Über uns

Über Hybrid Societies

Das Miteinander von Menschen und Maschinen gestalten

Der Forschungsverbund Hybrid Societies untersucht, wie spontane Begegnungen zwischen Menschen und intelligenten Technologien in öffentlichen Räumen reibungslos gestaltet und flüssig koordiniert werden kann. Im Kern geht es darum zu bestimmen, was nötig ist, damit Menschen und Maschinen ihre Aktivitäten und Bewegungen vorausschauend aufeinander abstimmen können, wenn Sie sich z.B. in einem Park oder auf der Straße begegnen. Was ist erforderlich, damit Menschen sich beispielsweise mit Robotern, mit hochautomatisierten Fahrzeugen oder virtuellen Figuren genauso reibungslos koordinieren können wie mit Mitmenschen? Und wie muss Technik gestaltet werden, damit sie diese Anforderungen erfüllt? Die grundlegende wissenschaftliche Erforschung dieser Fragen ist wichtig, da wir in hybriden Gesellschaften öffentliche Räume mit zunehmend eigenständig handelnden Maschinen teilen.

Was sind hybride Gesellschaften?

Autonome Fahrzeuge, ferngesteuerte und autonom agierende Roboter, Drohnen, intelligente Prothesen – alles Beispiele für verkörperte digitale Technologien. Diese haben immer mehr Funktionen und können zunehmend mehr Aufgaben übernehmen. Sie begegnen uns an immer mehr Orten und in verschiedenen Gestalten. Dabei treten sie mit Menschen in Interaktion und bilden so zusammen mit ihnen hybride Gesellschaften.

Warum erforschen wir hybride Gesellschaften?

Die Koordination unserer Bewegungen in Abstimmung mit unseren Mitmenschen gelingt relativ reibungslos. Damit die Interaktionen in hybriden Gesellschaften effektiv sind und ähnlich reibungslos ablaufen, müssen menschliche Fähigkeiten und das technologisch Machbare analysiert und in neuartiger Weise aufeinander abgestimmt werden. Die Erforschung hybrider Gesellschaften trägt also dazu bei, den Einsatz verkörperter digitaler Technologien in öffentlichen Räumen nach menschlichen Bedürfnissen und Fertigkeiten auszurichten und die dazu nötigen technologischen Innovationen voranzubringen.

Welche Fragen stellen wir?

Was ist erforderlich, damit Menschen sich mit verkörperten digitalen Technologien ähnlich reibungslos koordinieren können wie mit ihren Mitmenschen?

Wie muss Technik gestaltet werden, damit sie die Anforderungen dafür erfüllt?

Wie erforschen wir hybride Gesellschaften?

Um die bisher ungelösten Herausforderungen anzugehen und das Miteinander von Menschen und Maschinen in öffentlichen Räumen zu gestalten, ist es notwendig, dass eine Vielzahl an Disziplinen, von Psychologie und Ingenieurwissenschaften über Mathematik und Informatik bis zu den Sozial- und Geisteswissenschaften ihre Stärken zusammenführen.

Der Forschungsverbund Hybrid Societies an der Technischen Universität Chemnitz wird in den Jahren 2020 bis 2023 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Sonderforschungsbereich finanziert. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden die Bedingungen für gelingende Koordination zwischen Menschen und Maschinen in öffentlichen Räumen studieren.

Der Sonderforschungsbereich Hybrid Societies arbeitet auf vier Feldern.

  • Sensomotorik. In diesem Forschungsfeld sind alle Projekte versammelt, die das Wahrnehmen, Vorhersagen und die Bewegungsausführung im Koordinieren und Interagieren mit verkörperten digitalen Technologien erforschen.

  • Künstliche Körper. Dieses Forschungsfeld umfasst alle Vorhaben, die sich damit beschäftigen, welche Fähigkeiten den verkörperten digitalen Technologien aufgrund ihrer Erscheinung und ihres Verhaltens zugeschrieben werden. Außerdem geht es hier darum, inwiefern Prothesen oder virtuelle Agenten als Ersatz oder als Erweiterung des eigenen Körpers erfahren werden.

  • Geteilte Umwelten. Hier kommen alle Projekte zusammen, die sich für die gemeinsame Aufmerksamkeitsausrichtung, die räumliche Orientierung und das koordinierte Verhalten von Menschen und intelligenten Maschinen interessieren.

  • Intentionalität in hybriden Gesellschaften. Das Forschungsfeld vereint die Vorhaben, welche die Zuschreibung und die Kommunikation von situationsspezifischen Absichten zwischen Menschen und verkörperten digitalen Technologien untersuchen.

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer 416228727 – SFB 1410 // Funded by the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, German Research Foundation) – Project-ID 416228727 – SFB 1410


Unser Team

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