Monitoring – Finanzierung – Beratung : Wie die Universitätsbibliothek Open Access unterstützt

Open Access an der UB Chemnitz

 

Monitoring
Der Nationale Open-Access-Monitor der Zentralbibliothek des Forschungszentrum Jülich bietet Möglichkeiten zur Publikationsanalyse, Kostenanalyse und Zitationsanalyse von Open Access in Deutschland. Momentan werden Daten zu wissenschaftlichen Artikeln, die einen Digital Object Identifier (DOI) besitzen, ausgewertet. Quellen sind u.a. das Web of Science und die Datenbank Dimensions. Die Universitätsbibliothek Chemnitz nutzt den Monitor zur Analyse von Open-Access-Publikationszahlen und -kosten aber auch zur Beobachtung des Marktes und der Kostenverteilung auf die verschiedenen Verlage. Die Ergebnisse sind wichtig für die Kalkulation des Publikationsfonds der TU Chemnitz, den Abschluss von Transformationsvereinbarungen mit Verlagen und die Beantragung von Fördermitteln.

Abb. 1, TU Chemnitz, 2017-2021, OA Monitor, Dimensions

Der Anteil der Open-Access-Publikationen der TU Chemnitz wächst im Verhältnis zu den Veröffentlichungen im Closed Access seit Jahren kontinuierlich an. Fast die Hälfte des Forschungsoutputs in Zeitschriften ist bereits frei verfügbar. Innerhalb der  49 Prozent Open Access wurden 24 Prozent der Artikel in goldenen Open-Access-Zeitschriften veröffentlicht und 11 Prozent auf dem grünen Weg, in Open-Access-Repositorien. Insbesondere durch die Beteiligung an den bundesweit verhandelten DEAL-Verträgen steigt aber auch die Anzahl hybrider Publikationen (Veröffentlichung in einer Subskriptionszeitschrift UND Open-Access-Zugriff nach dem Publish-and-Read-Modell).

Abb. 2 Open Access Status TU Chemnitz, 2017-2021, Anteile je Jahr, OA Monitor, Dimensions

Finanzierung
Damit noch mehr Forschungsergebnisse langfristig, digital frei verfügbar sind, fördert die Universitätsbibliothek die Transformation von Publikationskosten zu einer publikationsbasierten Abrechnung an der TU Chemnitz. Durch Verlagsvereinbarungen auf Bundes-, Landes- und Konsortialebene sowie in individuellen Vertragsabschlüssen werden Open-Access-Optionen für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verhandelt. Die Publikationskosten aus Transformationsverträgen werden von der Universitätsbibliothek übernommen. Das Ziel ist die Schaffung von Angeboten über alle Fächer und für jeden Wissenschaftsgrad, insbesondere auch für Nachwuchswissenschaftler. Aktuell gibt es folgende Verlagsvereinbarungen die Sie kennen und nutzen sollten.

  • Springer Nature
  • Wiley
  • MDPI
  • Frontiers
  • Hogrefe
  • IOP
  • ECS

Zusätzlich steht ein zentraler Publikationsfonds für Artikel zur Verfügung die nicht unter diese Vereinbarungen fallen und in reinen Open-Access-Zeitschriften erscheinen. Per WEB-Formular können die Kosten bereits bei Einreichung des Artikels in der Universitätsbibliothek beantragt werden (Das betrifft nicht Wiley und Springer- hier ist kein Antrag nötig). Die Ausgaben im Publikationsfonds sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Deshalb ist ein nachhaltiges Geschäftsmodell wichtig, das sich momentan aus einem Anteil der Universitätsbibliothek, einem Anteil der TU und einer geringen Autorenbeteiligung (Professur) zusammensetzt. Im Förderprogramm Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme (LIS) der Deutschen Forschungsgemeinschaft konnten viele Jahre weitere Mittel von der TU Chemnitz eingeworben werden. Ein aktueller Förderantrag für Open-Access-Publikationskosten 2022-2024 ist eingereicht.

wachsende Publikationskosten

Abb. 3 Publikationskosten, TU Chemnitz, 2017-2021, OA Monitor, Dimensions

Die Förderung von Open-Access-Monographien ist innerhalb eines separaten Publikationsfonds geplant und derartige Publikationsvorhaben können dem Open-Access-Team mitgeteilt werden.

Beratung
Zu allen Fragen im Bereich wissenschaftliches Publizieren, wie der Recherche nach geeigneten Zeitschriften oder Verlagen, zu Rechtsfragen und zur Kostenübernahme beraten wir Sie gern.
Support und Service beim wissenschaftlichen Open-Access-Publizieren haben sich zu Kernaufgaben der Universitätsbibliothek entwickelt. Als positive Beispiele zu Rücksprachen bei der Zweitveröffentlichung können das Buch von Herrn Dr. Franke und der Buchbeitrag von Frau Professor Sanchez-Stockhammer in MONARCH-Qucosa erwähnt werden.

Gemeinsam mit den Autoren wählen wir die passende Open-Access-Lizenz für die jeweilige Publikation aus. Welche Publikationen Sie zweitveröffentlichen können, verrät Ihnen eine Abfrage im Portal dissem.in.
Bsp.: https://dissem.in/p/74847759/wafer-bonding-process-for-building-mems-devices/
Beratungen und Schulungen bieten wir auch zur Veröffentlichung von kumulativen Dissertationen oder Preprints an.
Parallel dazu steht Ihnen das Open Science Team kompetent bei der Veröffentlichung von Forschungsdaten, Lehrmaterial und Open Source zur Verfügung.

Kontakt Open Access: oa@Bibliothek.TU-Chemnitz.de
Kontakt Open Science:os@Bibliothek.TU-Chemnitz.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.