Speicherlösungen sind für viele IT-Dienste am Universitätsrechenzentrum von großer Bedeutung. Die technologischen Anforderungen wie Zugriffsprotokoll, Kapazität und Datendurchsatz unterscheiden sich in Abhängigkeit vom Einsatzgebiet. Während ausgewählte Dienste wie beispielsweise Windows-Homeverzeichnisse direkt durch die Speichersysteme bereitgestellt werden können, sind für Speicherdienste wie die TUCcloud, AFS-Projektverzeichnisse oder Bareos-Backups zusätzliche Serverlösungen erforderlich. Daher werden alle Speichersysteme auch als Block- oder NAS-Speicher direkt an die Virtualisierungsinfrastruktur im Datacenter angeschlossen. Virtualisierte Server bilden mit den installierten Softwarelösungen die Schnittstelle für den Nutzerzugang zu den zentralen Speicherdiensten des Universitätsrechenzentrums.
Mit dem Projekt „Erneuerung und Erweiterung von Speichersystemen“ haben wir im Jahr 2025 neue Block- und Unified-Speichersysteme beschafft und in Betrieb genommen. Letztgenannte Speichersysteme unterstützen verschiedene Block- und NAS-Speicherprotokolle und sind somit universell einsetzbar. Die Ausstattung reicht von drehenden Festplatten für Kapazitätsanforderungen bis zu NVMe-Speichermedien für Dienste mit geringer Latenz und hohen Zugriffszahlen.
Neu hinz
ugekommen ist der Ausbau des Ceph-Speichers. Für diese, auch als software-defined Storage bezeichnete Lösung kommen ausgewählte Serversysteme mit Festplatten-Bestückung zum Einsatz. Eine redundante Netzwerkanbindung stellt die Kommunikation der Ceph-Knoten im Cluster und mit den Clienten bereit. Die Ceph-Software organisiert den Zugriff und die redundante Verteilung der Daten. Bei Ausfall einzelner Hardware-Komponenten wie beispielsweise einer Festplatte erfolgt eine Reorganisation der Datenverteilung. Aktuell wird Ceph-Speicher für hochkapazitive Anforderungen wie beispielsweise für den FTP-Server, für Datensicherungen und für ein Cloud-Projekt eingesetzt. Für das kommende Jahr sind weitere Migrationen von Daten auf die Ceph-Speicherlösung geplant.
Mit Technologien wie Snapshots und Replikation sowie einer Verteilung der Speichersysteme bzw. Ceph-Cluster über mehrere Standorte wird ein hohes Maß an Datensicherheit erreicht. Dabei können Snapshots bei der Wiederherstellung versehentlich gelöschter Daten helfen, während Replikation als Schutz vor elementaren Schäden an Speichersystemen oder -medien dient. Neue Technologien wie Komprimierung und Deduplizierung erhöhen die Effektivität der Datenspeicherung.
Für die Nutzerinnen und Nutzer der Speicherdienste des Universitätsrechenzentrums ergibt sich mit Abschluss des Projekts eine Erhöhung des Grundbedarfs je Professur bzw. Struktureinheit von 800 GB auf 1 TB. Der Grundbedarf steht allen Professuren und Struktureinheiten zur Verfügung und wird auf Projektverzeichnisse (AFS und TUCcloud) sowie Bareos-Datensicherungen angewendet.

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