö. Das war eben mein Tempo. Genau, wie jemand eben nicht „viel zu langsam“ ist, wenn man den Bachelor nach 12 Semestern macht. Macht euch also keinen Stress und studiert in eurer Zeit, das ist das Allerwichtigste.

Genießt die Bachelorzeit − in eurer eigenen Zeitzone. 😉

 

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