Archiv des Autors: Martina Jackenkroll

LOKI

Die Maschine zitieren: was in gängigen Zitierrichtlinien zu KI-generierten Texten steht

KI-Anwendungen verändern die wissenschaftliche Literaturrecherche. Die Universitätsbibliothek bietet zur ersten Auseinandersetzung mit diesem Thema „LOKI“ an – einen E-Learning-Kurs zur KI-gestützten Literaturrecherche. Dieser OPAL-Kurs ist als Microcredential Teil des Lernangebots der TUCacademy.

Einige Themen aus dem Kurs sollen in den nächsten Wochen herausgepickt werden, um sie auf unterschiedlichen Wegen zu kommunizieren. In diesem Blogbeitrag starten wir mit einem Thema, das eigentlich ganz am Ende des Prozeses der Literaturrecherche steht: wie zitiere ich KI-Textoutput?

Ist KI-Text überhaupt als wissenschaftliche Quelle zitierfähig?

Nein, Output von generativer KI eignet sich nicht als klassische Wissensquelle, da sie zu sogenannten Halluzinationen (Konfabulationen) neigt und Quellen oder Literaturangaben erfinden kann. Literatur muss in studentischen Arbeiten immer über eine wissenschaftliche Originalquelle nachgewiesen werden, in Ausnahmefällen zumindest über eine verlässliche Sekundärquelle. KI-generierter Text ist eigentlich nicht zitierfähig.

Gibt es im Studium dennoch Praxissituationen, in denen KI-generierte Textausgaben zitiert werden müssen?

Anwendungsfälle, in denen Ausgaben von generativer KI im wissenschaftlichen Arbeiten tatsächlich zitiert werden müssen, sind nur schwer auszumachen. Ob KI-Werkzeuge beim Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit überhaupt genutzt werden dürfen, geben die Richtlinien der jeweiligen Professur, der Forschungsfördereinrichtung oder des Verlags vor.

In ausgewählten Fällen können Ausgaben von KI-Tools als Primärquelle, belegt mit direkten Zitaten, jedoch zum Gegenstand der wissenschaftlichen Reflexion selbst werden. Und damit wird auch ein transparenter Nachweis erforderlich. Denkbar ist die erforderliche Zitierung von schriftlichem Output von KI-Werkzeugen zum Beispiel im Kontext von sprachwissenschaftlichen, informationswissenschaftlichen oder technischen Arbeiten, die sich mit Syntax und Lexikologie oder mit Funktionsweisen und Sprachmodellen von KI-Systemen selbst beschäftigen.

Wie wird der KI-generierte Output dann zitiert? Was steht dazu in den Zitierrichtlinien?

Die Organisationen, die die Regeln und Richtlinien zum Zitieren herausgeben, haben in den letzten Jahren ihre Richtlinien aktualisiert oder durch Blogbeiträge zum Thema ergänzt.  

Beim Zitieren von KI-Tools werden übergreifend über die einzelnen Zitierstile folgende Elemente erwähnt: Titel (bei Text-, Bild- und Multimediagenerierungs-Tools ist das der Prompt, bei zu langen Prompts nur der Anfang desselben), Name und Version des Tools, Anbieter (Firma/Organisation, die das Tool entwickelt hat), Datum der Generierung der Inhalte, Adresse (URL des Prompts oder URL des Tools).

Im Einzelnen werden aktuell folgende Vorgaben formuliert:

MLA

Die Ausführungen der MLA betonen, dass das KI-Werkzeug nicht als Autor behandelt werden sollte.

Wenn das Endergebnis der KI nicht öffentlich zugänglich ist, muss die URL des KI-Programms angegeben werden. Wenn das Ergebnis über eine öffentliche URL verfügbar ist, wird diese im Literaturverzeichnis angegeben. Abhängig von den Vorgaben der Professur kann zur genauen Dokumentation eine Kopie des Prompts als Anhang an die Arbeit angefügt werden müssen.

Muster:Beispiele:
Literaturverzeichnis:
„Prompt“. Name of AI, Version (if applicable), Publisher/developer, Date the content was generated, URL of content or URL of AI program.
Literaturverzeichnis, mit öffentlich zugänglicher URL zum Chat:
“How many „r“ are there in strawberry?“ prompt. Le Chat AI, Mistral Large, Mistral AI, 28 March 2026, https://chat.mistral.ai/chat/31035bcc-c38c-4457-ba8e-16cd5d94c419.
In-Text-Zitierung:
(“text of prompt”)
In-Text-Zitierung:
Comparing the fast and the research modes in Le Chat by Mistral AI one can state that the research mode has come up with a correct answer in this case whereas the fast mode’s reply was proved wrong (“How many „r“ are there in strawberry?”).

APA

Die ergänzenden Ausführungen im Blogartikel Citing generative AI in APA Style empfehlen, den verwendeten Prompt in einem Anhang oder in einer Fußnote zu dokumentieren.

Muster:Beispiele:
Literaturverzeichnis (References):
AI Company Name. (year, month day). Title of chat in italics [Description, such as Generative AI chat]. Tool Name/Model. URL of the chat
allgemeine Zitierung eines KI-Tools:
AI Company Name. (year). Tool Name/Model in Italics and Title Case [Description; e.g., Large language model]. URL of the tool
Literaturverzeichnis (References):
Mistral AI. (2026, March 28). How many „r“ are there in strawberry? [Generative AI chat]. Le Chat (Mistral Large). https://chat.mistral.ai/chat/31035bcc-c38c-4457-ba8e-16cd5d94c419
allgemeine Zitierung eines KI-Tools:
Mistral AI. (2026). Le Chat (Mistral Large) [Large language model]. https://chat.mistral.ai
In-Text-Zitierung:
Author of AI model (year)
oder
(Author of AI model year)
In-Text-Zitierung:
Mistral AI (2026) führt aus…
oder
(Mistral AI 2026)
Chicago

Der Chicago-Stil empfiehlt in Abschnitt 14.112 Fußnoten zur Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten, wenn der vollständige Prompt nicht in den Text geschrieben werden soll. Mehrere Prompts aus einer längeren Konversation können darin zusammengefasst werden.

Da Chatkonversationen als persönliche Kommunikation interpretiert werden, entfällt normalerweise die Aufnahme in eine Bibliografie oder eine Literaturliste. Sollte eine KI-Konversation dennoch in eine solche aufgenommen werden, ist sie unter dem Namen der Softwarefirma aufzuführen und sollte möglichst eine öffentlich verfügbare URL enthalten. Wenn die von einem KI-Werkzeug erstellten Inhalte nicht öffentlich zugänglich sind, sollte möglichst kein Eintrag in das Literaturverzeichnis gemacht werden. 

Muster:Beispiel:
in einer Fußnote:
1. Response to „[prompt text],“ AI software, Name of the company/developer, date of search. URL
in einer Fußnote:
1. Response to „„How many „r“ are there in strawberry?“ Le Chat (Mistral Large), Mistral AI, March 28, 2026. https://chat.mistral.ai/chat/31035bcc-c38c-4457-ba8e-16cd5d94c419
in einer Bibliografie / in einem Literaturverzeichnis:
Name of the company/developer. Response to „[prompt text]“ AI program, date of search. URL
in einer Bibliografie / in einem Literaturverzeichnis:
Mistral AI. Response to „How many „r“ are there in strawberry?“ Le Chat (Mistral Large), March 28, 2026. https://chat.mistral.ai/chat/31035bcc-c38c-4457-ba8e-16cd5d94c419

Harvard

Beim Harvard-Stil (vgl. Cite them right) muss unterschieden werden, ob der Output des GenAI-Tools öffentlich zugänglich ist oder nicht. Wenn der Output nicht öffentlich über eine URL abrufbar gemacht werden kann, wird er als persönliche Kommunikation zwischen der verfassenden Person und dem Tool behandelt. Ob eine Kopie des Chats im Anhang der Arbeit dokumentiert werden muss, solltest du mit der betreuenden Person absprechen. 

Muster:Beispiel:
in einem Literaturverzeichnis ohne öffentliche URL als persönliche Kommunikation: Company and Name of AI (Year) Medium of communication to Receiver of communication, Day Month of communcation.in einem Literaturverzeichnis ohne öffentliche URL als persönliche Kommunikation:
Mistral AI Mistral Large (2026) Le Chat response to Jochen Kroll, 28 March.
in einem Literaturverzeichnis mit öffentlicher URL:
Name of Tool (Year) AI-generated [medium, e.g. text] by [name LLM] with prompt ‚…‘, Day Month. Available at: URL (Accessed: date).
in einem Literaturverzeichnis mit öffentlicher URL:
Mistral AI (2026) AI-generated text by Le Chat with prompt ‚How many „r“ are there in strawberry‘, 20 March. Available at: https://chat.mistral.ai/chat/31035bcc-c38c-4457-ba8e-16cd5d94c419 (Accessed: 28 March 2026).
In-Text-Zitierung:
Name of Tool (Year)…  …(Name of Tool, Year)
In-Text-Zitierung:
Mistral AI (2026) führt aus…
(Mistral AI, 2026)

IEEE

Der IEEE Zitationsstil arbeitet mit Fußnoten [1], [2], [3] usw. im Text. Im Literaturverzeichnis werden die vollständigen Quellenangaben gelistet. Generative KI wird dabei als Software zitiert (vgl. NTU 2023). Die Texte von Prompts können in einem Anhang (Appendix) dokumentiert werden.

Muster:Beispiel:
Literaturverzeichnis:
Title of Software. (Date). Repository or Archive. (version or year). Publisher Name. Accessed: Date (when applicable). [Type of Medium]. Available: site/path/file
Literaturverzeichnis:
ChatGPT. (GPT-4). OpenAI. Accessed: Sep. 26, 2023. [Online]. Available: https://chat.openai.com/chat

Hintergrund: E-Learning-Kurs „LOKI

„LOKI“ steht für: Literaturrecherche Online mit KI-Unterstützung. Der Kurs ist ein Angebot der UB Chemnitz in Kooperation mit der TUCacademy. Im E-Learning-Kurs wird neben grundlegenden Recherchekompetenzen Wissen zur Funktionsweise und zum Einsatz ausgewählter KI-Tools vermittelt – wann ist der Einsatz sinnvoll und wann nicht? Außerdem geht es im Kurs um die Dokumentation und das Zitieren von KI-Textoutput, KI-Funktionalitäten in wissenschaftlichen Datenbanken sowie Risiken und Herausforderungen wie Datenschutz, Urheberrecht und gute wissenschaftliche Praxis.

Das Akronym LOKI unterstreicht dabei die Ambivalenz des Themas.

Screenshot WISO Datenbank

WISO-Datenbank mit neuer Oberfläche

Die Datenbank wiso mit ihrem umfassenden Angebot von hauptsächlich deutschsprachiger Literatur für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften hat eine neue Oberfläche erhalten.

Was ist neu? Neu ist vor allem die Gestaltung der Benutzungsoberfläche sowie die Möglichkeit, direkt auf die Inhalte der verschiedenen Quellen zuzugreifen.

Was bleibt gleich? Die Inhalte und Daten bleiben identisch und die bekannten Suchfunktionen bleiben bestehen.

Weitere Informationen sind im Relaunch-Leitfaden nachzulesen.

Screenshot einer Seite aus EBook Central

E-Books korrekt zitieren – trotz fehlender Seitenzahlen

Seit Einführung des European accessibility act, der die Barrierefreiheit von Produkten und Dienstleistungen verbessern soll, wird bei der Online-Bereitstellung von E-Books das EPUB-Format dem PDF-Format als Standard vorgezogen. Mehrere E-Book-Anbieter wie zum Beispiel Ebook Central (Proquest) weisen in aktuellen Meldungen auf diese Änderung hin, da diese Auswirkungen auf die E-Book-Nutzung in ihren Portalen hat.

Was ist daran problematisch?

EPUB-Dateien passen sich flexibel an Bildschirmgrößen und Schriftarten an. Der Nachteil: es fehlen feste Seitenzahlen in den Dokumenten. In der Wissenschaft werden Seitenangaben aber in vielen Leitfäden zum Zitieren gefordert, um Zitate wiederauffindbar zu machen. Wie trotz fehlender Seitenpaginierung aus EPUBs zitiert werden kann, erläutern wir in diesem Blogartikel.

Screenshot einer „Seitenansicht“ eines EPUB-E-Books in Ebook Central. Die „Seitenangabe“ unten rechts kann variieren.

Welche Alternativen gibt es zur Seitenangabe?

Was tun, wenn das EPUB-Format keine festen Seiten liefert? Es gibt verschiedene Alternativen, Zitate aus EPUB-Dateien zu referenzieren:

  • Kapitel- oder Abschnittsnummern (z.B. chapter 3, paragraph 4)
  • gekürzte Versionen von Kapitel- oder Abschnittsüberschriften
  • Prozentangaben oder Positionen (z.B. 45 %, 1654 loc bei Kindle-Readern)

Was steht dazu in den offiziellen Regelwerken?

Beim Blick in die entsprechenden Handbücher erhält man Empfehlungen zur Zitierweise im Fließtext oder in Fußnoten sowie zum Erstellen von Literaturverzeichnissen. Wir zeigen hier einige Beispiele. Im Einzelfall sind jedoch Abweichungen möglich, da selbst die Regelwerke stellenweise Raum für Interpretation lassen.

ZITIERSTIL LITERATURVERZEICHNIS | Vorlage LIteraturverzeichnis | Beispiel In-Text-Zitierung | Beispiel
APA Author, A. A. (Year). Title of the book: Subtitle of book (Edition, if applicable). Publisher. DOI or nondatabase URL (if available) Mankiw, N G. (2025). Macroeconomics (12th ed.). Macmillan. (Mankiw, 2025, Chapter 2-1)
Chicago Author Last Name, Author First Name. Title of the Book. Place of Publication: Publisher, Year. DOI or URL (if available) or name of database. e-book reader. mit URL aus einer kommerziellen Datenbank:

Mankiw, Nicholas Gregory. Macroeconomics. New York: Macmillan Publishers, 2025. https://ebookcentral.proquest.com/lib/tuchemnitz/detail.action?docID=31813253

mit E-Book-Format bei Nutzung über E-Book-Reader:

Mankiw, Nicholas Gregory. Macroeconomics. New York: Macmillan Publishers, 2025. ProQuest Ebook Central. EPUB.

Es werden Fuß- oder Endnoten genutzt. Beispiel:

„Economists distinguish between two types of quantity variables: stocks and flows. A stock is a quantity measured at a given point in time, whereas a flow is a quantity measured per unit of time.“²

Fuß-/Endnote:
2. Nicholas Gregory Mankiw, Macroeconomics (Macmillan Publishers, 2025), chap. 2-1, EPUB.

Harvard

(nach: Cite Them Right 2022)

Author surname(s), initial(s). (Year Published) Title. Edition.  [e-book reader]. Place of Publication: Publisher. Available at: URL or DOI (Accessed: day month year). Mankiw, N. G. (2025) Macroeconomics. 12th edn. [EPUB]. New York, NY: Macmillan. Available at: ProQuest Ebook Central https://ebookcentral.proquest.com/lib/tuchemnitz/detail.action?docID=31813253&ppg=295 (Accessed: 19 February 2025). (Mankiw, 2025, chapter 2-1).
MLA Last Name, First Name of First Author, et al. Title of Book: Subtitle if Any. Edition if given and is not first edition, e-book ed., Publisher Name often shortened, Year of publication. Name of Database, DOI number/URL/Permalink or e-book format. mit URL aus einer kommerziellen Datenbank:

Mankiw, Nicholas Gregory. Macroeconomics. 12th ed., e-book ed., Macmillan, 2025. ProQuest Ebook Central, https://ebookcentral.proquest.com/lib/tuchemnitz/detail.action?docID=31813253&ppg=295.

mit E-Book-Format bei Nutzung über einen E-Book-Reader:

Mankiw, Nicholas Gregory. Macroeconomics. 12th ed., e-book ed., Macmillan, 2025. EPUB.

(Mankiw, ch. 2-1)
IEEE J. K. Author, “Title of chapter in the book,” in Title of Published Book, xth ed. City of Publisher, State, Country: Abbrev. of Publisher, year, ch. x, sec. x. [Online]. Available: http://www.web.com [1] N. G. Mankiw, Macroeconomics, 12th ed. New York, NY, USA: Macmillan (Inc.), 2025. [Online]. Available: https://ebookcentral.proquest.com/lib/tuchemnitz/detail.action?docID=31813253&ppg=295 Nummerierung von Referenzen im Text: [1, ch. 2-1]

Was ist bei der Referenzierung von E-Books noch zu beachten?

Wenn möglich, sollte stets eine DOI oder (nondatabase) URL mit Zugriffsdatum verlinkt werden, um die Quelle eindeutig auffindbar zu machen. Generell ist im Zitierkontext die DOI der URL vorzuziehen, da sie sich nie ändert und immer auf dasselbe Zielobjekt verweist. Ist nur eine URL vorhanden und verlinkt diese URL auf eine Quelle in einer kommerziellen Datenbank hinter einer Paywall, kann sie laut mancher Regelwerke durch den Namen der Datenbank (z.B. ProQuest Ebook Central) ersetzt werden. In den APA-Richtlinien wird jedoch ausdrücklich auf das Weglassen der Namensnennung einer Datenbank hingewiesen, wenn die Quellen auch an anderen Orten (z.B. auf einer anderen Plattform) gefunden werden können.

Einige Zitierrichtlinien empfehlen die Angabe des Formats des verwendeten E-Book-Readers wie Kindle oder EPUB beim Zitieren aus E-Books, die ohne URL auf einem E-Reader, einer E-Reader-App oder auf einem Computer mit E-Reader-Software aufgerufen werden.

Wo finde ich weitere Informationen?

Für alle, die tiefer einsteigen möchten: Die wichtigsten Zitierstandards bieten hilfreiche Hinweise – insbesondere zu Detailfragen der korrekten Angabe von E-Books ohne Seitenzahlen. Die aktuellen Ausgaben der Regelwerke befinden sich im Bestand der Universitätsbibliothek:

Zusätzlich bietet unser MIKA-E-Learning-Modul „Zitieren einen umfassenden Überblick zum wissenschaftlichen Zitieren allgemein. Gerne diskutieren wir aber auch alle Fragen rund um das Zitieren und um die Literaturverwaltung mit Zotero und Citavi in unseren persönlichen Beratungen Book a Librarian.

Academic Search Screenshot

EBSCOhost-Datenbanken in neuem Look!

EBSCOhost ist auf eine neu gestaltete grafische Benutzeroberfläche umgezogen. Dies betrifft alle von der Universitätsbibliothek lizenzierten Datenbanken:

  • Academic Search Premier
  • American Antiquarian Society (AAS) Historical Periodicals Collection
  • American Bibliography of Slavic, East European, and Eurasian Studies (ABSEEES)
  • Business Source Complete
  • Central & Eastern European Academic Source (CEEAS)
  • Communication and Mass Media Complete
  • Computer Source
  • eBook Collection
  • EconLit with Full Text
  • Education Source
  • Ergonomics Abstracts
  • ERIC
  • GreenFILE
  • Library, Information Science & Technology Abstracts
  • Middle Eastern & Central Asian Studies
  • MLA Directory of Periodicals
  • MLA International Bibliography
  • Political Science Complete
  • APA PsycArticles
  • APA PsycInfo
  • APA PsycTherapy
  • MEDLINE
  • PSYNDEX Literature with PSYNDEX Tests
  • Regional Business News
  • SocINDEX with Full Text
  • The Nation Archive (DFG), The New Republic Archive (DFG)
  • Criminal Justice Abstracts with Full Text
  • LGBTQ+ Source

Die neue Oberfläche ist schlanker. Dennoch sind fast alle bisherigen Auswahl- und Filtermöglichkeiten wieder zu finden:

In den Drop-down-Menüs unter der Suchmaske können Filter wie beispielsweise Publikationszeitraum, Dokumententyp oder Peer Review sowie verschiedene Suchmodi (z. B. UND-/ODER-Verknüpfung, „Auch im Volltext suchen“) eingestellt werden, bevor die Suche abgeschickt wird. Je nach ausgewählter Fachdatenbank sind außerdem eine Liste relevanter Publikationen und ein Fachthesaurus verfügbar:

Screenshot der EBSCO-Academic Search: Filtermöglichkeiten, Suchmodieinstellungen, Publikationslisten und Thesauri befinden sich – abhängig von der ausgewählten Datenbank – im Menü unter der Suchmaske.

Nach der Suche kann durch die Auswahl von „All filters“ unter der Suchmaske ein Pop-up-Menü geöffnet werden, in dem weitere Filter gesetzt werden können:

Screenshot der EBSCO-Academic Search: Filtermöglichkeiten nach erfolgter Suche.

Über die Schaltfläche „Dokument Verfügbar“ kann weiterhin direkt geprüft werden, ob gefundene Literatur ohne Volltextverfügbarkeit in EBSCO über andere Angebote der Unibibliothek lizenziert sind:

Screenshot der EBSCO-Academic Search – Über die Schaltfläche „Dokument verfügbar?“ wird geprüft, ob das gesuchte Dokument über ein anderes Angebot der Bibliothek lizenziert ist.

Lediglich auf die bisher angebotenen Indexe (z.B. Personenindex) wird verzichtet. Stattdessen werden direkt bei der Eingabe eines Autorennamens im Suchfeld Autor Namensvorschläge gemacht:

Screenshot der EBSCO-Academic Search: Bei der Texteingabe in das Suchfeld werden Vorschläge gemacht.

Erweitert wurden die Funktionalitäten im Dashboard für gespeicherte Artikel und Suchen sowie zum Zitieren von gefunden Quellen.

Weitere Informationen erhalten Sie in einführenden EBSCOhost-Tutorials oder Sie kontaktieren uns in der Bibliothek. Auf alle Datenbanken kann über DBIS zugegriffen werden.

8 Gründe, warum Sie mit Citizen Science beginnen sollten

Gruppe von Menschen bei Gruppenarbeit in Bibliothek

Gruppe von Menschen bei Gruppenarbeit in Bibliothek (Bild generiert mit ChatGPT, 2024 – https://chat.openai.com)

Citizen Science – die aktive Einbindung von Laien in Forschungsprojekte – ist nicht nur ein moderner Ansatz, sondern ein revolutionärer Schritt, der die Wissenschaft von innen heraus transformieren kann. Hier sind acht Gründe, warum Sie jetzt mit Citizen Science beginnen sollten.

1. Den Elfenbeinturm verlassen: Wissenschaft durch Partizipation demokratisieren

Citizen Science ist eine Chance, die Grenzen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu überwinden. Indem Sie Bürgerinnen und Bürger aktiv in Ihre Forschung einbeziehen, schaffen Sie Transparenz und ermöglichen einen offenen Zugang zu wissenschaftlichen Prozessen. (vgl. BMBF (2023): Partizipationsstrategie Forschung. URL: https://www.bmbf.de/SharedDocs/Downloads/de/2023/partizipationsstrategie.html [18.09.2024])

2. Gemeinschaft stärken: Demokratie braucht gruppenübergreifendes Forschen

Eine funktionierende Demokratie lebt von Teilhabe und Begegnung. Citizen Science fördert genau das, indem es Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und Regionen zusammenbringt. Mit Citizen Science schaffen Sie Räume für gruppenübergreifendes Forschen und ermöglichen Interessierten, aktiv an wissenschaftlichen Projekten zu partizipieren. (vgl. zum Thema Begegnung im Alltag: Manthe, Rainald (2024): Demokratie fehlt Begegnung. Über Alltagsorte des sozialen Zusammenhalts. Bielefeld: transcript. DOI: https://doi.org/10.1515/9783839471418)

3. Wissenschaftskommunikation verbessern: in den Dialog treten

Citizen Science ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Wissenschaftskommunikation. Indem gemeinsam mit Laien der Wissenschaftsprozess aufbereitet wird, entsteht ein Dialog, in dem die Bedeutung und der Nutzen wissenschaftlicher Erkenntnisse sichtbar werden. Dies trägt dazu bei, das Verständnis für wissenschaftliche Methoden zu fördern und das oft vorhandene Misstrauen gegenüber der Forschung zu verringern. (zum dialogischen Forschungsprozess: Bogusz, Tanja (2020): Kollaboratives Forschen. In: Selke, Stefan et al.: Handbuch Öffentliche Soziologie. Öffentliche Wissenschaft und gesellschaftlicher Wandel. Wiesbaden: Springer VS. DOI: doi.org/10.1007/978-3-658-16995-4)

4. Einfach Daten sammeln (lassen): Ressourcen nutzen

Ein sichtbarer Vorteil von Citizen Science ist die Möglichkeit, Daten auf einfache und kostengünstige Weise gemeinsam zu sammeln. Ob es um Umweltbeobachtungen, historische Dokumentationen oder die Anreicherung großer Datensätze geht – Citizen Science erweitert Ihre Reichweite und ermöglicht es Ihnen, Daten zu sammeln, die allein schwer zugänglich oder zu aufwändig wären. (siehe jedoch kritisch zu Datenmanagementkompetenzen von Citzen Scientists: O’Grady, M. & Mangina, E. (2024): Citizen scientists—practices, observations, and experience. In: Humanities and Social Sciences Communications. Vol. 11, DOI: doi.org/10.1057/s41599-024-02966-x)

5. Fördergelder einwerben: Partizipation als Pluspunkt beim Antrag

Förderinstitutionen legen immer mehr Wert auf partizipative Ansätze in der Wissenschaft. Der Nachweis, dass Ihre Forschung nicht nur für die wissenschaftliche Community, sondern auch für die Öffentlichkeit von Bedeutung ist, erhöht Ihre Erfolgschancen bei der Einwerbung von Mitteln deutlich. (vgl. Wissenschaft im Dialog gGmbH (2024): mit:forschen! Gemeinsam Wissen schaffen: Förderinstrumente. URL: https://www.mitforschen.org/citizen-science/handbuch/foerderinstrumente [18.09.2024])

6. Mehr machen als (offene) Wissenschaft verwalten: Kreativität und Diskussion in den Mittelpunkt der Forschung stellen

Die zunehmende Bürokratisierung in der Wissenschaft führt oft dazu, dass Forscher mehr Zeit mit der Verwaltung von Projekten als mit dem eigentlichen Forschen verbringen. Bei Citizen Science geht es auch darum, durch sinnvolle Vernetzung wieder in den kreativen Prozess einzutauchen und Forschung zu diskutieren. (vgl. Leonelli, Sabina (2023): Philosophy of Open Science. Cambridge: Cambridge University Press, S. 67-68. DOI: doi.org/10.1017/9781009416368)

7. Neue Erkenntnisse gewinnen: Durch vielfältige Perspektiven

Freiwillige, die sich an wissenschaftlichen Projekten beteiligen, bringen oft neue, unerwartete Perspektiven und lokales Wissen ein. Dieser frische Blickwinkel kann zu innovativen Erkenntnissen führen, die in rein akademischen Projekten möglicherweise nicht auftauchen würden. (vgl. auch das Konzept der Open Innovation in den Wirtschaftswissenschaften: Pohl, Alexander & Engel, Berit (2021): Open Innovation. Systematische Darstellung des State of the Art auf Basis einer Zitationsanalyse. In: CENTIM Working Papers. No. 2. Rheinbach: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. DOI: doi.org/10.18418/978-3-96043-092-6)

8. Aktuelle Forschungsfragen entwickeln: Forschung mit gesellschaftlicher Relevanz

Indem Sie Bürgerinnen und Bürger in Ihre Forschung einbinden, können Sie relevante und praxisnahe Forschungsfragen entwickeln, die an den tatsächlichen Bedürfnissen und Herausforderungen der Gesellschaft anknüpfen. So können Sie Forschung betreiben, die nicht nur auf akademischer Ebene von Interesse ist, sondern auch konkrete Probleme löst und den Alltag der Menschen verbessert. (als Beispiel: Overgaard, Anne Kathrine & Kaarsted, Thomas (2018): A New Trend in Media and Library Collaboration within Citizen Science? The Case of ‘A Healthier Funen’. In: Liber Quarterly. Vol. 28. DOI: doi.org/10.18352/LQ.10248)

Fazit: Citizen Science als Weg zur zukunftsorientierten Forschung

Citizen Science ist mehr als nur ein neuer Trend – es ist eine transformative Bewegung, die die Art und Weise, wie Wissenschaft betrieben wird, grundlegend verändert. Indem Sie Hobby-Forscherinnen und -Forscher in Ihre Projekte einbinden, schaffen Sie nicht nur mehr Transparenz und Teilhabe, sondern tragen auch zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen bei. Nutzen Sie die Gelegenheit, um mit Citizen Science neue Wege zu gehen.

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Aktuelle Informationen, beispielsweise zu Förderinstrumenten, Datenmanagement in Projekten sowie rechtlichen und ethischen Fragen, werden auf diesen zentralen Plattformen zusammengetragen:

Unterstützung erwünscht?

Nehmen Sie Kontakt zum Open Science Team der Universitätsbibliothek auf:

Davide Del Duca: davide.del-duca@bibliothek.tu-chemnitz.de | Telefon: +49 371 531-36501 | Chat/Matrix: https://matrix.to/#/@dadel:tu-chemnitz.de

Martina Jackenkroll: martina.jackenkroll@bibliothek.tu-chemnitz.de | +49 371 531-33482

(Formuliert mit Unterstützung von ChatGPT.)

Eine Neue ist da! Zugang zur Datenbank AIS-e-Library

Screenshot der AIS-e-Library-Startseite

Screenshot der AIS-e-Library-Startseite. Markiert sind die einfache Suche und die Möglichkeit der Suche per Browsing.

Seit Jahresbeginn haben alle TUC-Angehörigen Zugang zu einer neuen Wirtschaftsinformatik-Datenbank. Dank einer Kooperation mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften konnte die Unibibliothek alle Inhalte der AIS-e-Library zugänglich machen.Den Beitrag weiterlesen Eine Neue ist da! Zugang zur Datenbank AIS-e-Library