Ein VPN für alle: Warum wir auf eduVPN setzen

Das URZ vereinheitlicht sein VPN-Angebot. Der Cisco-Zugang wird mittelfristig eingestellt – eduVPN wird der Standard. Wer jetzt wechselt, ist in fünf Minuten fertig.

Kurz gesagt: Das URZ betreibt derzeit zwei VPN-Zugänge parallel – eduVPN und den Cisco Secure Client. Künftig wird es nur noch einen geben: eduVPN. Der Cisco-Zugang wird mittelfristig eingestellt. Einen konkreten Abschalttermin gibt es noch nicht, wir kündigen ihn rechtzeitig und mit ausreichend Vorlauf hier im Blog an. Wer schon jetzt wechselt, hat es hinter sich – der Umstieg dauert keine fünf Minuten.

Wozu überhaupt VPN?

Mit einem VPN (Virtual Private Network) bauen Sie von außerhalb der TU eine gesicherte Verbindung ins Campusnetz auf. Ihr Gerät verhält sich dann so, als wäre es direkt mit dem Campusnetzwerk verbunden. Das brauchen Sie zum Beispiel für lizenzpflichtige Literatur- und Datenbankrecherchen der Universitätsbibliothek, für interne Webdienste – und seit Dezember 2023 auch für den Zugriff auf die Exchange- und Mailsysteme, die aus Sicherheitsgründen nur noch aus dem Campusnetz oder per VPN erreichbar sind.

Was sich ändert

Wir haben unser VPN-Angebot bereits Anfang 2024 aufgeräumt: Der WebVPN-Zugang wurde abgeschaltet, den Support für OpenConnect haben wir eingestellt. Der nächste und letzte Schritt dieser Konsolidierung steht nun an – der Cisco Secure Client (AnyConnect) wird mittelfristig eingestellt.

Was das für Sie heißt:

  • Heute: Beide Zugänge funktionieren weiterhin. Es fällt nichts weg, nichts wird abgeschaltet.
  • Ab sofort: Wir empfehlen allen Nutzerinnen und Nutzern, auf eduVPN zu wechseln. Neueinrichtungen sollten grundsätzlich mit eduVPN erfolgen.
  • Später: Den konkreten Abschalttermin für den Cisco-Zugang geben wir rechtzeitig und mit ausreichend Vorlauf in einem eigenen Beitrag bekannt.

Warum eduVPN für Sie die bessere Wahl ist

eduVPN ist an der TU Chemnitz seit November 2023 im Einsatz und für die allermeisten Anwendungsfälle komfortabler:

  • Anmeldung wie gewohnt. Sie melden sich über das Web-Trust-Center der TU Chemnitz mit Ihrem URZ-Nutzerkennzeichen an – dasselbe Verfahren wie bei den übrigen zentralen Diensten, inklusive Multi-Faktor-Authentisierung.
  • Gültig für 90 Tage. Nach der Anmeldung ist der Zugang 90 Tage gültig. In dieser Zeit ist keine erneute Passworteingabe nötig – Die VPN-Verbindung können Sie während dieser Zeit über einen Schalter in der eduVPN-App bequem ein- und ausschalten.
  • Der Client hält sich selbst aktuell. Sie installieren die App einmal aus dem jeweiligen Store bzw. von der offiziellen eduVPN-Seite; Updates kommen automatisch. Kein Nachladen von Installationspaketen beim URZ, keine veralteten Versionen.
  • Auf allen Geräten. Windows, macOS, Linux, Android und iOS werden unterstützt. Gerade auf Smartphones und Tablets ist eduVPN klar die komfortablere Lösung.
  • Zwei Profile für zwei Bedürfnisse. Beim Verbinden wählen Sie, welche Daten durch den VPN-Tunnel geschickt werden (siehe unten).

Welches Profil ist das richtige?

  • Standard VPN-Zugang – sämtlicher Datenverkehr wird über den VPN-Tunnel geleitet. Empfohlen für Laptops bei dienstlicher Nutzung und für Bibliotheksrecherchen.
  • Groupware only – nur der Datenverkehr zum Web-Trust-Center und zu den Mail-Systemen (z. B. Outlook Web Access, IMAP) wird durch den VPN-Tunnel geschickt. Der restliche Datenverkehr bleibt „privat“. Ideal für Smartphones und Tablets, die dauerhaft Zugang zum zentralen Mailboxsystem oder zu Exchange brauchen.

Warum wir das tun

Zwei parallele VPN-Dienste zu betreiben bedeutet doppelten Aufwand – doppelte Pflege, doppelte Dokumentation, doppelte Fehlersuche im Support. Diese Kraft steckt das URZ lieber in einen Dienst, der dafür richtig gut läuft.

Vor allem der Betriebsaufwand für das Cisco-VPN ist eine große Herausforderung. Neben der Bereitstellung der Client-Pakete für alle Betriebssysteme müssen wir die zugrundeliegende Hardware stets aktuell halten. Dazu kommen Lizenzkosten sowie Kosten für den Tausch der eingesetzten Hardware. Demgegenüber ist eduVPN quelloffen und kann somit lizenzfrei über unsere Virtualisierungs-Infrastruktur betrieben werden. Die Entwicklung von eduVPN erfolgt zudem gemeinsam mit der internationalen Wissenschaftsnetz-Community, die Aktualisierung auf den Endgeräten geschieht automatisch und die Authentisierung ist sauber über unsere zentrale Lösung Web-Trust-Center möglich. Damit haben wir weniger Sonderwege, weniger Reibung und mehr Zeit für den eigentlichen Betrieb.

So steigen Sie um – in fünf Minuten

  1. App installieren. Windows: von app.eduvpn.org. macOS und iOS: „eduVPN Client“ im App Store. Android: Play Store oder F-Droid. Linux: siehe unsere Anleitung auf der VPN-Seite.
  2. Einrichtung starten und als Institution „Chemnitz“ suchen.
  3. „Institute Access“ wählennicht „Secure Internet“. Das ist der häufigste Stolperstein.
  4. Am Web-Trust-Center anmelden mit Ihrem URZ-Nutzerkennzeichen und den VPN-Zugriff bestätigen.
  5. Profil wählen („Standard VPN-Zugang“ oder „Groupware only“) und Verbindung aktivieren. Fertig.

Die ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für alle Betriebssysteme finden Sie auf unserer VPN-Seite.

Häufige Fragen

Muss ich sofort wechseln?
Nein. Der Cisco-Zugang funktioniert bis zur Abschaltung ganz normal weiter. Aber: Der Umstieg ist jetzt entspannt möglich – kurz vor einem Stichtag ist er es erfahrungsgemäß nicht mehr.

Muss ich den Cisco-Client deinstallieren?
Nein. Beide Clients können parallel installiert bleiben, sollten aber nicht gleichzeitig verbunden sein. Sobald Sie auf eduVPN umgestiegen sind, können den Cisco-Client jedoch deinstallieren.

Ändert sich etwas an meinen Zugangsdaten?
Nein. Es bleibt bei Ihrem URZ-Nutzerkennzeichen. eduVPN nutzt die gewohnte Anmeldung über das Web-Trust-Center statt einer eigenen Eingabemaske.

Bei mir funktioniert eduVPN nicht / ich habe einen Sonderfall.
Genau davon wollen wir wissen – und zwar jetzt und nicht erst kurz vor der Abschaltung. Wenn ein Gerät, eine Anwendung oder ein Arbeitsablauf mit eduVPN nicht funktioniert, melden Sie sich bitte beim URZ. Jede Rückmeldung hilft uns, den Umstieg für alle reibungslos zu gestalten.

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