„Austausch bringt uns weiter“ – das Motto des OPAL User Days ist Programm und führte auch 2026 wieder zahlreiche Akteurinnen und Akteure in Dresden zusammen, um einen Einblick in unterschiedliche Anwendungsszenarien und Projekte rund um OPAL sowie in aktuelle und geplante Entwicklungen zu erhalten. So sind beispielsweise noch im Juni die direkte Einbindung von H5P-Inhalten und im Oktober eine Anbindung von KI im Nutzerprofil geplant. Details können bereits in den Ausblicken der OPAL Release Notes nachgelesen werden.
Praxisvorträge
Im Praxisvortrag „Weg vom Kurs, hin zur Entdeckung: Das ZuKo4Saxony-Konzept“ stellte Carmen Neuburg von der TU Dresden die im Rahmen des Projektes ZuKo4Saxony entstandene Lernplattform zur Vermittlung von Zukunftskompetenzen für dual Studierende vor. Die Inhalte werden in Form kleiner Lernhäppchen, sogenannter Learning Nuggets angeboten, ein Navigations-Tutorial, verschiedene Tests, Easter Eggs und interaktive Videos unterstützen die Vermittlung. Begleitet wurde die Entwicklung der Plattform von einer umfangreichen Evaluation. Für die visuelle Ausgestaltung des Kurses kam KI zum Einsatz, mit welcher ansprechende Templates für die erarbeitenden Inhalte erstellt wurden. Dies ermöglicht eine geänderte Nutzerführung, die zum Entdecken der Inhalte einlädt. Bei Bedarf lässt sich am Seitenrand die gewohnte OPAL-Struktur einblenden. Die Präferenzen in der begleitenden Evaluation waren hier unterschiedlich verteilt.
Im Praxisvortag „LiaScript Integration in OPAL [Schule] – Wie Hochschulentwicklungen die Bildungspraxis bereichern“ stellten Prof. Dr. Sebastian Zug von der TU Freiberg und Martin Lommatzsch vom Geschwister-Scholl-Gymnasium in Freiberg die markdownbasierte Laufzeitumgebung LiaScript und ein damit erzeugtes anschauliches Einsatzbeispiel für Lehrunterlagen vor. Auf der Schulhomepage des Freiberger Gymnasiums wird den Schülern auf diesem Weg ein breites Angebot an interaktiven, digitalen Wochenaufgaben zur Wiederholung von Unterrichtsstoff bereitgestellt. LiaScript erfüllt dabei gleich mehrere Anforderungen, die Martin Lommatzsch auf der Suche nach einer geeigneten Lösung stellte:
- offenes Format, kostenfreier Zugang zu Bildung
- Veranschaulichung der Rechenwege, Zeichnungen, Vernetzung von Wissen
- Möglichkeit zu beiderseitigen Rückmeldungen
- keine zusätzlichen Erklärungen zur Anwendung spezifischer Software
- kann auf dem eigenen Gerät genutzt werden (BYOD)
- mathematische Schrifterkennung (keine Kenntnis spezieller Syntax nötig)
Der Vortrag wurde aufgezeichnet und kann auch im Nachgang auf YouTube angeschaut werden.
Im Praxisvortrag „Betriebserkundungen – multimediale Lehr-Lern-Settings für Lehramtsstudierende“ sprach Christiane Klatt von der TU Dresden über digitale Exkursionen, die im Rahmen einer Projektarbeit von Lehramtsstudierenden konzeptioniert und gestaltet werden, um sowohl den Erwerb berufsfeldspezifischer als auch mediendidaktischer und digitaler Kompetenzen zu fördern. Das Projekt wird in der Schmuckstückgalerie der TU Dresden näher vorgestellt, in der jährlich besondere Lehrinhalte und -konzepte zusammengetragen werden.
Zeitgleich zu den Vorträgen bestand in den Nachbarräumen die Möglichkeit, sich in den Workshops der BPS GmbH zu den Themen „Verwaltung in OPAL: Nutzer – Lernressourcen – Mandanten“ sowie „Zertifikate in OPAL – So einfach wie ein Kochrezept“ auf den neuesten Stand zu bringen.
In den Pausen standen am Informationstisch des OPAL-Support-Netzwerks Ansprechpersonen zu den Beratungsangeboten sowie zum zentralen OPAL-Selbstlernkurs bereit. Die TU Chemnitz stellte zudem den Entwicklungsstand der Open Source App OLEA vor, die Basis der TUCapp ist.
Speed Geeking
Beim anschließenden Speed Geeking bestand die Qual der Wahl. An drei Stationen im Raum wurden in jeweils 15 Minuten Themen vorgestellt, aus denen in jeder Runde zwei besucht werden konnten.
Die Universität Frankfurt hatte neben einer Demonstration zur Nutzung des E-Portfolio-Bausteins einen anschaulichen Dos-and-Don’ts-Kurs zum Thema Datenschutz im Gepäck. Anhand von kleinen Beispielen wurde gezeigt, wie bei unsachgemäßer Verwendung von OPAL-Bausteinen Datenschutzverletzungen entstehen können und wie sich diese (z. B. durch konkrete Zugriffseinstellungen oder Nutzung anderer Bausteine) vermeiden lassen.
Christina Gebhardt vom MPZ Leipzig zeigte am Beispiel eines Selbstlernbausteins aus dem Bereich Physik, wie sich mit OPAL und der Nutzung von KI zum Designen der Oberfläche einladende interaktive Selbstlernkurse gestalten lassen. Aufgabenbausteine und Videos mit integrierten Wissensabfragen ermöglichen im Kurs die Rückmeldung an die Schüler und Steuerung des Lernweges.
Die Integration und Nutzung des MATLAB-Course Designers stellte Dr.-Ing. Stefan Kerber von MathWorks vor. Wie bei MATLAB Grader kann diese Möglichkeit über einen konfigurierten LTI-Baustein angeboten werden. Sprechen Sie uns bei Bedarf gern an.
Ebenfalls vorgestellt wurden die Projekte InfraSAX.KI und InfraSAX.DVIB. Ziel des Projekts InfraSAX.KI ist die „rechtssichere, datenschutzkonforme und technisch stabile Bereitstellung KI-gestützter Lehr- und Lernwerkzeuge für alle sächsischen Hochschulen“. In diesem Zusammenhang geschehen die eingangs bereits erwähnten Weiterentwicklungen zur Anbindung von KI in OPAL. An der Station wurde die Nutzung des in KI-Chats in OPAL am Beispiel vorgestellt. Im Kurs können auch mehrere Chats zu unterschiedlichen Themen bereitgestellt werden.
Das Projekt InfraSAX.DVIB hat zum Ziel, „vier innovative digitale Werkzeuge, die zwischen 2021 und 2024 im Rahmen innovativer BMBF-geförderter Projekte entstanden sind, dauerhaft in die digitale Bildungsinfrastruktur Sachsens zu integrieren, in der Praxis zu erproben und nachhaltig verfügbar zu machen.“ Vorgestellt wurden zwei der Werkzeuge: SHRIMP als Plattform, auf der gemeinsam Dokumente gelesen und kommentiert werden können (Social-Reading) und VE Collab – eine Social-Media-Plattform für wissenschaftliches Personal zur Entwicklung internationaler und interinstitutioneller Kooperationen.
Was alle vorgestellten Szenarien verbindet, ist das Engagement der Menschen dahinter, die mit Kreativität und Praxisnähe sowohl die Weiterentwicklung von OPAL als auch im Bereich E-Learning allgemein vorantreiben.
Save the Date
Das Datum für den OPAL User 2027 kann schon einmal vorgemerkt werden: 29. April 2027. Wir haben den Termin bereits fest eingeplant und freuen uns auf den Austausch.


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