Neue Virtualisierungshardware im Datacenter in Betrieb genommen

Virtualisierung ist eine der Kerntechnologien im Datacenter des URZ. Dabei teilen sich sogenannte virtuelle Server (VMs) die Ressourcen leistungsfähiger Hardware mit dem Ziel der effizienten Auslastung der Hardware. In Zahlen ausgedrückt laufen derzeit über 500 virtuelle Server und Entwicklungssysteme auf 22 physischen Virtualisierungsservern. Als Virtualisierungslösung wird VMware vSphere in der Version 6.5 eingesetzt. Neben den bereits genannten Argumenten bietet die Virtualisierung weitere Vorteile wie beispielsweise den hochverfügbaren Betrieb von Diensten. Fällt ein Server aufgrund eines Defektes aus, werden die darauf befindlichen VMs auf einem funktionstüchtigen Server neu gestartet.

UCS Chassis

UCS Chassis

Im Rahmen einer Erneuerung der Virtualisierungsserver wurden nun Systeme aus den Jahren 2009 und 2012 ersetzt. Zum Einsatz kommen dafür hauptsächlich Lösungen auf Basis der Cisco UCS-Plattform. Diese enthalten Komponenten für das Netzwerk sowie Gehäuse (Chassis) für die Aufnahme der sogenannten Blade-Server. Ein Chassis kann bis zu 8 Blade-Server aufnehmen. Die Stromversorgung und Netzwerkanbindung der Blade-Server wird vom Chassis bereitgestellt.
Ein Beitrag zum Thema GreenIT ist beispielsweise die dynamische Aktivierung der Stromversorgung (Netzteile) abhängig vom Leistungsbedarf der Server.

Die eingesetzten Blade-Server sind mit 2 Intel Xeon-CPUs mit je 16 Kernen ausgestattet. Durch Hyper-Threading ergibt sich damit eine Gesamtzahl von 64 logischen Prozessoren je Blade-Server. Der Arbeitsspeicher ist bei der Virtualisierung ein wichtiger Faktor für die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur. Jeder Server ist mit 768 GB RAM ausgestattet.

UCS Fabric Interconnects

UCS Fabric Interconnects

Ein Pärchen aus zwei Netzwerkswitches, die Fabric Interconnects übernehmen die netzwerk- und speicherseitige Anbindung sowie das Management der Komponenten. Die Verbindungen zu den Chassis sind mit 4x 40Gbps ausgebaut. Als Speicher für die virtuellen Festplatten der VMs werden LUNs von Blockspeichersystemen über eine Fibre Channel-Verbindung bereitgestellt.

Die gesamte Infrastruktur einschließlich Stromversorgung ist vollständig redundant aufgebaut, sodass Ausfälle einzelner Komponenten ohne Dienstausfall toleriert werden. Gleiches gilt für Updates von Software und Firmware. Mit Hilfe der Virtualisierung sind übrigens auch Softwareupdates der Virtualisierungslösung und der Hardwareaustausch ohne Betriebsunterbrechung für die virtuellen Server möglich.

Sie interessieren sich für virtuelle Server oder haben in Ihrem Bereich Anwendungsfälle für virtuelle Server? Die Virtualisierungsinfrastruktur des URZ steht allen Struktureinheiten über den VPSH-Dienst zur Verfügung. Weitere Informationen entnehmen Sie der Webseite https://www.tu-chemnitz.de/urz/datacenter/vpsh/ oder sprechen Sie uns an: support@hrz.tu-chemnitz.de.

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