LaTeX-Vorlagen für Abschlussarbeiten und das Corporate Design

Abschlussarbeiten

Das Textsatzsystem LaTeX ist aus dem Universitätsalltag nicht wegzudenken. Insbesondere für wissenschaftliche Veröffentlichungen, Abschlussarbeiten, Hausarbeiten und Praktikumsprotokolle kann LaTeX mit seinen Vorteilen punkten. Die bisher auf den Webseiten des URZ bereitgestellte LaTeX-Vorlage für Abschlussarbeiten war mittlerweile in die Jahre gekommen und technisch überholt. Aus diesem Grund haben wir begonnen eine komplett neue LaTeX-Vorlage zu erarbeiten. Hierbei handelt es sich um ein Work-in-Progress-Projekt, d. h., die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Dennoch hat die Vorlage bereits jetzt einen Zustand erreicht, der eine Verwendung zulässt. Lediglich die Dokumentation ist nicht komplett und wird im Laufe der Zeit ergänzt. Die Vorlage stellen wir auf unserem GitLab-Server zum Download bereit. Gern nehmen wir auch Feedback und Code-Vorschläge unserer Nutzerinnen und Nutzer entgegen. Probleme, Wünsche oder Ergänzungsvorschläge können daher von allen Universitätsangehörigen als GitLab-Issue gemeldet werden.

Corporate Design

Neben einer Vorlage für Abschlussarbeiten stellt das URZ auch Pakete für das Corporate Design der TU Chemnitz bereit. Die Pakete sind auf allen URZ-administrierten Arbeitsplätzen vorinstalliert bzw. stehen für Server über die Softwarepaketverwaltung des URZ zur Installation bereit. Auf eigenverantwortlich betriebenen Geräten muss die Installation manuell erfolgen. Die Installationsdateien können von der Webseite der Pressestelle und Crossmedia-Redaktion bezogen werden. In der Softwareübersicht des URZ sind auch noch die alten Pakete der CI-Version von 2014 verfügbar, sofern diese aus Kompatibilitätsgründen benötigt werden. Allerdings sollten Dokumente, die noch alte LaTeX-Klassen verwenden, auf die neue Version umgestellt werden. Die Entwicklung der LaTeX-Pakete für das Corporate Design erfolgt ebenfalls in einem GitLab-Projekt. Problemmeldungen oder Verbesserungsvorschläge können dort ebenfalls als GitLab-Issue eingereicht werden.

Verwendete Schlagwörter: , , , , ,
Veröffentlicht in Allgemein, Software, Top-Artikel
2 comments on “LaTeX-Vorlagen für Abschlussarbeiten und das Corporate Design
  1. Jan Martin Reckel sagt:

    Vielen Dank für die Aktualisierung der LaTeX-Vorlagen! Diese habe ich mir gerade mal angeschaut und finde sie sehr gelungen und auch einfach verständlich. Ein paar Anregungen habe ich dazu:

    1. Leider haben viele Lehrstühle ganz bestimmte über das Coperative Design der TU Chemnitz weit hinausgehende Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten, welche nur mit einer Textverarbeitung wie Word einfach umzusetzen sind. Dies kann bestimmte Schriftarten oder aber auch typographisch eigentlich nicht empfehlenswerte Abstandsregeln beinhalten. In diesem Fall ist meine Erfahrung, dass man mit XeLaTeX bzw. LuaLaTeX deutlich weiter kommt, um das vorgeschriebene Ergebnis erzielen zu können. Das gilt besonders deshalb, weil man dort Systemschriftarten ohne Weiteres einbinden kann. Vielleicht wäre es möglich, noch ein Template für LuaLaTeX oder XeLaTeX (ich persönlich bevorzuge LuaLaTeX) zu erstellen und das auch ins Makefile mit aufzunehmen.

    2. Als Standardklasse würde ich das Koma-Äquivalent (also scrrprt) empfehlen. Denn dieses ist für die deutschsprachige Typographie mit A4-Seiten konzipiert (im Gegensatz zu den Standard-Vorlagen, welche vom US-amerikanischen Letter-Format ausgehen) und hat viel mehr Anpassungsmöglichkeiten, was auch für Punkt 1 wichtig ist.

    3. Neben einem Inhaltsverzeichnis sind oft auch noch ein Bildverzeichnis, ein Tabellenverzeichnis oder ein Abkürzungsverzeichnis von Nöten. Diese können mit entsprechenden LaTeX-Befehlen bzw. Paketen einfach realisiert werden. Vielleicht könnte dies beispielhaft auch in die Vorlage aufgenommen werden (hinter den TODO-Kommentaren).

    4. Um den Satzspiegel noch zu verschönern, empfiehlt sich das Paket nowidow. Dieses vermeidet überstehende Einzelzeilen zu Beginn bzw. am Ende einer Seite (sogenannte „Schusterjungen“ und „Hurenkinder“, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Hurenkind_und_Schusterjunge).

    Das nur als ein paar Hinweise, die aus der Praxis heraus entstanden sind (habe bisher alle Texte an der Uni mit LaTeX verfasst).

    Viele Grüße!

    • Mario Haustein sagt:

      Vielen Dank für die Anregungen. Wir haben die Punkt in Issues im entsprechenden GitLab-Projekt konvertiert.

      Zu 1.: Eine Kompatibilität zu LuaLaTeX wird sich sicherlich herstellen lassen.

      Zu 3.: Entsprechenden Beispielcode können wir vorsehen.

      Zu 4.: Danke für den Pakethinweis. Das Paket kannte ich noch gar nicht und wir werden uns das anschauen.

      Zu 2.: Die Abwägung, ob man KOMA-Script verwendet hat ihre Vor- und Nachteile. Sie haben recht, dass KOMA-Scripte besser auf den deutschsprachigen Raum angepasst ist. Allerdings geht KOMA-Script immer gewisse Sonderwege. Z.B. hat es eigene Mechanismen zur Satzspiegelanpassung und nutzt nicht den Standardweg über das geometry-Paket. Ähnliches gilt für Kopf- und Fußzeilen. Für LaTeX-Experten ist das kein Problem. Aber gerade Einsteigern bereitet es auch Schwierigkeiten, da die üblichen LaTeX-Lehrbücher oder Informationsquellen dann nicht mehr ganz passgenau für den Anwendungsfall sind. Deshalb haben wir uns hier entschieden eher den Standardweg zu gehen.

Schreibe einen Kommentar

Archive